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Dienstag, 17. Juli 2018 30° 3

Lesung

Andreas Dick transportiert die Freude

Der Wenzenbacher Autor stellt sein viertes Buch vor. Darin erzählt er von Dingen und Erlebnissen aus der Heimat.

Andreas Dick bei einer Autorenlesung Foto: Strasser
Andreas Dick bei einer Autorenlesung Foto: Strasser

Wenzenbach.Nicht immer, was der Volksmund in die Welt trägt, stimmt. „Alle guten Dinge sind drei“ ist so ein Spruch. Im Falle des bairischen Mundartautors Andreas Dick aus Wenzenbach ist das nicht ganz richtig, denn nach seinen drei erfolgreichen Büchern „A jeds von uns“, „Bhoit ‚s Glück a weng bei dia“ und „Wohin dei Weg di führt“ stellt er nun sein viertes Werk der Öffentlichkeit vor. „Wos i dia wünsch“ heißt es.

Andreas Dick ist keiner, der den inzwischen fast schon Salonfähigen Pessimismus vor sich herträgt, vielmehr transportiert er in seinen Alltagsgeschichten die Freude am Leben mit Wärme, feinem Humor und Optimismus. Als Geschmacksträger bedient sich Dick dabei beim menschlichen Miteinander, erzählt in Hochsprache aus seinen Erlebnissen als Nachhilfelehrer, blickt in den Spiegel der Heimat.

Anrührig sind die Anekdoten, die von den beiden Kindern des Autors handeln. Dass seine Tochter Juliane diverse Hotelzimmer im Wert von über 20.000 Euro mühselig stornieren musste, weil der Autor wahllos im Internet buchte und dabei völlig den Überblick verlor, ist nur eine von vielen netten Episoden. Aber auch Nachdenkliches, Trauriges, Schmerzliches findet sich in dem neuen Buch, doch stets verwandelt sich Resignation und Trostlosigkeit in Zuversicht. Wunderschön und zugleich tröstend das Gedicht „Du bist ned alloa“: Aa wenn du moanst, dei Wejt bricht zsamm, und ‚s Leben verliert sein Sinn – so nimm de Hand, de dia wer reicht, und schöpf draus neie Kraft ... Gerade die feinsinnigen Mundartgedichte, die Andreas Dick auf Lesungen stimmungsvoll vorträgt, gehen unter die Haut, laden zum Dahinschweifen und Mitphilosophieren ein und zeigen, wie reich an Bildern und einfühlsam unser bairischer Dialekt ist. Rührig das Gedicht „Da Hochzeitsdoog“, ermutigend „Du bist vui stärker, ois du glaubst“ oder bissig-ironisch „So lästig wia a Laus“. Wos i dia wünsch ist – auch zuletzt wegen der beeindruckenden Farbfotos - ein Wohlfühlbuch, das Freude, Glück, Hoffnung schenkt. (msr)

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