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Politik

CSU Illkofen will zurück zu alter Stärke

Bürgermeister Thiel erinnerte an frühere Mehrheitsverhältnisse im Gemeinderat. Der Ortsverband ehrte seine treuen Mitglieder.
Von Tino Lex

Bürgermeister Hans Thiel (links) und Ortsvorsitzender Oliver Schlösser (Dritter von links) mit den langjährigen Mitgliedern Foto: Tino Lex

Illkofen.„Die Sitzung war vorbei im Nu, wir waren bei der CSU.“ Nein, so schnell wie es Pfarrer Stefan Wissel zu Beginn der Jahresversammlung augenzwinkernd in die Runde warf, war die Sitzung des Ortsverbands, der derzeit 47 Mitglieder vorweisen kann, nicht vorbei. 15 Mitglieder hatten es geschafft, in das Gasthaus Geser zu kommen, um dem Jahresbericht ihres Vorsitzenden Oliver Schlösser zu lauschen. Doch davor gaben der Schriftführer Martin Seidl sowie Kassier Thomas Pickl ihre Berichte ab.

Der Altersdurchschnitt liege bei 55 Jahren, das ist nicht gerade wenig. Hier muss sich der Ortsverband etwas einfallen lassen und bei den Jüngeren nachfragen, ob nicht vielleicht Interesse bestehe. Wie kann man bei Jüngeren punkten? Klar mit einer vernünftigen Internetverbindung in jedem Ortsteil. Schlösser ist stinksauer. Der Bauunternehmer hatte letzte Woche den Fall, dass drei Tage lang sein Internet überhaupt nicht funktionierte. „Ich habe ein kleines Unternehmen mit rund 30 Mitarbeitern. Aber dass ich drei Tage lang von meinen Kunden völlig abgeschnitten bin, geht überhaupt nicht. Ich denke über eine Standortverlagerung nach, sollte es nicht schnell eine Besserung geben.“

Diese scheint in Sicht, da die Telekom das neue kleine Baugebiet in Friesheim mit Glasfaser erschließen wird. „Da das Kabel anscheinend direkt an der Hauptstraße vorbeiführen wird, wollen mindesten 130 weitere Mitbürger auch an dieses Netz angeschlossen werden. Sie haben sich in einer Unterschriftenaktion dazu bekannt, die jetzt der Telekom übergeben werden soll – initiiert von der CSU.“

Die andauernden Diskussionen um die geplanten Flutpolder entlang der Donau im Gemeindegebiet sorgen für immer mehr Unmut. „Wir hören immer irgendwelche Hinhalte-Taktiken der Politiker aus München. Ich kann bald nicht mehr. Das ist zermürbend“, sagte Schlösser. Dies war das Stichwort für Bürgermeister Hans Thiel: „Klar ist das zermürbend, aber da müssen wir dranbleiben.“ Thiel schwörte die CSU Mitglieder auf den kommenden Landtagswahlkampf ein und stellte die Situation in Barbing plakativ an den Pranger. 2008 hatte die CSU noch 82 Prozent aller Gemeinderatsmitglieder gestellt – also vor zehn Jahren. Jetzt seien es knapp über 50 Prozent. Diese einstmalige große Vorherrschaft wolle man sich 2020 wieder zurückholen und der erste Schritt dazu sei ein gutes Ergebnis bei der Landtagswahl 2018. Hierzu wurden einige Aktionen angekündigt.

Dann schritten Vorstand und Bürgermeister zur Mitgliederehrung. 45 Jahre bei der CSU ist mittlerweile Albert Hammerschmid. Er wurde zusammen mit weiteren treuen Mitgliedern geehrt. Als Delegierte für die Europawahl wurden gewählt: Hans Thiel, Sebastian Seidl, Martin Seidl, Oliver Schlösser, Ersatzdelegierte sind Thomas Pickl, Michaela Hammerschmid, Wilhelm Michl, Manuela Thiel.

Die Geehrten

  • Für 45 Jahre:

    Albert Hammerschmid und Georg Kastenmeier

  • Für 25 Jahre:

    Anja Simmel

  • Für 20 Jahre:

    Wilhelm Michl, Albert Michl und Thomas Sonnauer

  • Für 15 Jahre:

    Karl Reichl (xtl)

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