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Mittwoch, 18. Juli 2018 29° 6

Kallmünz

Besucher strömen nach Kallmünz

Führung Foto: Georg Vielwerth
Führung Foto: Georg Vielwerth

Kallmünz.„Gratulation! Ein kleiner Ort veranstaltet eine große Ausstellung“. Begeisterte Kommentare im Gästebuch dankten dem Bergverein für die Ausstellung „Kallmünz mit den Augen der Maler – von Münter bis Miller“. Mehr als 3000 Besucher machten sich ein Bild vom Ort und den Bildern davon. Viele Besucher waren zum ersten Mal in Kallmünz.

Zu sehen waren Werke von bedeutenden Malern von 1901 bis heute. Ein besonderes Highlight der Ausstellung war ein Originalgemälde des in Österreich bekannten Malers Anton Lutz. Seine Gemälde kosten auf Auktionen auch mal mehr als 20 000 Euro. Er gastierte 1923 mit seinem Freund und Lehrer Constantin Gerhardinger in Kallmünz und malte ein Bild der Steinernen Brücke mit dem Rathaus, auf der Rückseite Bildes ist ein Akt in Weiß-Blau zu sehen. Weil der Künstler die Leinwand horizontal gedreht hatte, schwebt der Akt von der Decke.

Die Begeisterung der Besucher zeigte sich auch an der Resonanz der drei Abendveranstaltungen. Zu den Vorträgen über Gabriele Münter und Josef Georg Miller kamen auch viele Besucher aus Regensburg. Die Gegenüberstellung „Kallmünz einst und jetzt“ interessierte vor allem die Kallmünzer. „Das Haus war jedes Mal bis auf den letzten Platz besetzt“, kommentiert das Vorstandsmitglied Georg Vielwerth, der die Fotos für die Gegenüberstellung der Bilder machte und dafür sogar eine Drohne einsetzte. Bis auf zwei Leihgaben der Raiffeisenbank Hemau stammten alle Bilder aus privaten Haushalten, die meisten aus Kallmünz, aber auch aus Linz, München, Nürnberg und Regensburg wurden Bilder angeliefert. „Jetzt sind wir froh, dass alle Bilder wieder ohne Schaden zurück bei den Leihgebern sind“, berichtet der Kurator Martin Mayer.

Der Bergverein will neben den Stars eines Sommers – Kandinsky und Münter – auch die vielen anderen Maler in Kallmünz in Erinnerung rufen. Es gibt viele Bilder von Kallmünz von anderen Malern, die nicht vergessen werden dürfen. Die Ausstellung bot die Gelegenheit, der Vergangenheit und den Motiven für die Begeisterung der Maler für Kallmünz nachzuspüren.“

Auch bei dieser Ausstellung haben sich wieder Leute gemeldet, die Ansichten von Kallmünz haben. Nach Meinung der Ausstellungsmacher sollte die Wertschätzung des Ensembles von Kallmünz und seiner umgebenden Landschaft durch die Künstler Aufforderung sein, dieses behutsam zu gestalten.

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