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Mittwoch, 25. April 2018 22° 3

Projekt

Ausbau der Hauptstraße früher möglich

Der Ausbau der Hauptstraße in Schönach brennt den Bürgern auf den Nägeln. Sie wollen nicht auf die Dorferneuerung warten

Mötzing.In der jüngsten Gemeinderatssitzung wurden die Anregungen aus den sehr gut besuchten Bürgerversammlungen in allen Gemeindeteilen diskutiert. Während es in Mötzing und Dengling nur kleinere Maßnahmen wie Verkehrsspiegel, zu hohe Hecken oder ein neuer Ballfangzaun waren, ging es in Schönach um den lange geforderten Ausbau der Hauptstraße. In der letzten Sitzung des Gemeinderats wurde beratschlagt, ob 2019 oder erst im Zuge der geplanten Dorferneuerung, voraussichtlich 2020, gebaut werden soll. Die Bürger waren eindeutig für den früheren Beginn. Allerdings betonten einige Anlieger, dass sie keine Straßenausbaubeiträge bezahlen würden. Bürgermeister Reinhard Knott vertrat in der Sitzung die Meinung, dass der Ausbau der Hauptstraße vorrangig von der Gemeinde durchgeführt werden sollte. Bei einem Termin mit Peter Schmucker vom Amt für Ländliche Entwicklung zeigte dieser auf, dass sich durch die gesunkene Finanzkraft der Gemeinde der Fördersatz für die Dorferneuerung von 49 Prozent auf 58 Prozent erhöht. Dies führt dazu, dass sich die Restkosten der Gemeinde für das Projekt von bisher 628 000 Euro auf 517 000 Euro verringern würden. Schmucker schlug auch vor, einen Antrag auf vorzeitigen Baubeginn zu stellen. Der Gemeinderat stimmte zu.

Ein ebenso häufig diskutiertes Thema war der Breitbandausbau, der strukturelle Probleme aufwerfe. Dadurch, dass die Gemeinden oft kein gleichwertiger Gesprächspartner der überregionalen Anbieter seien, wurde in der Bürgermeisterkonferenz die Gründung einer Gigabitgesellschaft vorgeschlagen. Der Gemeinderat stimmte hier mit einer Gegenstimme dem Eintritt in die noch zu gründende Gesellschaft zu.

Auch die Mobilfunkanbindung soll verbessert werden. Die Telekom plane im Bereich Mötzing einen Standort für eine Mobilfunkanlage. Zwar können auch dann nicht alle Ortsteile ausreichend versorgt werden, es gäbe aber zumindest eine Verbesserung. Die Gemeinde wird der Telekom in diesem Zusammenhang Grundstücke anbieten. Der Strom in der Gemeinde Mötzing soll auch weiterhin vom Energieversorger Heider kommen. Vorausgesetzt, dass der gleiche Preis wie in der Strombündelausschreibung angeboten werden kann. (ltg)

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