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Jubiläum

2000 Gäste wollen mit der Wehr feiern

Am Wochenende begeht die Mintrachinger Feuerwehr ihr 150-jähriges Bestehen. Sogar eine Miss-Feuerwehr wird gewählt.
Von Kristin Winderl

  • Vor dem großen Jubelfest haben sich die Mintrachinger Feuerwehrleute um Schirmherrin Angelika Ritt-Frank zum Gruppenfoto aufgestellt. Foto: Schweiger
  • Vor 50 Jahren feierten die Mintrachinger ihr 100-jähriges Jubiläum. Auch dieses Jahr ist es wieder Zeit für ein Fest. Foto: Feuerwehrarchiv

Mintraching. Es war 1868, als auf Initiative von Johann Brückl die Mintrachinger Feuerwehr als eine der ältesten im Landkreis aus der Taufe gehoben wurde. Damals forderte das Königliche Bezirksamt Regensburg die Gemeinden auf, Freiwillige Feuerwehren zu bilden – und dem Ruf leisteten in Mintraching 39 Männer Folge.

150 Jahre, das ist eine lange Zeit. Und eine Zeit, in der viel passieren kann: So halfen die Feuerwehrler 1911 bei der Notlandung eines Fesselballons. 1998 löschten unter anderem die Mintrachinger den größten Brand der Nachkriegsgeschichte im Landkreis bei der Neutraublinger Chemiefabrik Cewo Aerosol. Und die Jugendgruppe schaffte es gemeinsam mit weiteren Feuerwehren sogar ins Guinness Buch der Rekorde – sie verlegten über 46 Kilometer die längste Schlauchleitung der Welt. Der Dienst am Nächsten steht bei der Feuerwehr natürlich meist im Mittelpunkt, aber auch gefeiert haben sie in der Zeit viel, und heuer ist es wieder so weit: Die Mintrachinger begehen das 150. Gründungsjubiläum kommendes Wochenende vom 18. bis 21. Mai.

Das ganze Dorf packt mit an
m Zeltaufbau vergangenen Freitag und Samstag etwa 70 Helfer anwesend waren – nicht nur Mitglieder von der Feuerwehr, sondern auch andere Dorfvereine, Eltern von Mitgliedern und Freunde. Und auch schon vorher wurde circa drei Jahre lang geplant: Schließlich brauchen die Jubilare einen Patenverein, eine Festmutter und -braut, ein Zelt, eine Brauerei, Bands und noch vieles mehr. Im vergangenen halben Jahr traf sich der elfköpfige Festausschuss noch einmal alle vierzehn Tage, um

Damit so ein Fest gestemmt werden kann, braucht es viel Planung und Arbeit. Kommandant Johannes Weitzenbeck erklärt, dass zukleinere Angelegenheiten zu klären: Wann und wo wird der Patenverein, die Mitglieder Feuerwehr Rosenhof-Wolfskofen, abgeholt? Wo gibt es Parkplätze, wo brauchen wir Parkverbote? Welche Genehmigungen müssen wir noch vom Landratsamt einholen?

An vieles denken müssen die Festplaner auf jeden Fall, aber Weitzenbeck ist nun zuversichtlich: „Wir glauben, dass nichts schief geht!“ Alles sei gut durchorganisiert, es könnten höchstens Kleinigkeiten passieren, die die Helfer dann aber sicher auch spontan regeln könnten, meint Weitzenbeck. Auf diese sei nämlich immer Verlass, und die anderen Dorfvereine kümmern sich zum Beispiel auch während des Festes um den Ausschank. Das Einzige, das nicht von den Feuerwehrlern selbst geplant werden kann, ist das Wetter – dafür brauchen sie dann doch ein bisschen Glück und Petrus‘ Segen. Und Schirmherrin Angelika Ritt-Frank.

Der Festleiter des Jubiläums ist Vorsitzender Christian Schweiger. Obwohl er noch keine Erfahrung mit der Planung eines solchen Jubiläums hat, waren sich seine Kameraden sicher: „Du machst das schon!“ Schließlich kümmere er sich auch um die Organisation der Spring-Break-Party. Für das Fest hat er sich extra eineinhalb Wochen Urlaub genommen. Jetzt steht er gemeinsam mit den Helfern von acht Uhr morgens bis halb zehn Uhr abends auf dem Festplatz und schuftet. In diesen letzten Tagen stellen sie etwa noch die Bar, die Sanitäranlagen und die vielen Bierbänke im Zelt auf. Das ist ein Riesenstress, die Aufregung ist groß – Schweiger kann trotzdem noch gut schlafen.

90 Vereine wollen kommen

Der Festleiter ist der Überzeugung, dass sein Fest ein Erfolg wird. Die Mintrachinger hätten sich mit der Spring-Break-Party bereits einen Namen gemacht. Außerdem seien die Leute am Anfang der Fest-Saison noch motiviert, feiern zu gehen. Dass der Festsonntag ein Riesenerfolg wird, ist schon jetzt klar: Allein 90 Vereine haben sich mit etwa 2000 Personen bereits angemeldet – damit ist das Festzelt schon zu einem Großteil gefüllt. Abends dürfte dann die Wahl zur Miss Feuerwehr viele Schaulustige und Fanclubs der Teilnehmerinnen aus dem ganzen Landkreis ins Festzelt locken. Auch sonst kann sich das Programm sehen lassen: Neben der Miss-Wahl gibt es einen Heimatabend und zwei Partynächte.

Christian Schweiger selbst freut sich am meisten auf den Heimatabend mit Traudi Siferlinger. Beim zweiten Höhepunkt sind sich Kommandant Weitzenbeck und Festleiter Schweiger einig: Sie freuen sich besonders auf den Montagabend des Festes, auf die Stunden, in denen das Gröbste geschafft ist und sie selbst und die anderen Helfer dann endlich in Ruhe ein Bier trinken können.

Das Festprogramm

  • Freitag, 18. Mai:

    20 Uhr Heimatabend mit Wirtshausmusik, moderiert von Traudi Siferlinger. Mit der Blaskapelle Mintraching, Steirisch Streich, der Ruaßkuchlmusi und den Sechs lustigen Fünf

  • Samstag, 19. Mai:

    17 Uhr Andacht mit Totengedenken, 18 Uhr Bieranstich durch Bürgermeisterin und Schirmherrin Angelika Ritt-Frank, 19 Uhr Partyabend mit den Gipfelstürmern

  • Sonntag, 20. Mai:

    8 Uhr Einholen der Vereine, 9.15 Uhr Kirchenzug, 9.30 Uhr Festgottesdienst, 11.30 Uhr gemeinsames Mittagessen, 14.30 Uhr Festzug und anschließend Festzeltbetrieb mit den Vorwaidlern, 19 Uhr Partyabend und Wahl der Miss Feuerwehr (mit der GongFM-Band), 23 Uhr Siegerehrung der Miss Feuerwehr

  • Montag, 21. Mai:

    19 Uhr Mintrachinger Festausklang mit der Partyband HoAß

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