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Jubiläum

150 Jahre FFW: Erinnerung wird wach

Sepp Eidenschink, Festleiter von 1993, fungiert beim 150-Jährigen in Wörth als Schirmherr. Er schwärmt noch vom Familienfest.
von walter schiessl

Sepp und Roswitha Eidenschink freuen sich noch heute über das Familienfest von 1993, aber auch auf das 150-Jährige vom 8. bis 11. Juni. Foto: Schießl
Sepp und Roswitha Eidenschink freuen sich noch heute über das Familienfest von 1993, aber auch auf das 150-Jährige vom 8. bis 11. Juni. Foto: Schießl

Wörth.Wenn Roswitha und Sepp Eidenschink an das 125-jährige Gründungsfest der FFW vor einem Vierteljahrhundert zurückdenken, geraten sie noch heute ins Schwärmen. Der damalige Festleiter und seine Frau Roswitha, die als Festmutter fungierte, haben alle Zeitungsausschnitte aus diesen Tagen gesammelt und picken im Blick darauf stets lustige Ereignisse heraus. „Es war ein tolles Familienfest, das den Zusammenhalt in der damals 300 Mitglieder zählenden FFW enorm förderte“, erinnert sich der Feuerwehrmann mit Leib und Seele. Auch Roswitha Eidenschink denkt noch heute mit großer Freude an das Spektakel zurück.

Eine malerische Kulisse

Das hängt damit zusammen, dass ein Bilderbuchwetter für eine malerische Kulisse auf dem Petersplatz sorgte. Alle Mitwirkenden und alle Gäste gerieten ins Schwärmen, nachdem die 40 Festmädchen und Festdamen dort aufmarschierten und sich in prächtigen Kleidern zur Stadt- und Feuerwehrprominenz gesellten. „Das war eine wahre Augenweide“, erinnern sich die Eidenschinks.

Aber es brauchte schon einige Überredungskunst, bis sich Roswitha Eidenschink bereit erklärte, das Amt der Festmutter zu übernehmen. „Zunächst traute ich mir das gar nicht zu“, sagt die heute 64-Jährige, die bis 2008 mit ihrem Mann eine Metzgerei gegenüber dem Rathaus führte. Aber nachdem dann einige FFW-Mannen offiziell bei ihr aufgetaucht waren und sie um die Übernahme des Amtes baten und auch noch ihre Schwiegermutter Therese meinte, das sei „eine sehr große Ehre“, wenn man darum gebeten wurde, stand für Roswitha Eidenschink die Zusage fest. „Und das Fest war wirklich wunderschön“, sagt sie noch heute. „Ich hätte es später bitter bereut, wenn ich das nicht gemacht hätte“, sagt sie im Nachhinein. Nicht nur sie, auch ihre vier Töchter waren mit Herzblut beim Fest. Sie zählten zu den Festmädchen, die das „125-Jährige“ verschönerten. Das war ein großes Familienfest, sagt Sepp Eidenschink (69), der vom 18. bis zum 60. Lebensjahr in der FFW fest engagiert war. Er war zunächst Beisitzer und Jugendwart, ehe er dann zum Kommandanten gewählt worden war. 23 Jahre lang gab er bei den Einsätzen, Übungen und Besprechungen den Ton an, sechs Jahre anschließend auch noch als Vorsitzender. Heute fungiert der Wörther als Ehrenschirmherr. Als solcher muss er die Wehr natürlich auch finanziell unterstützen. Seine Gattin Roswitha machte nicht nur beim Spektakel eine gute Figur, sie gab einen Prolog zum Besten, für den sie großen Beifall erhielt. Für die Festgewänder musste sie tief in die Tasche greifen, was die gebürtige Rettenbacherin aber auch gerne tat.

Sepp Eidenschink ist natürlich auch beim 150-jährigen Gründungsfest, das vom 8. bis 11. Juni gefeiert wird, involviert. „Der Ablauf wird ähnlich wie der vor 25 Jahren sein“, weiß er. Ebenfalls wie 1993 werden sich auch historische Gefährte dem Festzug anschließen. Für das Spektakel hat die Stadt den Festplatz eigens hergerichtet, geteert und mit Anschlüssen ausgestattet.

Offiziell ins Leben gerufen aber wurde die FFW 1868 vom Fuhrwerksbesitzerssohn Heribert Rothfischer und vom Marktschreiber Conrad Laubender. Beide hatten beim Magistrat der Stadt, der über 25 Jahre zuvor ein großes Feuer, dem 67 Häuser zum Opfer gefallen waren, hinnehmen musste, einen Antrag gestellt, der bewilligt worden war.

Zwei Jahre Vorbereitung

Vor gut zwei Jahren begann die FFW mit den Vorbereitungen der Jubiläums-Feierlichkeiten. Als Festleiter fungiert Vorsitzender Siegfried Engl, der den fast 20-köpfigen Festausschuss bei seinen monatlichen Sitzungen leitete. Zunächst wurde mit Andreas Geier ein Festwirt gesucht und gefunden, ehe dann die Auswahl der Musikkapellen getroffen wurde. „Das war gar keine so leichte Aufgabe“, sagte Ernst Lischke, der dem Festausschuss angehört. Schließlich mussten die Termine festgemacht, Überschneidungen vermieden und dann ein gutes Programm auf die Beine gestellt werden. Hatten die Wörther das dann geschafft, musste man sich an die Suche der repräsentativen Persönlichkeiten machen. Die Wahl fiel auf Sepp Eidenschink, der 31 Jahre Stadtrat und zwölf Jahre 2. Bürgermeister war. Als Festmutter fungiert Monika Amann, die Gattin des Wörther Kommandanten Ralf Amann, und zur Festbraut wurde Anna Schindler gekürt.

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