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Montag, 23. Juli 2018 29° 2

Verkehr

Abbiegen ohne lange Wartezeit

Der Kreisverkehr am Autobahnzubringer in Regenstauf wird 2018 gebaut. Während der Bauzeit müssen Autofahrer Umwege einplanen.
Von Sabine Norgall

Noch in diesem Jahr soll der Kreisverkehr an der Kreuzung F1/ Kreisstraße R 21 und der Benzstraße gebaut werden. Vor allem der Schwerlastverkehr aus der Benz- und Gutenbergstraße hat aktuell lange Wartezeiten, um nach links in die R 21 einzubiegen. Foto: Norgall
Noch in diesem Jahr soll der Kreisverkehr an der Kreuzung F1/ Kreisstraße R 21 und der Benzstraße gebaut werden. Vor allem der Schwerlastverkehr aus der Benz- und Gutenbergstraße hat aktuell lange Wartezeiten, um nach links in die R 21 einzubiegen. Foto: Norgall

Regenstauf. Die Lastwagenfahrer aus Regenstaufs Gewerbegebiet Süd wollen zügig zur Autobahn. Seit Jahren klagen Gewerbetreibende über lange Wartezeiten, wenn Lastwagen aus der Gutenberg- oder der Benzstraße nach links in den Autobahnzubringer, die R 21, einbiegen wollen. Bereits im Frühjahr 2017 stimmte der Regenstaufer Marktrat dem Bau eines Kreisverkehrs an der Kreuzung B 15/R 21 und Benzstaße zu.In der jüngsten Sitzung wurde jetzt der Vereinbarung zum gemeinsamen Bau zwischen dem Staatlichen Bauamt (Bundesstraße), dem Landkreis (Kreisstraße) und dem Markt (Benzstraße) einstimmig verabschiedet. Von den Gesamtbaukosten in Höhe von 1,084 Millionen Euro entfällt, nach Abzug der Zuschüsse, auf den Markt ein Anteil von rund 100 000 Euro.

Kreisverkehr: „Ideale Lösung“

n Richtung Hauzenstein müssen Autofahrer von der B 15 aus über die Bayernstraße ausweichen, die auf Höhe der Eckert-Schulen wieder in die Kreisstraße R 21 einmündet. Foto: Norgall
n Richtung Hauzenstein müssen Autofahrer von der B 15 aus über die Bayernstraße ausweichen, die auf Höhe der Eckert-Schulen wieder in die Kreisstraße R 21 einmündet. Foto: Norgall

In der Sitzung stellte Hans-Peter Heindl, Sachgebietsleiter Tiefbau im Landratsamt, die Baumaßnahme kurz vor. Um das Gewerbegebiet an die Autobahn anzubinden nannte Heindl den geplanten Kreisverkehr „die ideale Lösung“. Wie wichtig die Maßnahme sei, zeige die Tatsache, dass die vorläufigen Zahlen der jüngsten Verkehrszählung wiederum wachsenden Verkehr auf der R 21 zeigten. Waren es 2010 im Bereich der Autobahnauffahrt noch 8000 Fahrzeuge pro Tag und immerhin noch 4000 im weiteren Verlauf der Kreisstraße nach den Eckertschulen, so waren es bei der jüngsten Zählung über 11 000 Fahrten. Allein in der Benzstraße ist von 600 Fahrten pro Tag, davon die Hälfte Schwerlastverkehr, auszugehen.

Idealerweise, sagte Heindl, wolle das Tiefbauamt während der Bauphase eine temporäre Behelfszufahrt von der Benzstraße direkt zur B 15 bauen, um die Baustelle zu umgehen. Verhandlungen des Liegenschaftsamts mit dem Grundstückseigentümer brachten bisher jedoch noch keinen Erfolg.

„Unter Vollsperrung wird die Bauzeit kürzer und es kann wirtschaftlicher gebaut werden.“

Hans-Peter Heindl, Sachgebietsleiter Tiefbau im Landratsamt

Mit seinem Durchmesser von 38 Metern bewegt sich der Kreisverkehr größenmäßig an der „oberen Grenze“ sagt Heindl. Mit einer Fahrbahnbreite von 4,50 Metern sei der Kreisverkehr so ausgelegt, dass ihn auch die extra langen Gigaliner, mit denen ein Feldversuch läuft, befahren könnten. An der Abfahrt von der B 15 zur R 21 soll eine zusätzliche Rechtsabbiegespur gebaut werden, damit Rechtsabbieger nicht durch den Kreisverkehr fahren müssten. Für Fußgänger ist ein Fußweg, inklusive Querungshilfen, entlang des Kreisverkehrs vorgesehen. Für die Baumaßnahme gab Hans-Peter Heindl eine Bauzeit von rund fünf Monaten, eventuell auch kürzer, an.

