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Dienstag, 25. September 2018 15° 1

Verkehr

Bürger fordern Ausbau der Radwege

Immer mehr Pendler steigen aufs Rad um: Der „Bürgertreff Westliches Umland Regenstauf“ organisierte eine Ortsbesichtigung.

Rund 40 Bürger trafen sich am „Zuckermantel“. Foto: Bucher
Rund 40 Bürger trafen sich am „Zuckermantel“. Foto: Bucher

Regenstauf.Der „Bürgertreff Westliches Umland Regenstauf“ veranstaltete zeitgleich mit dem Erscheinen des Artikels „ÖDP fordert Ausbau der Radwege“ (die MZ berichtete) am viel frequentierten Parkplatz an der Kreisstraße R18 zwischen Stettwies und Holz (am sogenannten Zuckermantel) eine Ortsbesichtigung mit dem Bundestagsabgeordneten Peter Aumer und den Regenstaufer Bürgermeistern Siegfried Böhringer und Josef Schindler. Mit dabei waren auch 2. Bürgermeister Willi Dongus aus Zeitlarn, Dr. Klaus Wörle als Vorsitzender des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) und rund 40 Bürger aus Steinsberg, Eitlbrunn und Loch. Es ging dabei um die Radverkehrsplanung nach Regensburg und Regenstauf. Der Bürgertreff plant dazu eine Arbeitsgruppe zu bilden.

Kaum ÖPNV-Angebote

Laut Anita Michel vom Bürgertreff gibt es keine Radwege bis Stettwies und auch an der R 21 in Richtung Regenstauf. „Da unsere Gemeindeteile infrastrukturmäßig ausbluten, und es nur spärliche und sonntags sogar gar keine ÖPNV-Angebote nach Regenstauf gibt, sind wir immer öfter auf das Rad angewiesen“, erklärte Michel. Diese Möglichkeit könne man jedoch auch schlecht nutzen, da diese Strecken mit dichten Verkehrsaufkommen für Radfahrer lebensgefährlich seien. Auch wolle man auf dem Weg zur Arbeit – meistens in Regensburg – möglichst die kürzeste Route nutzen. Marktrat Christian Engl schlug als Alternative einen Ausbau bestehender Wege im Wald über Holz nach Aschach vor, da der Brennpunkt die viel befahrene Straße über den Zuckermantel sei.

„Da unsere Gemeindeteile infrastrukturmäßig ausbluten, und es nur spärliche und sonntags sogar gar keine ÖPNV-Angebote nach Regenstauf gibt, sind wir immer öfter auf das Rad angewiesen.“

Anita Michel

MdB Peter Aumer erklärte, dass beim Neubau von Kreisstraßen Radwege vorausschauend gleich mit eingeplant würden. Zu den Problemen des Bürgertreffs bot er einen Termin bei Landrätin Tanja Schweiger an und bat auch um Lösungsvorschläge aus der Bevölkerung. Bürgermeister Böhringer gab bekannt, dass bei der Sanierung der Kreisstraße durch Eitlbrunn im nächsten Jahr ab dem neuen Feuerwehrhaus definitiv ein Radweg bis zum Abzweig der R18 zur R21 mitgebaut wird. Geplant sei noch eine Weiterführung Richtung Grub. Dabei bat er um die Unterstützung der Grundbesitzer. Einen Antrag für einen Radweg über Kühthal hätten die Regenstaufer Kreisräte schon vor Jahren gestellt.

Pendlerrouten werden immer wichtiger

Dr. Wörle betonte, dass der Schwerpunkt in den letzten 20 Jahren auf den touristischen und durchaus gut ausgebauten Radwegen lag. Doch habe sich der Fahrradverkehr verlagert auf die Pendlerrouten, die immer wichtiger würden. Mit den E-Bikes sei auch die Bereitschaft gestiegen, aufs Rad umzusteigen. Für die Arbeitsgruppe sagte er seitens des ADFC und auch im Namen des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) seine Unterstützung zu. (lmb)

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