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Mittwoch, 26. September 2018 18° 1

Pentling

Baugebiet in Pentling kann kommen

Im Gebiet „An der Steinernen Bank“ kann die vorgesehene Wohnbebauung verwirklicht werden.

Wohnen statt Tennis heißt es bald An der Steinernen Bank.  Foto: Eder
Wohnen statt Tennis heißt es bald An der Steinernen Bank. Foto: Eder

Pentling.Der Gemeinderat fasste in seiner Sitzung kurz vor Pfingsten den Satzungsbeschluss. Wie schon während des gesamten Verfahrens hatte das Gremium auch diesmal unterschiedliche Ansichten zu dem Baugebiet, in dem auf dem Areal zwischen Studentenstadt, den Sportanlagen des TSV Großberg und dem bestehenden Gewerbegebiet um die hundert Wohneinheiten in Geschossbauweise errichtet werden sollen. Entsprechend viele Gegenstimmen gab es wieder, und der Satzungsbeschluss wurde mit 12:8 Stimmen gefasst.

Termin nicht eingehalten

Vor dem Beschluss wurden die Bedenken und Anregungen der Behörden behandelt. Eine deutliche Anregung ging dabei von der Gemeinde an das Landratsamt. Die Stellungnahme des Landratsamtes sei verspätet eingegangen, wie Geschäftsleiter Robert Griesbeck sagte. Die Gemeinde hätte sie deswegen nicht werten müssen. Man habe es aber trotzdem getan. Griesbeck monierte auch, dass sich das Amt teilweise selber widerspreche.

Auf der einen Seite werde gesagt, es sei gut, im Innenraum einer Ortschaft zu bauen. Auf der anderen Seite werde gefordert, das Vorhaben auf der grünen Wiese zu verwirklichen. Noch dazu an einer Stelle, von der die Regierung gesagt habe, hier solle der Grünzug erhalten bleiben, wie Bürgermeisterin Barbara Wilhelm anfügte.

Bruno Weigt (Grüne/Aktive) sagte, diese Fristenversäumung ärgere ihn sehr, denn was würde passieren, wenn die Gemeinde oder der Bürger eine Frist versäumen würde. Wilhelm teilte mit, dass auf der letzten Bürgermeisterkonferenz das Thema der Verspätung angesprochen worden sei. Es ginge ja nicht nur Pentling so. „Es wurde uns versichert, dass das demnächst pünktlich geht“, sagte Wilhelm. Auch das Thema Lärm wurde nochmals gestreift. Müssen die benachbarten Stockschützen eher aufhören, wollte Jürgen Neumüller (CSU) wissen. Um 22 Uhr beginnt wie immer die Nachtruhe, beschied Wilhelm.

Mehr Zuführung als geplant

Mit 16:4 Stimmen genehmigte der Rat auch den Durchführungsvertrag mit Bayern Wohnen für dieses Gebiet. Darin enthalten sei eine Klausel, dass zehn Prozent der entstehenden Wohnungen dem sozialen Wohnungsbau zuzuordnen seien. Kämmerer Christoph Limmer teilte mit, dass die Jahresrechnung 2017 abgeschlossen ist. Die Zuführung vom Verwaltungs- zum Vermögenshaushalt sei dabei um knapp 600 000 Euro höher ausgefallen als veranschlagt und in Summe auf 1,943 Millionen Euro gestiegen. Trotzdem sei eine Entnahme aus den Rücklagen in Höhe von 238 000 Euro notwendig gewesen. Die Rücklagen der Gemeinde seien damit auf knapp 931 000 Euro geschmolzen. Für das Baugebiet Grubweg II wurden die Erschließungsarbeiten vergeben. Sie werden mit 1,87 Millionen Euro zu Buche schlagen. Rund 15 000 Euro betragen die Mehrkosten, die für die notwendig gewordene Beton-Sanierung im Kinderhort anfallen. (lhl) 

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