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Marktrat

Beratzhausen setzt auf Vertrauen

Der Wasserverbrauch in den Gärten und in den Stallungen wird nicht kontrolliert. Die Bürger sollen dadurch geschützt werden.

Wasserzähler werden in den Beratzhausener Gärten nicht installiert. Foto Hirschberger/dpa
Wasserzähler werden in den Beratzhausener Gärten nicht installiert. Foto Hirschberger/dpa

Beratzhausen.Garten- und Stallwasser-Zähler werden auch künftig nicht kontrolliert, beschloss der Marktrat in seiner Sitzung mit 12:5 Stimmen. Wie Josef Pilz (CSU) meinte, könne man freilich mehr kontrollieren, was aber höheren Personalaufwand bedeute. Obwohl Ludwig Scheuerer (CWV) die Ansicht vertrat, dass ohne Kontrolle dem Missbrauch „Tür und Tor geöffnet“ sei, setzt der Markt weiter auf Vertrauen.

Auch beim Nachweis für den Wasserverbrauch von Großvieh – festgelegt sind 16 Kubikmeter im Jahr – entschieden sich die Räte mit 17:2 Stimmen für die bisherige Regelung „ohne Nachweis“. Einig war sich das Gremium, dass für Garten- und Stall-Wasserzähler künftig eine „Bagatellgrenze“ vom 12 cbm/Jahr gelten soll. Wie Denise Feuerer aus der Finanzverwaltung betonte, schütze man damit Bürger, die sich eine Wasseruhr kaufen, obwohl sie nur drei bis vier Kubik Wasser vergießen. Als Information verwies Bürgermeister Meier auf die Zusage der Ostbayerischen Technischen Hochschule (OTH) Regensburg, dass demnächst eine Studentin die Pläne für den Hochwasserschutz im Markt ausarbeiten werde, was lediglich „ein paar hundert Euro“ kosten werde.

Abschließend erkundigte sich Gerhard Rinkes (SPD) nach dem aktuellen Stand beim Wiendlgelände. Dazu müsse der Marktrat einen Beschluss hinsichtlich Klage fassen, wusste Bürgermeister Meier. „Dann fassen wir doch einen Beschluss“, forderte Michael Eibl (UB) und wurde von Meier zurückgepfiffen: „Du warst heuer erst zweimal in der Sitzung!“ Das könne ja wohl nicht sein, kritisierte Georg Thaler (SPD) dieses Argument: „Ich muss mir die Wortmeldung doch nicht erdienen!“

Der Bürgermeister informierte, dass nun doch kein Pennymarkt in das leerstehende ehemalige Edeka-Gebäude komme, sei ein Gerücht, so Bürgermeister Konrad Meier (CSU). Nach Rücksprache mit dem Konzern „soll Penny bis Mitte des Jahres auftauchen“.

Das zur Volksfestzeit betriebene Weinzelt wird ausgeschrieben. Fest stünde indes eine 500-Euro-Abgabe an den Markt für Platz und Nebenkosten.

Michael Landfried (UB) wollte wissen, wann im Markt mit Bürgerversammlungen zu rechnen sei. „Nicht solange der Termin für die Abwasserbescheide ungeklärt ist“, antwortete Bürgermeister Meier. „Also heuer nicht mehr“, war ein Raunen aus dem Gremium zu hören. (lik)

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