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Beschluss

Bebauungsplan nicht geändert

Nittendorfer Markträte stimmen gegen eine Neuplanung. Grundstücksbesitzer könnten dadurch ihr Baurecht verlieren.
Paul Neuhoff

Die geplante Neuaufstellung des Bebauungsplanes „Domspatzenstraße“ zur Nachverdichtung des Gebiets verfolgt der Nittendorfer Marktrat nicht mehr. Grundeigentümer hätten ihr Baurecht aus dem gültigen Plan von 1990 an unbebauten Parzellen verlieren können. Foto: Paul Neuhoff
Die geplante Neuaufstellung des Bebauungsplanes „Domspatzenstraße“ zur Nachverdichtung des Gebiets verfolgt der Nittendorfer Marktrat nicht mehr. Grundeigentümer hätten ihr Baurecht aus dem gültigen Plan von 1990 an unbebauten Parzellen verlieren können. Foto: Paul Neuhoff

Nittendorf. Die jüngste Sitzung des Nittendorfer Marktrats begann mit einer Gedenkminute für Hans Lazarus, der vor kurzem verstarb. Zweiter Bürgermeister Josef Bauer würdigte das dreißigjährige Engagement des Verstorbenen im Marktrat.

Die Einstellung des Verfahrens zur Neuauflage des Bebauungsplanes für das Umfeld der Domspatzenstraße in Etterzhausen wurde von den Markträten befürwortet. Der alte Plan von 1990 sollte ursprünglich durch einen neuen ersetzt werden, der eine Nachverdichtung ermöglicht hätte. Dieser hätte eine Nachverdichtung in Wie Theresa Feuerer von der Verwaltung dem Gremium erklärte, hätten Gespräche beim Landratsamt ergeben, dass auf einzelnen Parzellen nicht mehr gebaut werden könnte, würde man den alten Plan aufheben. Auf manchen Flächen hätten sich im Laufe der Jahre erhaltenswerte Biotope entwickelt. Bleibe der alte Plan, so haben die Grundeigentümer ein Baurecht. Bei einem neuen Verfahren würde eine Neubewertung nach den tatsächlichen Gegebenheiten erfolgen. Dabei könnte sich im schlimmsten Fall sogar ein Baustopp für die Biotop- oder Waldparzellen ergeben. Das Gremium folgte dem Vorschlag der Verwaltung und stimmte geschlossen für die Einstellung des neuen Verfahrens.

Weitere Entscheidungen

  • Zuschuss:

    Der „Förderkreis Burgruine Loch“ erhält für ein von einem Fachmann erstelltes Gutachten zu einer möglichen, eingeschränkten touristischen Nutzung des Burggeländes einen Zuschuss in Höhe von 25 Prozent zu den veranschlagten Kosten für die Expertise.

  • Training:

    Der Sportverein darf den Bolzplatz für das Training nutzen, solange der Zugang zu den Sportanlagen im Penkertal nicht möglich ist.

  • Parkplätze:

    Unweit des Etterzhausener Bahnhofs sollen weitere Pendlerparkplätze geschaffen werden.

Da im letzten Herbst in Undorf und Nittendorf viele Konzerte und Liederabende innerhalb kurzer Zeit über die Bühne gingen, hatte der Kulturausschuss vorgeschlagen, das Rathauskonzert als Veranstaltung des Marktes in das Frühjahr zu verlegen. Mit der Gegenstimme von Joa Batista Panosso, der in der Vielfalt in kurzer Zeit keinen Nachteil sah, stimmten die Räte dem Vorschlag zu.

Zaun illegal errichtet

Durch einen illegalen Zaunbau in der Bahnhofstraße in Etterzhausen ist der Fahrweg des Pendlerbusses eingeschränkt. Der Bus muss nun auf Parkplätze für Pendler ausweichen. Foto: Neuhoff
Durch einen illegalen Zaunbau in der Bahnhofstraße in Etterzhausen ist der Fahrweg des Pendlerbusses eingeschränkt. Der Bus muss nun auf Parkplätze für Pendler ausweichen. Foto: Neuhoff

Markträtin Barbara Wegele informierte das Gremium, dass ein beim Bahnhof Etterzhausen illegal errichteter Zaun den Fahrweg für den Bus der Bahnhofslinie 68 einschränke. Es seien vier dringend notwendige Stellplätze für Pendlerautos weggefallen, weil der Bus wegen des Zauns bei der Kurvenfahrt auf diese Flächen ausweichen muss. Wegele forderte, auf die Beseitigung illegalen Bauwerks zu drängen.

Höhenprofil stimmt nicht

Im Neubaugebiet „Bauernfeld II“ bei Schönhofen entstehen schon die ersten Häuser. Der Bebauungsplan vom letzten Jahr muss aber geändert werden, weil sich größere Differenzen bei den Höhenkoten für die künftigen Gebäude ergeben haben. Foto: Neuhoff
Im Neubaugebiet „Bauernfeld II“ bei Schönhofen entstehen schon die ersten Häuser. Der Bebauungsplan vom letzten Jahr muss aber geändert werden, weil sich größere Differenzen bei den Höhenkoten für die künftigen Gebäude ergeben haben. Foto: Neuhoff

Für Kopfschütteln bei den Räten sorgte ein Nachtrag zur Tagesordnung. Der erst im letzten Jahr beschlossene Bebauungsplan „Bauernfeld II“ für das gleichnamige Neubaugebiet in Schönhofen muss flächendeckend geändert werden. Wie Josef Bauer und Theresa Feuerer erläuterten, habe sich im Zuge der rechtlichen Behandlung von ersten Bauvorhaben herausgestellt, dass die festgelegten Höhen für die Fußbodenoberkanten der neuen Häuser bis zu drei Meter von denen abweichen, die sich vor Ort tatsächlich ergeben. Das Landratsamt habe in einem Gespräch dargelegt, dass Bauvorhaben nur dann weiterhin im Freistellungsverfahren abgesegnet werden könnten, wenn der Bebauungsplan aktualisiert und in einem vereinfachten Verfahren geändert wird.

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