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Landkreis
Freitag, 23. Februar 2018 4

Einsatz

Brand hielt Feuerwehr in Atem

Das Dach eines Hauses in Friesheim fing Feuer. Rund 100 Einsatzkräfte bekämpften die immer wieder aufflackernden Flammen.
Von Christof Seidl

Friesheim.Ein Großaufgebot an Feuerwehrkräften war am Freitag im Einsatz, um einen Großbrand in Friesheim zu bekämpfen. Gegen 12.30 Uhr alarmierten die Bewohner eines großen Zweifamilienhauses die Einsatzzentrale, dass das Dach ihres Hauses im Naßenharter Weg brannte.

Die gute Nachricht: Alle Bewohner, die sich zum Zeitpunkt des Brandausbruchs im Haus aufgehalten hatten, darunter eine Familie mit einem Kleinkind, konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen, niemand wurde verletzt. Die Streifenbesatzungen der Polizeiinspektion Neutraubling, die die Einsatzzentrale sofort nach der Alarmierung in den Barbinger Gemeindeteil beordert hatte, konnten in diesem Punkt schon bald Entwarnung geben.

Feuer breitete sich schnell aus

Großbrand in Friesheim

Anders sah es bei der Brandbekämpfung selbst aus. Obwohl die umliegenden Feuerwehren sehr schnell zur Stelle waren, wurde das Wohnhaus im Naßenharter Weg sehr stark in Mitleidenschaft gezogen. Das Feuer hatte sich innerhalb des Dachstuhls offenbar in rasendem Tempo ausgebreitet. Als die ersten Wehren eintrafen, schlugen die Flammen bereits aus dem Dach des Zweifamilienhauses, das mitten in Friesheim steht.

Die Einsatzkräfte organisierten binnen kurzer Zeit eine umfangreiche Löschwasserversorgung, dazu kamen die Drehleiterfahrzeuge der Feuerwehren Mintraching und Neutraubling. So konnte das freistehende Gebäude von praktisch allen Seiten mit Löschwasser eingedeckt werden. Vor Ort waren die Feuerwehren Friesheim, Sarching, Barbing, Illkofen, Eltheim, Auburg, Neutraubling, Mintraching, Donaustauf und Tegernheim im Einsatz. Dazu kamen vorsorglich hinzugezogene Rettungskräfte und Polizeibeamte. Insgesamt waren rund 100 Aktive in Friesheim eingebunden.

Video: Alexander Auer

Die Straßen rund um das brennende Gebäude waren komplett von Feuerwehrfahrzeugen belegt. Überall lagen Feuerwehrschläuche, im Garten des Brandanwesens stand das Löschwasser zentimeterhoch auf der Wiese. Um mit der Drehleiter manövrieren zu können, mussten teilweise hohe Sträucher und kleinere Bäume am Gartenrand beschnitten werden. Auch einen Holzzaun mussten die Einsatzkräfte entfernen.

Die Feuerwehr bekämpfte von der Drehleiter aus die Flammen. Foto: Christof Seidl

Trotz dieses Großaufgebots dauerte es mehrere Stunden, bis die Einsatzkräfte den Brand endgültig unter Kontrolle hatten. Immer wieder flackerten Flammen im Bereich der Dachgauben und der Giebelfenster des Dachstuhls auf. Die Feuerwehrleute trugen deshalb unter anderem von den Drehleitern aus Dachziegel ab, um besser an die Brandherde im Inneren des Dachs zu gelangen. Die Löscharbeiten zogen sich den ganzen Nachmittag hin.

Ist das Gebäude noch zu retten?

Die Feuerwehr bekämpfte von der Drehleiter aus die Flammen. Foto: Christof Seidl

Noch während die Feuerwehren im Einsatz waren, wurde klar, dass das große Gebäude durch den Brand sehr schwer beschädigt worden ist. Die Polizei gab die Schadenshöhe nach ersten Schätzungen vor Ort mit mindestens 200000 Euro an. Ob oder wann das Haus wieder bewohnbar sein wird, könne derzeit noch nicht gesagt werden, hieß es im Bericht des Polizeipräsidiums Oberpfalz. Feuerwehrleute vor Ort teilten diese Skepsis. Es sei gut möglich, dass das Haus für einen Wiederaufbau zu stark beschädigt worden ist, meinten einige.

RUNd 100 Einsatkräfte waren im Einsatz. Foto: Christof Seidl

Unklar ist bisher, wie das Feuer im Dachstuhl des Hauses ausgebrochen ist. Beamte der Kriminalpolizeiinspektion Regensburg haben ihre ersten Ermittlungen bereits am Freitagnachmittag aufgenommen. Die Brandfahnder der Polizei werden das Gebäude erst am heutigen Samstag in Augenschein nehmen können, um nach der genauen Ursache zu suchen. Und erst dann wird eine genauere Einschätzung der Brandursache möglich sein.

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