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KÖFERING

AZV stellte Gesamtentwässerungsplan vor

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Der AZV will beim Straßenbau in Vorleistung gehen. Foto: Eder
Der AZV will beim Straßenbau in Vorleistung gehen. Foto: Eder

KÖFERING.Den Gesamtentwässerungsplan des Abwasserzweckverbandes Pfattertal (AZV) im Speziellen für die Gemeinde Köfering mit der Hydraulik des Kanalnetzes, Schmutzfrachtberechnung und Rückhaltung stellte AZV-Geschäftsführer Christian Geusch vor. Im Plan sind alle aktuellen Einleiter sowie die Vorschau mit eventuellen künftigen Bau- und Gewerbegebieten der nächsten zwei Jahrzehnte enthalten. Erster Bürgermeister Armin Dirschl betonte dabei, dass er alles angegeben habe, was einmal sein könnte.

Für Geusch steht der Ist-Zustand mit den Flächen und Anlagen, die ins Kanalnetz entwässern sowie die im Netz verbauten und betriebenen Sonderbauwerke, der Schmutzwasserabfluss und die damit verbundene Verschmutzung im Vordergrund. Die bundeseinheitliche Hydraulikberechnung legt ein zweijähriges Regenereignis zugrunde. Hier wird ein Starkregen mit Austritt durch Überstau auf die Straßenoberflächen, wenn der Wasserspiegel höher als die Schachtdeckel ist, angenommen. Das Ergebnis besage, dass ein Sanierungsbedarf mit Schwerpunkten in Köfering und Alteglofsheim bestehe. Im Bereich der Weinberg- und Lindenstraße könnte beim zweijährigen Regenereignis Wasser austreten. Die Anwohner haben hier Austritte bestätigt, so der Geschäftsführer. Dabei unterstrich er, dass die Unterlieger keinen Nachteil haben. Die Niederschlagsableitung soll 150 l/Sek. pro Hektar betragen. Dieses kann durch den Bau von kostspieligen Regenrückhaltebecken von 150 Kubikmeter oder Querschnittsvergrößerung der Kanalrohre geschehen. Wirtschaftlichkeitsberechnungen stehen dem augenblicklich entgegen. Beim geplanten Straßenbau und Sanierungsmaßnahmen will der AZV in Vorleistung treten, um sich größere Baukosten zu sparen. Dirschl sagte: „Geplante Fahrbahndeckensanierungen sind auf 2020 verschoben worden, damit wir und der AZV Zeit für Detailplanungen haben.“

In der Buchenstraße, so Geusch, erfolge der Abschlag des Niederschlagswassers in Pfatter. Gefunden wurde bei den Untersuchungen eine Störungsstelle. Ein 30 Zentimeter dickes Rohr querte den Kanal und verursachte Rückstau. Ein weiterer Schwachpunkt ist ein Kanal von 250 Millimetern, der unter der Halle im Grundstück Estermann verläuft. (lje)

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