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Spass

Bühnenzauber für die Jugend

Erstmals veranstaltet Neutraubling ein Festival nur für junge Leute. Am Sonntag geht es am Seegelände und im Wasser rund.
Von Michael Jaumann

  • Rodscha aus Kambodscha und Tom Palme sind für den Sonntag gebucht – bei Regen notfalls in der Stadthalle. Archivfoto: rtm
  • Stefanie Scharf vom Jugendtreff hat das Einladungsplakat entworfen. Foto: Jaumann

Neutraubling.Kein Fest soll zur erstarrten Routine werden. Die Bürger – groß und klein – sollen sich stets auf die Veranstaltungen der Stadt freuen können, ist der Anspruch von Bürgermeister Heinz Kiechle und Kulturbeauftragter Angelika Achter. Darum hat sich die Stadt für heuer etwas völlig Neues einfallen lassen. Ein Fest rund um den See nur für die Jugend zum Nulltarif. Die Stadt und viele Vereine und Organisationen sorgen am Sonntag auf vier Bühnen und 25 Ständen für Vergnügen.

Zwischen Volksfest, Bürgerfest und Kulturfest wurde bisher abgewechselt. Und zwischen dem Seegelände als Schauplatz für Volksfest und Kulturfest und den „historischen“ Straßen der jungen Stadt für das wieder auferstandene Bürgerfest. Das Kulturfest, das heuer an der Reihe wäre, sei in Gefahr geraten, als Routineveranstaltung aufgefasst zu werden, fürchtet der Bürgermeister.

Überraschend gute Resonanz

Deswegen sollte das Fest mit einem anderen Akzent versehen werden. Bei Musik und Tanz, Spiel und Sport, Zauberei, Theater und Clownerie sollen am Sonntag von 11 bis 18 Uhr die Kinder und die Jugendlichen im Mittelpunkt stehen. Sogar das Einladungsplakat und die Flyer, die allerorten auf die Veranstaltung aufmerksam machen, stammen aus dem Umfeld der Jugend. Stefanie Scharf, eine der vier Sozialpädagogen im Jugendtreff und künstlerisch vorbelastet, war für die Gestaltung zuständig. Scharf hat einen ganz anderen Zugang zur Jugend der Stadt und bietet mit ihrem Namen schon Gewähr, dass auch die nicht organisierte Jugend zum Seegelände findet.

In das Geschehen auf den Bühnen und den weiteren Aktionsorten am See sind die Vereine mit Bedacht eingebunden. Bürgermeister Kiechle verbindet damit einen Hintergedanken. „Wer selber keine Jugendarbeit betreibt, kann seine Arbeit vorstellen“, erklärt Kiechle. Und für den einen oder anderen Verein könnten sich zudem Anreize ergeben, in eine andere Richtung umzudenken.

„Wir waren überrascht von der Resonanz“, freut sich Kulturbeauftragte Achter. Sogar aus Regensburg hätten sich Interessierte gemeldet, etwa der Parkourverein und die Boulderwelt, die ihren Sport zum Schnuppern vorstellen, oder der „Fluch der Karibik“- -Fanclub, der zum Kostümieren einlädt. „Und trotz Ramadan machen auch die Türken mit“, freut sich der Bürgermeister über die Teilnahme der großen Bevölkerungsgruppe in der Stadt der vielen Nationen.

Ob Minigolf oder Instrumentenbasteln, Bobbycar-Parcours oder Wertstoffbasteln, Instrumentenzirkel oder Torwandschießen, Hüpfburg oder Dosenwerfen, Papierschöpfen oder Graffiti-Workshop mit Sozialpädagogin Scharf – praktisch alle der an den Ständen angebotenen Aktionen laden zum Mitmachen ein. Das ist auch Absicht, denn Kinder sollen sich bewegen, ist der Anspruch des Bürgermeisters.

Rodscha spielt auch bei Regen

Zuhören und zugucken, wie sich andere bewegen, kann man dagegen an den vier Bühnen, von denen eine ein Zirkuszelt der CSU ist. Auf allen vier Bühnen wird stündlich wechselndes Programm zeitgleich geboten, so dass man nach einem Rundgang um das Seegelände schon wieder auf neues Programm stößt. Bekannt und beliebt ist er von vielen Festen – und so wird der lauschige evangelische Kirchgarten wieder Zentrum der Rockmusiker sein.

Bürgermeister Kiechle und Angelika Achter versprechen für Sonntag jede Menge Spaß. Foto: Jaumann
Bürgermeister Kiechle und Angelika Achter versprechen für Sonntag jede Menge Spaß. Foto: Jaumann

Während das Fest abgesagt werden dürfte, sollte es Hund und Katz regnen, so wird es zwei Auftritte auf jeden Fall auch geben: Dann weichen Geraldino und die Plomster sowie Rodscha aus Kambodscha und Tom Palme eben in die Stadthalle aus. Die Stadt stelle den Rahmen und trage die Kosten des Kinder- und Jugendfests, berichtet der Bürgermeister. Die Vereine sorgten an ihren Ständen für das Angebot und würden von der Stadt unterstützt. Eine Spende von 2500 Euro des Rewag-Kulturfonds an die Stadt solle ebenfalls den Vereinen zugutekommen. Alle Aktivitäten seien für die Kinder und Jugendlichen umsonst, erklärt der Bürgermeister.

Wenn der Sommertag am See gefällt, dann kann man sich gleich das nächste Highlight am Wasser vormerken. Während des Regensburger Jazzweekends lässt sich ein Abstecher zur Neutraublinger Seebühne machen. Dort wird von 20. bis 22. Juli abends feiner Jazz geboten. Die Bands dazu kommen bis aus Stockholm.

Vier Auftrittsorte

  • Bühnen:

    Auf vier Bühnen gibt es Musik, Theater, Zauberei und Bewegung: Bühne A läuft unter dem Motto „Rock in Church“, Bühne B als Musikbühne, Bühne C als Sport- und Tanzbühne und Bühne D als Zirkuszelt.

  • Angebote:

    An 25 weiteren Orten bieten Vereine und Initiativen Angebote für Kinder. Im See selbst kann man Kanu fahren und natürlich baden.

  • Zeit:

    Von 11 bis 18 Uhr sind die Angebote zu nutzen. Sollte das Wetter unbeständig sein, kann man sich auf der Homepage der Stadt über eine eventuelle Absage informieren.

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