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Vereine

Das 150. Jubiläum steht bevor

Die Feuerwehr hat viel Nachholbedarf. Die Schutzkleidung muss erneuert werden. Und das Gerätehaus ist nicht mehr zeitgemäß.
Von Helmut Pomplun

Die Feuerwehr zeichnete bei der Jahresversammlung viele Mitglieder aus. Der Vorsitzende Josef Baldauf (links stehend) und Bürgermeister Konrad Meier (links sitzend) gratulierten. Foto: Pomplun

Beratzhausen. Die Freiwillige Feuerwehr des Marktes holt tief Luft für ein großes Ereignis. Im Juli 2020 wird die Wehr ihr 150-jähriges Bestehen feiern. Dafür wurde nun in der Hauptversammlung ein Festausschuss gegründet. Außerdem steht der Start einer Kinder-Feuerwehr zur Debatte. Vorsitzender Josef Baldauf freute sich außerdem über 71 Neuaufnahmen, davon 54 Frauen. Damit hat die Wehr derzeit 415 Mitglieder, davon sind 71 weiblich. Das ist ein Zuwachs von 62 Mitgliedern gegenüber dem Vorjahr.

Nach Berichten von Jugendwart Tobias Winter, Kassier Martin Scheuerer und Kassenprüfer Manfred Beer erstattete Kommandant Stefan Kalb erstmals seinen Jahresbericht. 48 Aktive (fünf  mehr als im Vorjahr) leisteten 80 Einsätze: 17 Brandeinsätze (drei Großbrände), 40-mal technische Hilfeleistungen, 14 sonstige Tätigkeiten und neun Sicherheitswachen. Ausführlichst erklärte der neue Wehrführer was, wo und wie lange von seinen Männern geleistet wurde – auch bei Übungen und Ausbildung.

Ein Neubau ist fällig

Kalb sprach auch die Finanzen an: Die Schutzkleidung sei 20 Jahre alt und abgetragen, der Atemschutz müsse vermutlich total erneuert werden, mit dem Laster HLF 20 gebe es permanent Probleme, im „Drehleiter-Drama“ sei gegen den Verkäufer Strafantrag gestellt worden und das Gerätehaus Falkenstraße sei nicht mehr zeitgemäß: „40 Jahre ist so gut wie nix gemacht worden“, sagte er. Man habe drei vergleichbare Häuser besichtigt mit dem Fazit: „Ein neues ist nötig.“ Bürgermeister Konrad Meier bestätigte in seinem Grußwort: „Ja, es wird auf einen Neubau hinauslaufen.“ Für Schutzanzüge werde man schon nächstes Jahr „viel Geld in die Hand nehmen“.

Vereinschef Baldauf äußerte die Bitte, weiterhin für die Wehr zu werben. Denn die Feuerwehr müsste eigentlich der größte Verein in einem Ort sein, forderte der Vorsitzende: „Der stärkste ist es in jedem Fall, wenn man die Wichtigkeit, den Nutzen und die Effektivität in Betracht zieht.“

Das Jahresprogramm für 2018 wird beim Tag der offenen Tür am 22. April im Gerätehaus vorgestellt. Geplant ist dazu bereits die Präsentation einer Kindergruppe im Alter von sechs bis zwölf Jahren – genannt „Die Löschbären“. Im Landkreis gebe es bereits 19 Kindergruppen, berichtete Baldauf.

Langjährige Mitglieder geehrt

Einen Konflikt gab es vor der Abstimmung über die Neufassung der Vereinssatzung, wo es heißt: „Vereinsmitglieder werden ab dem 75. Geburtstag durch den Verein in angemessener Weise geehrt.“ Vier ältere Herren sahen darin die Gefahr, der Vorstand lade die Jubilare nur einmal im Jahr „zum Kaffee-Kränzchen für alle – wie beim Katholischen Frauenbund“.

Schließlich wurden langjährige Mitglieder geehrt: für 70 Jahre Xaver Bäumer; für 50 Jahre Alois Braun, Johann Jochum sen., Karl Richter, Alois Schönenberger, Georg Thaler, Wolfgang Thaler, Konrad Alkofer; für 40 Jahre Richard Mainzer, Axel Reinsch, Peter Schneider, Stephan Deibl, Johann Ferstl, Josef Kohnhäuser jun., Otto Markgraf jun., Andreas Niebler, Alfred Paulus, Josef Paulus, Werner Schneider; für 25 Jahre Herbert Gabriel, Dieter Kitzler, Herbert Graf, Klaus Beer.

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