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Donnerstag, 19. April 2018 26° 1

Politik

Barbing sagt ja zu Gewerbegebiet

Das interkommunale Projekt mit Mintraching wird auch den Kreisbauhof beherbergen. Die Friedhöfe sollen Urnenstelen erhalten.
Von Tino Lex

  • Im „Interkommunalen Gewerbegebiet Mintraching/Barbing“ siedelte bereits der ADAC an. Jetzt kommen mit der Großbäckerei Schifferl sowie dem Bauhof des Landkreises zwei weitere Bauwillige hinzu. Im Barbinger Gemeinderat wurde das Thema erörtert. Foto: Lex
  • Die Friedhöfe der Gemeinde sollen Urnenstelen erhalten. Foto: Lex

Barbing.Es war wieder ein langer Abend, den der Barbinger Gemeinderat sowie ein paar Gäste im Sitzungssaal erlebten. 20 Tagesordnungspunkte standen auf der Agenda des Gremiums und darunter waren nicht nur einfache Bauanträge, sondern ziemlich komplexe Themen wie die Aufstellung des Bebauungsplans des „Interkommunalen Gewerbegebiets Mintraching/Barbing“ oder die Änderung des Flächennutzungsplans und Aufstellung des Bebauungsplans „Friesheim Mitte“.

Vorgestellt wurden die einzelnen Einwände und Stellungnahmen von den Behörden von Alexandra Gernoth vom Ingenieurbüro Bartsch aus Sinzing. Sie legte dem Gemeinderat Abwägungsvorschläge sowie Beschlussvorschläge vor, über die im Gesamtpaket abgestimmt wurde. Das Gremium fasste in beiden Fällen einen einstimmigen Beschluss. Ebenso wurden die Bebauungspläne beschlossen wie auch (im Falle Friesheim Mitte) der Beschluss zur Änderung des Flächennutzungsplans.

Abwasser führt zu Einwand

Beim „Interkommunalen Gewerbegebiet Mintraching/Barbing“ (Autobahn A3, Ausfahrt Rosenhof) erläuterte Gernoth unter anderem die Einwände der Verwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft des Zweckverbands zur Abwasserbeseitigung Pfattertal (VBA). „Bei der geplanten Produktionsstätte der Bäckerei Schifferl fällt jedoch Schmutzwasser an, das in der Zusammensetzung als auch in der Menge nicht mehr dem häuslichen Abwasser entspricht. Dies kann zu hydraulischen und verfahrenstechnischen Problemen in dem nachgelagerten Kanalnetz und den Pumpstationen führen“, lauteten die Bedenken der VBA. Hier schlug das Ingenieurbüro Folgendes vor: „Es wird zur Kenntnis genommen, dass eine Einleitung von Schmutzwasser in den Kanal prinzipiell möglich ist, aber je nach Art des Bauvorhabens eventuell zusätzliche Maßnahmen zu zur Abwasserreinigung erforderlich werden.“ Trotz solcher Bedenken billigte der Barbinger Gemeinderat den vom Büro Bartsch ausgearbeiteten Entwurf des Interkommunalen Gewerbegebiets Mintraching/Barbing inklusive Begründung und Umweltbericht.

Gemeinderat in Kürze

  • Gefahr:

    Die Gemeinde Barbing weist darauf hin, dass durch den Einsatz von Belüftungsgeräten in der Rinsen (Sarching) der östliche Teil des Gewässers bzw. der Eisfläche gesperrt ist. Durch das Umwälzen des Wassers bei den Belüftungsgeräten wird keine tragfähige Eisschicht entstehen, Es besteht Lebensgefahr.

  • Gemeindearchiv:

    Es wurde eine Satzung zur Erhebung von Gebühren für die Benutzung des Gemeindearchivs Barbing erlassen. Ebenso wurde eine Satzung für Aufgaben und Benutzung des Gemeindearchivs erlassen.

  • Häckselplätze:

    Als wichtigste Erkenntnis aus den Bürgerversammlungen wurde eine Absturzsicherung für die Häckselplätze genannt.

  • Parken:

    Entlang der Bischof-Michael-Sailer-Straße parken regelmäßig Wohnmobile und Wohnanhänger. Gemeinderat Hajo Klotz schlug vor, den Parkplatz östlich „Am Hölzl“ wieder als Parkplatz für diese Fahrzeuge zuzulassen, mit der Einschränkung, dass nur ortsansässige Fahrzeuge dort stehen dürfen und dies durch einen Hinweis, der von der Gemeinde Barbing ausgestellt wird, sichtbar im Fahrzeug hinterlegt werden muss.

  • Vermögen:

    Derzeit wird das Vermögen der Gemeinde erfasst. Dabei hilft ein Experte der Firma „in.kom“, der alle 14 Tage ins Barbinger Rathaus kommt. Die gesamte Erfassung des Vermögens der Gemeinde wird rund vier Jahre in Anspruch nehmen, schätzt der Experte. (xtl)

Die Bauanträge in dieser Sitzung wurden bis auf einen durchgewunken. Das geplante Projekt, ein Vier-Familien-Wohnhaus im Haidauer Weg in Barbing, stieß auf die Ablehnung aller Gemeinderäte. „Zu groß“ und „Passt da nicht hinein“, lauteten die sich häufenden Argumente gegen dieses Haus für vier Familien und die dazugehörigen acht Stellplätze.

Vier-Familien-Haus abgelehnt

Bürgermeister Hans Thiel sah sich hier in der Zwickmühle: „Das ist ein schmaler Grat, auf dem wir uns hier bewegen. Zum einen möchten wir eine verdichtete Bebauung, weil wir dringend Wohnraum benötigen. Zum anderen wäre dies schon ein Projekt mit einer enormen Größe, das nicht unbedingt auf dieses Grundstück passt.“ Der Gemeinderat sprach sich geschlossen gegen die vorliegende Planung aus.

Um den Zeitraum 2020 bis 2022 ging es bei der Frage der Strombündelung-Ausschreibung für die kommunale Strombeschaffung. Einige Räte sprachen sich für reinen Ökostrom aus. Doch die Mehrheit (12:8) entschied sich für das bisherige Prozedere: Normalstrom mit dem zur Verfügung stehenden Anteil an Ökostrom.

Ein weiteres wichtiges Thema waren die Vorschläge für den Haushalt 2018. Neben dem Erwerb von Baugebieten, der Sanierung des Rathauses, des neuen Kindergartens sowie der Planung „Rathausumfeld“ und vielen anderen Themen standen die Friedhöfe der Großgemeinde im Mittelpunkt. Hier werden Urnenstelen errichtet. Man sollte gleich die Wege mitsanieren, meinten einige Räte. Ebenso solle die Sanierung des Sportheims des TV Barbing nicht vergessen werden. Für die Städtebauförderung 2018 erfolgte eine Bedarfsermittlung. Angedacht sind Planungen für das Rathausumfeld sowie für das Umfeld der Schule.

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