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Verkehr

Brücke ist ab Samstag gesperrt

Bei der Donauüberquerung bei Geisling werden Rollenlager ausgetauscht. Die Sperrung dauert zwei Wochen lang.
Von Hans Biederer

In den Osterferien ist die Donaubrücke bei Geisling gesperrt, Rollenlager müssen erneuert werden. Fotos: Biederer
In den Osterferien ist die Donaubrücke bei Geisling gesperrt, Rollenlager müssen erneuert werden. Fotos: Biederer

Wörth.Am Samstag, 24. März, beginnt die Sperrung der wichtigsten Donauquerung der Staatsstraße 2146 im östlichen Landkreis. Zwei Wochen lang, bis in die Abendstunden am Sonntag, 8. April, werden dringend erforderliche Sanierungsmaßnahmen an den Brückenrolllagern durchgeführt. Fahrzeugführer müssen in dieser Zeit weiträumige Umfahrungen in Kauf nehmen, um zwischen Pfatter und Wörth beziehungsweise dem Vorwald pendeln zu können.

Die nächstgelegenen Querungsmöglichkeiten der Donau befinden sich im Westen erst auf der Staatsstraße 2145 bei Donaustauf oder im Osten über die Staustufe bei Kagers vor Straubing. „Die Umleitungsstrecken werden hierfür deutlich ausgeschildert“, informierte Christina Rieger, die Projektleiterin Brückenbau im Staatlichen Bauamt Regensburg.

Die Ersatzteile fehlten

Der Wörther Polizeichef Josef Schweiger sieht notwendige Einsätze sichergestellt.
Der Wörther Polizeichef Josef Schweiger sieht notwendige Einsätze sichergestellt.

Eigentlich sollten die Sanierungsmaßnahmen schon im vergangenen Herbst durchgeführt werden. Der Grund der zeitlichen Verzögerung lag darin, dass der bauausführenden Firma die Ersatzteile nicht zur Verfügung standen. „Die Herstellung und Lieferung der neuen Rollenlager, die als Einzelfertigungen im Nachbau hergestellt werden müssen, hat sich seitens der Zulieferfirma stark verzögert, sodass der Austausch erst jetzt erfolgen kann“, klärte die Projektleiterin auf.

Der Austausch der Lager kann nur unter Vollsperrung erfolgen und muss in einem Zug durchgeführt werden. Abstimmungsgespräche erfolgten bereits mit den Gemeinden Wörth, Pfatter und Wiesent sowie mit der Polizei und der Integrierten Leitstelle. Wegen des sechsspurigen Ausbaus der A3 zwischen den Anschlussstellen Rosenhof und dem Autobahnkreuz Regensburg wurde die Autobahndirektion Südbayern in diese Planungen mit einbezogen. Auf Wunsch der Gemeinde Pfatter und der Stadt Wörth wurde dieser Zeitraum gezielt gewählt, damit der Schulbusverkehr nicht betroffen ist. „Der Busverkehr ist minutengenau getaktet und aufeinander abgestimmt“, erläuterte Bürgermeister Jürgen Koch.

Brücke muss an drei Achsen angehoben werden

Wie von der Behördenleitung des Staatlichen Bauamts zu erfahren war, konnten bisher bereits alle Lager ertüchtigt werden, bei denen nicht in den Verkehr eingegriffen werden musste. Nun geht es an den Austausch der alten Rollenlager, die durch neue ersetzt werden müssen. Während dieser Sanierungen ist es nicht möglich, den Verkehr einspurig über die 1964 erbaute 522 lange Brücke zu leiten. „Die Brücke muss dabei an drei Achsen angehoben werden“, informierte Christina Rieger.

Ausweichstrecken

  • Umfahrung über Donaustauf (Variante West):

    Die Umleitung führt ab dem Kreisverkehr bei Wiesent auf der Staatsstraße 2125 über Kruckenberg und Bach in Richtung Donaustauf und von dort auf der Staatsstraße 2125 in Richtung Barbing. An der Einmündung zur Staatsstraße 2660 geht es links und weiter auf der Bundesstraße 8 nach Straubing. Analog in der Gegenrichtung.

  • Umfahrung über Kagers/Straubing (Variante Ost):

    Die Umleitungsstrecke führt ab dem Kreisverkehr bei Wiesent auf der Staatsstraße 2125 in Richtung Wörth und weiter bei Kirchroth rechts Richtung Straubing. Unmittelbar nach der Querung der Staustufe geht es rechts nach Atting auf die Bundesstraße 8. Im weiteren Verlauf rechts in Richtung Regensburg. Analog in der Gegenrichtung.

Von der Sperrung sehr stark betroffen sein wird die Polizeiinspektion Wörth, die einen Großteil ihres Dienstbereichs südlich der Donau hat. „Die Einsatzbereitschaft ist jedoch gesichert. Benachbarte Dienststellen werden uns im Eilfall unterstützen. Die Einsatzkoordination erfolgt durch die Einsatzzentrale im Polizeipräsidium“, kann der Dienststellenleiter, Erster Polizeihauptkommissar Josef Schweiger, zusichern. Ähnlich verhält es sich beim Rettungsdienst. Hubert Pauly, der stellvertretende Leiter der Integrierten Leitstelle bei der Berufsfeuerwehr Regensburg, berichtete auf Nachfrage unseres Medienhauses, dass die Fahrzeuge des Rettungsdienstes ja nicht grundsätzlich von Wörth aus in den südlichen Landkreis fahren. „Es wird immer das nächstgelegene Fahrzeug disponiert“, erklärte er.

Kosten: 300000 Euro

Wie Baudirektor Alexander Bonfig, Bereichsleiter Straßenbau beim Staatlichen Bauamt Regensburg, vorab klarstellte, handelt es sich bei dieser Maßnahme nicht um die Sanierung der ganzen Brücke. Die Kosten dafür würden über zehn Millionen Euro betragen. Für die aktuelle Erneuerung der Rolllager, die zur Wiederherstellung der Verkehrssicherheit führt, fallen Kosten in Höhe von 300000 Euro an.

Mit dem Neubau einer Brücke ist frühestens im Jahr 2020 zu rechnen. Auch vor diesem Hintergrund seien diese Zwischenmaßnahmen zur Aufrechterhaltung der Standsicherheit der Brücke erforderlich geworden. Für einen Neubau der Brücke wird derzeit mit 21 Millionen Euro gerechnet.

Ob die Fahrzeugführer der offiziellen Umleitungsempfehlung folgen, bleibe ihnen überlassen, so die Behörde. Denn neben den ausgeschilderten Umleitungen steht es ihnen frei, auch die Autobahn als Umfahrung zu nutzen. Sowohl die Verkehrspolizeiinspektion Regensburg als auch die Polizeidienststellen Wörth und Neutraubling hoffen, dass in der Zeit der Brückensperrung keine Autobahnausleitung in diesem Streckenabschnitt erforderlich wird.

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