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„Alte Burg“ wird wirklich alt

Die Donaustaufer Schützen schauen schon auf den 100. Geburtstag. Davor tritt der verdiente Schützenmeister ab.
Von Petra Schmid

Sie halten der Schützengesellschaft „Alte Burg“ Donaustauf seit Jahrzehnten die Treue und wurden dafür ausgezeichnet. Foto: Schmid
Sie halten der Schützengesellschaft „Alte Burg“ Donaustauf seit Jahrzehnten die Treue und wurden dafür ausgezeichnet. Foto: Schmid

Donaustauf.Auf Tradition wird bei der Schützengesellschaft „Alte Burg“, die in drei Jahren ihren 100. Geburtstag feiert, viel Wert gelegt. Auch, was das Schützenmeisteramt betrifft, setzen die Schützen auf Bewährtes. Seit zehn Jahren steht Wolfgang Götzfried als Schützenmeister an der Spitze des Schießsportvereins. Nun möchte der aber als Vereinschef abtreten. Angekündigt hatte er dies seinen Mitgliedern bereits in den vergangenen beiden Jahren. Beim Familienabend hatte er für die Mitglieder eine außergewöhnliche Überraschung parat – er krönte sich selbst zum König, da es ihm in den vergangenen Jahren nie gelungen war, die Königswürde zu erschießen. Er präsentierte sich, ausgestattet mit Mantel, Krone, Reichsapfel und Schwert.

Zuvor hatte er gleich zu Beginn hervorgehoben: „Heute ist mein letzter Vortrag bei Euch am Familienabend als erster Schützenmeister.“ Und weiter, dass sein erster Familienabend als Chef des Vereins, zehn Jahre her sei und dies zehn tolle Jahre gewesen seien.

Schießanlage wird umgerüstet

Beim Resümee über seine Amtszeit kam er auf die Jubiläumsfeier „90 Jahre Schützengesellschaft Alte Burg“ zu sprechen. Erwin Handler sei zum Ehrenschützenmeister und etliche Ehrenmitglieder seien in dieser Zeit ernannt worden. Man habe die Sportwaffen auf einen guten und aktuellen Stand gebracht, und veraltete Luftgewehre und die Luftpistole habe man ausgetauscht. Erfreulich sei es, dass das vor einigen Jahren eingeführte Eltern-Kind-Schießen immer wieder neue Mitglieder gebracht habe. Götzfried und seine Kollegen im Schützenmeisteramt wollen für den Nachfolger ein bestelltes Feld übergeben. Denn derzeit kann man die Schießstände auf eine elektronische Anlage umrüsten. Den entsprechenden Antrag stellten die Schützen bereits bei der Marktgemeinde, die mehrheitlich grünes Licht gegeben habe.

Wie viele der Mitglieder wissen würden, sei er gesundheitlich etwas angeschlagen und stehe deshalb für eine Wiederwahl als erster oder zweiter Schützenmeister nicht mehr zur Verfügung, erklärte er nochmals. Als Nachfolger habe sich ein toller Schütze bereiterklärt, wer, wolle er aber vor der Generalversammlung am 23. März um 19.30 Uhr in der Sportgaststätte noch nicht verraten, betonte der Schützenmeister.

Ein Donaustaufer übernimmt

Nun solle ein Neuer das Ruder übernehmen und es freue ihn, dass es wieder ein Donaustaufer sei, der die Führung der Schützengesellschaft übernehme, verriet Götzfried. Denn er selbst sei in den vergangenen Jahren immer zwischen Wenzenbach und Donaustauf gependelt. Gerne wolle er künftig das Schützenmeisteramt unterstützen und wenn es gewünscht sei, wolle er gerne ein Amt im Gesellschaftsausschuss übernehmen, stellte Götzfried in Aussicht.

Quasi zum Abschied äußerte Götzfried einige Wünsche: Zum einen appellierte er, dass sich Schützen für die Ausbildung zur Trainerlizenz zur Verfügung stellen sollten. Auch weitere Personen zur Standaufsicht seien notwendig, bat er. Die Gesellschaft brauche das Ehrenamt dringender denn je. Jeder könne ein Ehrenamt übernehmen, dazu brauche es nur manchmal ein wenig Mut, warb der Schützenmeister unter den Mitgliedern.

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