Während des Baus der Rampe von der B 85 zur Kreisstraße, der geplanten Behelfszufahrt zur B 15, der Gehwege und der Abbiegespur sowie der Umbaumaßnahmen in der Benzstraße, kündigte Heindl an, könne der Verkehr durch die Baustelle geleitet werden. Für alle übrigen Arbeiten plädierte er für die Dauer von zwei bis drei Monaten für eine Vollsperrung des betroffenen Straßenabschnitts. Unter Vollsperrung, so Heindl, ließe sich schneller und wirtschaftlicher bauen.

Autofahrer die von der Regenstaufer Ortsdurchfahrt aus während der Bauphase zur Autobahnauffahrt Regenstauf wollen, müssten bei einer Vollsperrung beim Gewerbegebiet Süd in die Dr.-Pfannestielstraße abbiegen, um so zum Autobahnzubringer auf die R 21 zu kommen. Foto: Norgall
Autofahrer die von der Regenstaufer Ortsdurchfahrt aus während der Bauphase zur Autobahnauffahrt Regenstauf wollen, müssten bei einer Vollsperrung beim Gewerbegebiet Süd in die Dr.-Pfannestielstraße abbiegen, um so zum Autobahnzubringer auf die R 21 zu kommen. Foto: Norgall

Bei einer Vollsperrung müssten Autofahrer, die aus Regenstauf ortsauswärts unterwegs sind, bis zur Einmündung in die Dr. Pfannenstielstraße fahren und von dort zur Kreisstraße und zur Autobahnauffahrt. Autofahrer, die in Richtung Eckertschulen oder Hauzenstein wollten, würden von der B 15 aus über die Bayernstraße auf die Kreisstraße gelangen.

„Wenn wir den ganzen Eckert-Verkehr durch Regenstauf durchleiten, sind wir für zwei Stunde lahngelegt.“

Marktrat Fritz Dechant

Während sowohl CSU, SPD und Freie Wähler im Marktrat den Bau des Kreisverkehrs begrüßten, drängten sowohl Fritz Dechant (CSU) als auch Fred Wiegand (SPD) darauf, die Notwendigkeit einer Vollsperrung zu überprüfen. Dechant prognostizierte: „Wenn wir den ganzen Eckert-Verkehr durch Regenstauf durchleiten, sind wir für zwei Stunde lahngelegt.“ Wie Wiegand plädierte auch Dechant dafür, zumindest den PKW-Verkehr an der Baustelle vorbeizuleiten.

Für Heindl wäre die Baumaßnahme ohne zeitweilige Vollsperrung und stattdessen mit einer Ampellösung ein „Wahnsinn“. Die Arbeiter müssten dann jeweils warten, bis der Verkehr abgeflossen sei, bevor sie weiterarbeiten könnten. Gerade bei der Neuverlegung der Versorgungsleitungen, die den künftigen Kreisverkehr kreuzen, sei eine Vollsperrung notwendig. Eine Baustelle, in der ohne Vollsperrung gearbeitet werden müsse, könnte für Bauunternehmen, die sich derzeit die Aufträge aussuchen können, nicht attraktiv sei.

Absprachen sind notwendig

Bürgermeister Siegfried Böhringer und Bauamtsleiter Reinhold Viehbacher an der künftigen Baustelle. Archiv-Foto: Norgall
Bürgermeister Siegfried Böhringer und Bauamtsleiter Reinhold Viehbacher an der künftigen Baustelle. Archiv-Foto: Norgall

Hans-Peter Heindl kündigte an, dass man sich vor der Bauphase noch zusammensetzen werde, um die genaue Vorgehensweise zu klären. Zum einen gelte es dabei zu klären, ob es die Behelfsausfahrt zur B 15 geben wird, zum anderen müssen der Bau des Kreisverkehrs und der Umbau der Ortsdurchfahrt, der auch für diesen Sommer geplant ist, zeitlich aufeinander abgestimmt werden. Wie bereits im Vorfeld betont wurde, will man gleichzeitige Baumaßnahmen umgehen, um dadurch nicht Staus an beiden Ortsenden zu produzieren.

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Verkehr wird umgeleitet

  • Verkehrsführung:

    Autofahrer, die von der Regenstaufer Ortsdurchfahrt aus während der Bauphase zur Autobahnauffahrt Regenstauf wollen, müssten bei einer Vollsperrung beim Gewerbegebiet in die Dr.-Pfannestielstraße abbiegen, um so zum Autobahnzubringer auf die R 21 zu kommen.

  • Umweg:

    In Richtung Hauzenstein müssten Autofahrer von der B 15 aus über die Bayernstraße ausweichen, die auf Höhe der Eckert-Schulen wieder in die Kreisstraße R 21 einmündet.

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