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Landkreis
Sonntag, 22. Juli 2018 24° 5

Auszeichnung

Brunn hat neuen Ehrenbürger

Beim Neujahrsempfang wurde Altbürgermeister Karl Spangler gewürdigt. Sein Nachfolger lobte auch die Brunner Bevölkerung.
Von Manfred W. Kox

  • Bürgermeister Karl Söllner (l.) hielt nicht nur die Neujahrsansprache, er verlieh Karl Spangler zusammen mit seinem Stellvertreter Gottfried Scheid (r.) auch die Ehrenbürgerwürde. Fotos: lox
  • Das Brunner Wappen, das von Spangler initiiert wurde. Foto: lox

Brunn.Wieder einmal bewiesen die Brunner, wie sehr sie am Gemeindeleben interessiert sind. Zum Neujahrsempfang war der Saal beim Plank-Wirt gut gefüllt, und die drei Bürgermeister Karl Söllner, Gottfried Scheid und Roland Hutter hatten alle Hände voll zu tun, die zahlreichen Gäste zu begrüßen. Mit dabei waren Pfarrer Alois Hausmann, die Vertreter des Gemeinderats, der Vereine, des Frauenbundes, der Stammtische des Kindergartens und des Gewerbedreiecks.

Söllner freute sich, ihnen allen Dank sagen zu können, sorgten sie mit ihrem Engagement doch dafür, dass das Leben in Brunn so attraktiv sei. Ohne die Ehrenamtlichen wäre das nicht möglich, und der Gemeinderat honoriert den Einsatz mit möglichst großer Unterstützung, damit die Kluft zum Leben in der Stadt nicht größer werde.

Aufgelockert wurde die Veranstaltung durch die Blasmusik Frauenberg, geleitet von Bernhard Wein und unter Mitwirkung des 80-jährigen Anton Sinzinger, der der Kapelle schon seit 66 Jahren angehört.

Der Bürgermeister blickte in seiner Ansprache nach vorn. Viel gebe es zu tun, und die Aufgaben würden nicht kleiner. Als nächste Maßnahmen stünden die Anschaffung eines neuen Feuerwehrfahrzeugs für Frauenberg und die dortige Dorferneuerung an, für die noch detaillierte Planungen notwendig seien. Ein neuer Kindergarten werde gebraucht, die Standortfrage und die Größe müssten überlegt werden.

Neue Baugebiete kommen

Die Seniorenpolitik werde immer wichtiger, der Beauftragte Hans Feuerer sei bereits in die Planungen im Landkreis eingebunden und bringe immer neue Anregungen mit. Gerne aber nehme die Gemeinde auch Ideen von Bürgern auf, um sie in künftige Entwicklungen einzubauen. Die Verbindungsstraße nach Eglsee müsse ertüchtigt werden. Auch der Hochweg brauche einen Ausbau, der evtl. in Teilabschnitten erfolgen werde. Dazu würden die Anlieger rechtzeitig informiert. Im Gewerbegebiet seien inzwischen ca. 100 Arbeitsplätze geschaffen worden. Die weitere Entwicklung sei noch nicht abzusehen, Baugebiete seien auszuweisen, wobei Frauenberg, Brunn und Münchsried vorgesehen seien.

Der Klimawandel habe auch in Brunn zu Starkregenschäden geführt. Für künftige Ausnahmefälle müsse vorgesorgt werden. Dazu seien eingehende Untersuchungen erforderlich. Die Breitbandversorgung sei auch für die Entwicklung Brunns unverzichtbar. Die Nutzung des Internets etwa bei der Telemedizin werde für Bürger aller Altersgruppen notwendig. Die derzeitig laufende Widmung der Ortsstraßen solle klare Strukturen im Ort schaffen.

Zuletzt wies Söllner noch auf die Bedeutung der Demokratie in Europa hin. Er verwies darauf, dass Deutschland neun Nachbarstaaten habe und somit an einem funktionierenden gemeinsamen Europa interessiert sein müsse. Europa habe dem Kontinent den längsten Frieden beschert und brauche gegenüber der Welt die Unterstützung aller, denn der Anteil der EU an der Weltbevölkerung sinke ständig. Auch dabei werden wieder ehrenamtliche Helfer gebraucht, die das Gemeinwesen voranbringen. Fast 30 Millionen sind derzeit aktiv.

Höchste Auszeichnung verliehen

Die Ehrenbürgerwürde ist die höchste Auszeichnung, die die Gemeinde vergeben kann. Nach 18 Jahren hat der Gemeinderat nun einstimmig beschlossen, diesen Titel Karl Spangler zu verleihen. Spangler war 22 Jahre Bürgermeister in Brunn. In dieser Zeit hat er die Gemeinde durch schwierigste Phasen gesteuert, wie die Regelung der Abwasserfrage, die Auswirkungen des Autobahnbaus und des Schallschutzes, den Kindergartenbau, die Aufstellung der Feuerwehr, den Bau von Straßen und die Ausweisung von sieben Baugebieten. In seiner Amtszeit wuchs Brunn von 800 auf 1300 Einwohner und als bleibendes Vermächtnis sorgte er für ein Ortswappen.

Der frisch gebackene Ehrenbürger bedankte sich für die Anerkennung seiner Arbeit und überreichte dem Kindergarten als Spende Gutscheine für ein großes Holzpferd und einen Bagger für den Sandkasten.

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