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Kommunen

BRK warb um Kindergarten

Die Gemeinde Brunn sucht einen Träger für die neue Kindertageseinrichtung. Das Rote Kreuz hat wohl gute Chancen.
Von Manfred W. Kox

  • Der Kindergarten in Eglsee stößt an seine Kapazitätsgrenzen. Jetzt stellte sich das BRK als möglicher Träger einer zweiten Einrichtung vor. Fotos: Kox
  • Ein möglicher Standort wäre beim Bolzplatz in Frauenberg.

Brunn.Das Vorhaben, einen neuen Kindergarten zu bauen, beschäftigt die Gemeinderäte schon seit einiger Zeit. Natürlich soll alles gut überlegt und geplant werden, damit es später den Kindern zugutekommt. Dazu gehört auch, einen geeigneten Betreiber zu finden, der mit der notwendigen Erfahrung und der personellen Ausstattung einen reibungslosen Betrieb gewährleistet.

Um sich über die Möglichkeiten zu informieren hatte man den Referatsleiter Sozialarbeit im Bayerischen Roten Kreuz, Hans Schrödinger, eingeladen, der aus seiner Erfahrung die Möglichkeiten aufzeigte, die seine Organisation als Träger der Einrichtung bieten kann. Allein drei Kindergärten, darunter auch eine Waldgruppe, werden vom BRK in der näheren Umgebung betreut.

Als Betriebsträger möchte man Dienstleister für Kommunen sein oder als freier Träger mit einem qualifizierten und anerkannten Team Kindertageseinrichtungen unterhalten. Dabei ist man stets Partner der Kunden, wie Eltern, Kinder und Jugendliche.

Durch Synergieeffekte kann das BRK einen reibungslosen Betrieb gewährleisten, da personelle Probleme kurzfristig lösbar sind. Auch die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen und der inhaltlichen Vorgaben werden von den Mitarbeitern gewährleistet. Weil das BRK tarifgebundene Anstellungsverträge und seinen Mitarbeitern besondere soziale Leistungen bietet, ist es als Arbeitgeber sehr beliebt.

Waldgruppe ist angedacht

Das Wohl der Kinder steht bei allen Überlegungen im Vordergrund. Deshalb möchte man auch möglichst früh eingebunden werden, da man Bauherren und Architekten aus den vorliegenden Erfahrungen mit gutem Rat zur Seite stehen möchte, besonders wie im vorliegenden Fall, wenn eine Waldgruppe angedacht ist.

Den Kindern möchte man wichtige Fähigkeiten vermitteln wie Sozialverhalten, Ausdrucksfähigkeit, schöpferische Kreativität, Interesse an Natur und Technik, gesunde Lebensweise und Achtung und Toleranz gegenüber Mitmenschen. Über einen Elternbeirat werden die Interessen abgestimmt und in Entwicklungsgesprächen die Eltern über die Fortschritte ihres Kindes informiert. Das BRK selbst schult seine Mitarbeiter durch Leitungs- und Mitarbeitergespräche, durch fachliche Beratung und Fort- und Weiterbildungen.

Zu den Kosten sagte Schrödinger, dass man immer bestrebt ist, kostendeckend zu arbeiten. Flexible Verwaltungskosten und pauschale zentrale Abrechnungen entlasten die Organisation. Bürgermeister Karl Söllner bedankte sich für die Ausführungen, die eine gute Grundlage für weitere Überlegungen im Gemeinderat bilden werden.

Weniger Schlüsselzuweisungen

Die Schlüsselzuweisung für die Gemeinde ist in diesem Jahr gegenüber dem Vorjahr um 125 000 Euro (= ca. 25%) niedriger ausgefallen. Verständlich ist das für den Bürgermeister nicht, da die Gemeinde in den Kennzahlen keine eklatanten Abweichungen zum Vorjahr feststellen kann. Grundlage der Berechnung sind Einwohnerentwicklung, Kindergartenplätze und Steuerkraft. Der Ausfall des Betrages führt dazu, dass der Haushaltsplan nochmals überarbeitet werden muss. Eingeplante Vorhaben wurden bereits ausgesetzt. Nachdem alle Positionen neu zusammengestellt sind, wird die Beratung im nächsten Monat erfolgen.

Mit einer Übersicht über die straßenrechtliche Einteilung öffentlicher Straßen bekamen die Gemeinderäte einen Überblick über Straßenklassen und die entsprechenden Träger der Straßenbaulast. Damit konnte sie eine bessere Bewertung der Beschlüsse zur Widmung von gemeindlichen Wegen treffen. Die Einzelheiten werden im Rathaus ausgelegt.

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