MyMz
Anzeige

Jubiläum

Das Fest war ein Meisterschuss

Die „Klosterschützen“ feierten ihr 50-jähriges Bestehen. „Gut geplant und gut gefeiert“ lobten die Gäste.
Von Resi Beiderbeck

  • Der Jubelverein beim Festzug, angeführt von den „Vorwaidlern“ und beklatscht von den Gästen. Fotos Beiderbeck
  • Fertig zur Bänderverleihung

Frauenzell.Gut gelaunt und festlich gestimmt feierten die „Klosterschützen“ mit vielen Gästen ihr 50-jähriges Bestehen. Hübsch herausgeputzt hatten sich nicht nur Honoratioren, Prominenz und Festdamen, sondern auch das Dorf selber. Fahnen und Fähnchen, Blumenschmuck und überall der Duft blühender Lindenbäume – die Rahmenbedingungen stimmten. Das erstklassige Wetter mit viel Sonnenschein, aber ohne drückende Gluthitze, ließen sich Schirmherr Martin Heuschneider und Ehrenschirmherr Josef Zierer sen. gerne als ihr Verdienst anrechnen.

Schon am Freitag zum Auftakt gab man den „Klosterschützen“ sehr zahlreich die Ehre. Weil der Tod zum Leben gehört wie die Trauer zur Freude und die Gegenwart zur Erinnerung führte der erste Weg zur Gottesmutter in die ehemalige Benediktinerabteikirche „Mariä Himmelfahrt“. Das Gotteshaus war schon beim Totengedenken mit Diakon Johann Emmerl total überfüllt.

Choräle von mächtiger Dynamik

Festleiter Sigfried Lehner und Schützenmeister Anton Lehner erinnerten an die verstorbenen Mitglieder, insbesondere jene der letzten zehn Jahre. Zu ihrem Gedenken wurden Kerzen entzündet. War eben noch flotte Marschmusik erklungen, so intonierten die famosen „Vorwaidler“ jetzt getragene Choräle von mächtiger Dynamik. Die gerieten in der großartigen Akustik des Gotteshauses so kraftvoll, dass sich die richtige Stimmung von selber einstellte. „Schee is gwen, a richtige Gänshaut hob i ghabt“, brachte ein Schütze das Erlebte auf den Punkt.

Noch imposanter war natürlich am Sonntag der Festgottesdienst, als 40 Vereine ihre Fahnen rund um den Altar aufstellten. Die Wörther Stadtkapelle beeindruckte mit gekonnter Umrahmung der Messfeier. Ein kürzlich beim Feuerwehrfest in Wörth erstmals praktizierter Modus gefiel dem Festausschuss so gut, dass er dieses „Modell“ sogleich übernahm und die Bändersegnung in die Fürbitten integrierte. Pfarrer Jürgen Lehnen segnete die restaurierte Fahne und die Fahnenbänder, bevor sie von Veronika Faltermeier, Patrizia Himmelstoß, Selina Bauer, Festmutter Anita Lehrer und Festbraut Andrea Schlecht an die Fahne geheftet wurden. Claudia Hornauer übergab das Band des Patenvereins. Auch die „Burgschützen“ bekamen ein Band für ihre Fahne, überreicht von Sophia Griesbeck. „Ihr Verein wurde vor 50 Jahren gesät, durfte gut gedeihen und ist heute zu einer stattlichen Pflanze herangewachsen“, sagte Pfarrer Lehnen.

Anders als bei der Fußball-WM, wo nach ein paar Wochen des gemeinsamen Erlebens alle wieder auseinandergehen, seien die Klosterschützen das ganze Jahr über in Freundschaft, sportlichem Erleben und gegenseitiger Hilfe verbunden. Gerade jungen Menschen könne das Rückhalt und Stütze sein. Dass die Nachwuchsarbeit beim Jubelverein hervorragend funktioniert, wurde beim Gründungsfest erneut deutlich.


Eine Bildergalerie zum Fest finden Sie hier.

Das Fest der "Klosterschützen"

Eindrucksvoll und farbenfroh fanden die Zuschauer den Festzug, der am Sonntag einen weiteren Höhepunkt bildete. Die Festdamen des Jubelvereins waren in ihren petrolfarbenen Kleidern aus Spitze und Chiffon prächtig anzuschauen. Und die Schützenbrüder -und schwestern marschierten zu den Klängen der Blasmusikkapellen schneidig daher. „Super Idee“ fanden viele Gäste und kauften sich ein „Glubberl“ mit integrierter Gewinnchance. Uli Schlecht und Renate Bauer hatten sich das ausgedacht und die Wäscheklammern sogar selber gebastelt.

Musik-Kabarett zum Ausklang

Im Festzelt, auf dem Freigelände und in der „Klosterbar“ kam das Feiervolk regelmäßig auf Partytemperatur. Das wird sich am letzten Gründungsfest-abend am heutigen Montag wiederholen. Den „Klosterschützen“ ist es nämlich gelungen, eine der erfolgreichsten Musik-Kabarett-Gruppen Bayerns, bekannt als „Da Huawa, da Meier und I“ zu verpflichten. Beginn des Bierzeltprogramms ist um 20 Uhr, Einlass ab 18 Uhr. Tickets gibt es zum Preis von 26 Euro an der Abendkasse im Zelt. Für Kinder und Jugendliche gelten ermäßigte Preise.

Der Nachwuchs feierte fröhlich mit

  • Neues Taferl:

    Schützenmeister Anton Lehner hat dem Verein zum 50-Jährigen ein neues Taferl spendiert, das er in Straubing schnitzen ließ. Das passende Lindenholz musste er selber beschaffen, was keine einfache Aktion war. Taferlbub Moritz Schmid trug das neue Schild mit Stolz.

  • Kinder:

    Was wäre ein Gründungsfest ohne Kinder? Der Nachwuchs war bei vielen Vereinen stark vertreten. Kunstvoll frisierte, adrett gekleidete Festmädchen und schneidige Festbuben feierten tüchtig mit. Die Kleinsten fühlten sich ganz bequem im Kinderwagen wohl. (lbi)

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht