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Dienstag, 22. Mai 2018 27° 2

BERNHARDSWALD

1-Euro-Ticket nun auch in Bernhardswald

Der Landkreis wächst zusammen.

Michael Vilsmeier, Tanja Schweiger, Xaver Graf und Josef Weigl stellten das Ticket vor. Foto: Strasser

BERNHARDSWALD.Zumindest was den öffentlichen Nahverkehr betrifft. Das Angebot wird größer, Verbindungen werden ausgeweitet, Buslinien kundenfreundlich getaktet. Das kostet Geld und ist mitunter auch mit Tariferhöhungen verbunden.

Manchmal wird es aber auch günstiger: mit dem Gemeindeticket. 41 Kommunen gehören zum Landkreis Regensburg, 16 von Ihnen bieten das sogenannte „Ein-Euro-Ticket“ an. Dessen Vorteil: Mit nur wenig Geld innerhalb der Gemeindegrenzen mit dem Bus unterwegs sein. Ab sofort gehört auch die Gemeinde Bernhardswald zu den Anbietern.

„Gerade in einer Flächengemeinde wie der unseren, ist das enorm wichtig“, betont 2. Bürgermeister Xaver Graf bei der offiziellen Ticketeinführung mit Landrätin Tanja Schweiger und Josef Weigl, Geschäftsführer GFN und RVV. Seit dem 1. Januar gibt es – ganz nach dem Vorbild vieler anderer Gemeinden – in Bernhardswald das bezuschusste RVV-Gemeindeticket. Fünf Buslinien stehen zur Verfügung, die nahezu alle Ortsteile abdecken.

Für einen Euro lässt es sich bequem und kostengünstig innerhalb der Gemeinde in einer Richtung fahren. Den Differenzbetrag zwischen dem Obolus, den der Fahrgast zahlen muss, und dem normalen Tarif einer Streifenkarte übernimmt die Gemeinde. Darüber war sich der Gemeinderat schon im vergangen Jahr einig. In der Augustsitzung beschloss man kollektiv die Einführung eines Ein-Euro-Einzeltickets.

Als logische Konsequenz des neuen Nahversorgungszentrums in Bernhardswald bezeichnete dritter Bürgermeister Michael Vilsmeier das Angebot. Das gehe aber noch weit darüber hinaus, meinen Graf und Vilsmeier. Infrastruktur müsse bezahlbar bleiben, so erleichtere man damit etwa den Arzt- oder Behördenbesuch. „Die Gemeinde wächst ein gutes Stück zusammen“, so Graf zur Attraktivität des neuen RVV-Tickets. Da schaue man auch nicht auf Kosten, die den Haushalt belasten, ergänzt Bürgermeister Werner Fischer.

Und es zahlt sich aus, wenn man den öffentlichen Nahverkehr fördert. Weniger in Cent und Euro, vielmehr im Mehrwert für den Bürger, meint die Landrätin. Vor allem, wenn es gemeindeübergreifend geschieht, wie von Wiesent nach Wörth oder von Deuerling nach Hemau bzw. Nittendorf. Und wenn es um größere Strecken geht, wie eben in der Flächengemeinde Bernhardswald.

Der Trend zeige nach oben, erklärt der RVV Geschäftsführer Josef Weigl. „Immer mehr Gemeinden überlegen, das Gemeindeticket einzuführen.“ In Bernhardswald ist man vom Erfolg überzeugt, eine Befristung wird es nicht geben. Das Ein-Euro-Ticket gilt im gesamten Gemeindegebiet. Es ist im Bus und im Vorverkauf erhältlich, Rück- und Rundfahrten sind pro Ticket nicht zulässig. (msr)

Nahverkehr

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