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Freizeit

Alles dreht sich um die Käfer

Ein Wörther Verein organisiert ein Treffen, das vom 1. bis 3. Juni über die Bühne geht. Ein Gefährt wird sogar verlost.
Von Walter Schiessl

  • Die Wörther Käferfreunde bereiten das 28. Treffen im Gschwelltal vor. Fotos: Peter Luft

Wörth.Nach dem Käfertreffen ist vor dem Käfertreffen. „Wir haben den Termin für unser 28. Meeting schon festgelegt“, lässt Martin Scherm wissen. Er gehört zum Team um Peter Fischer, der den lockeren Zusammenschluss von Liebhabern des legendären VW-Käfers seit 2005 führt. Den Club, der seinen Sitz in Wörth hat, gibt es seit 1987. Das Treffen geht heuer vom 1. bis 3. Juni über die Bühne.

Alle Mitglieder sind vom „Käferfieber“ massiv infiziert. Das habe einen irgendwann mal erfasst und lasse einen dann auch nie wieder los, merkte Peter Fischer an. Der 52-jährige Bedienstete des Straßenbauamts in Regensburg hat das Kommando zwar in Händen, er lässt aber auch gleich wissen, dass die Käferfreunde aus einem Super-Team bestehen, von dem jeder Mitglied genau wisse, was es zu tun habe. „So können wir gewährleisten, dass bei unseren Treffen alles wie am Schnürchen funktioniert“, lacht der erste Mann des Autoclubs, der es aber nicht auf moderne Gefährte abgesehen hat.

Beste Möglichkeiten gefunden

Gut 90 Frauen und Männer gehören den Wörther Käferfreunden an. „Bei uns ist jeder willkommen“, sagt Peter Fischer, egal, ob er Bauarbeiter, Fabrikdirektor, Verkäufer oder Automechaniker sei. Die Vielfalt sei auch gleich das Geheimnis des Clubs. Jeder könne sich mit dem Anderen unterhalten, ganz ohne Standesdünkel oder Allüren. Meist begännen die Gespräche mit Details rund um den VW-Käfer, sie würden aber dann schnell in andere Bereiche abdriften, sagt der Vorsitzende, dessen Ehefrau Elisabeth und dessen Töchter Verena und Julia ebenfalls im Verein tatkräftig mitarbeiten.

Das erste Käfertreffen wurde in Wörth 1990 abgehalten. „Wir kamen auf das ideale Gelände im Gschwelltal“, sagt Peter Fischer. Denn dort bestanden Möglichkeiten zum Campen, für das Festzelt und für das Drumherum“, erzählt Fischer, zudem störe man dort auch keinen, also klar, dass die Käferfreunde sich dort von da an alle Jahre wieder trafen. Zu den Events rücken inzwischen VW-Liebhaber aus ganz Europa an.

Schon vor dem Treffen sind viele der Wörther Käferfreunde auf Tour quer durch die Republik. „Käfertreffen gibt es in ganz Deutschland, aber auch in Österreich, der Schweiz oder den Niederlanden“, sagt der Chef. Seine Mitglieder steuern in den Sommermonaten – sobald es ihre Zeit zulässt – die Events an. Natürlich seien schon viele Freundschaften geschlossen und auch private Kontakte geknüpft worden, die dann auch gepflegt werden, wie Peter Fischer anmerkt. Die Mund-zu-Mund-Propaganda funktionier längst bestens, so dass sich die Wörther über einen mangelnden Zustrom keine Gedanken mehr machen müssen. „Das läuft einfach auf Gegenseitigkeit“, sagt der Vorsitzende, man besuche Treffen der Anderen und diese kämen dann nach Wörth. „Das Wiedersehen ist jedes Mal sehr schön“, sagt Elisabeth Fischer.

Da werde dann über eigene Abenteuer berichtet, man bekomme Tipps für das Erhalten von Ersatzteilen oder zeige mit Stolz den eigenen aufgemotzten VW-Käfer, der 1970 in Europa zum letzten Mal vom Band gelaufen war. „Aber die Kübelkäfer sind noch top in Schuss“, bewertet Peter Fischer den Zustand der Wägen, von denen im Juni 300 im Wörther Gschwelltal erwartet werden. Wahre Augenweiden stünden dann in Reih und Glied, was natürlich auch immer toll aussehe, wie die Organisatoren-Crew bemerke.

Detaillierte Vorbereitungen

Ein Team von gut zehn Mann ist derzeit schon dabei, einen VW Käfer, den Peter Fischer aus dem Internet orderte, auf Vordermann zu bringen. Dieses Gefährt wird perfekt hergerichtet und schließlich durch den TÜV gefahren, um es dann beim Treffen verlosen zu können.

Um den VW-Liebhabern wieder viele Schmankerl bieten zu können, werde in den Tagen vor dem 1. Juni ein Festzelt aufgestellt, in dem am Freitag dann abends Mr. Six Volt mit seinen Freunden aufspiele. Den ganzen Tag über werden die Käfer aus vielen Regionen und Ländern eintreffen, ehe es dann am Samstag mit einem Frühstück, einem Mittagessen mit Grillschmankerln und Kaffee und Kuchen fortgesetzt würde. Das traditionelle Käferziehen werde wieder einer der Höhepunkte sein. Ab 19.30 Uhr wird dann eine Boxenstoppgaudi im Zelt steigen.

Am Sonntag stünden dann die Pokalverleihung und eine Käferverlosung auf dem Programm, ehe nach dem Mittagessen das gegenseitige Verabschieden und die Abreise erfolgen. „Aber natürlich gibt es in den nächsten Wochen noch viel für uns zu tun“, erklärt Peter Fischer, der sich in der heißen Phase vor dem Event dann mindestens alle zwei Wochen mit den Mitgliedern treffen wird, um die Arbeiten einzuteilen und Mitteilungen zu erhalten, ob die Vorbereitungen planmäßig verlaufen oder wo es hake.

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