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Dienstag, 25. September 2018 15° 2

Sanierung

Das Flachdach ist nicht dicht

Für das obere Schloss der Brennberger Burg soll ein Sanierungskonzept aufgestellt werden. Die Freunde der Burg helfen mit.
Von Resi Beiderbeck

Die Reparatur des Folienbelages auf dem Flachdach brachte nicht die erhoffte Wirkung. Jetzt soll ein Sanierungskonzept aufgestellt werden. Foto: Beiderbeck
Die Reparatur des Folienbelages auf dem Flachdach brachte nicht die erhoffte Wirkung. Jetzt soll ein Sanierungskonzept aufgestellt werden. Foto: Beiderbeck

Brennberg.Vorsitzender Hermann Höcherl berichtete bei der Jahresversammlung des Vereins „Freunde der Burg“ über zwei Arbeitseinsätze auf dem Burggelände mit jeweils gut einem halben Dutzend Helfern. Es wurde an mehreren Stellen üppig wuchernder Bewuchs zurückgeschnitten. „Das Gröbste ist erledigt“, so Höcherl. Der Landschaftspflegeverband honorierte diesen ehrenamtlichen Einsatz mit einem Zuschuss von rund 400 Euro, wie Kassier Peter Niklas mitteilte.

Was die Burgfreunde an Geldmitteln zusammentragen, kommt immer wieder dem markantesten Bauwerk Brennbergs zugute. So sollen demnächst Ausbesserungsarbeiten am Mauerwerk erledigt werden. Schriftführer Robert Böck hat die Schäden aufgenommen und den Versammlungsteilnehmern erläutert. Die Reparatur will der Verein in Zusammenarbeit mit der Gemeinde, der Baufirma Spitzer und der Unteren Denkmalbehörde abwickeln. Die 55 Mitglieder des Vereins tragen durch ihre Beiträge dazu bei, Geld in die Burg investieren zu können. Dazu kommen Spenden, im vergangenen Jahr 1290 Euro.

Ein Sanierungskonzept

Bürgermeisterin Irmgard Sauerer dankte dem Verein für das Engagement zugunsten der Burg. „Unser Wahrzeichen würde nicht so dastehen, gäbe es die Burgfreunde nicht“, sagte sie. Probleme bereitet nach wie vor das Flachdach im Bereich des Oberen Schlosses. Die von der Gemeinde in Auftrag gegebene Reparatur des Folienbelags brachte nicht die erhoffte Wirkung. Jetzt soll ein Sanierungskonzept aufgestellt werden.

„An einem Denkmal muss man halt immer dran bleiben“, betonte die Bürgermeisterin. Sie bezifferte die Mieteinnahmen auf rund 2500 Euro pro Jahr. Dem stehen Bewirtschaftungskosten in Höhe von 2000 Euro und Bauhofstunden von 3700 Euro gegenüber. Die Linden im Burghof werden jedes Jahr durch eine Fachfirma kontrolliert und von Totholz entlastet, was jeweils rund 1000 Euro kostet.

Die Fläche unterhalb der Burg, genannt „Turnschul“, ist nun eine bienenfreundliche Blühwiese, die nur einmal jährlich gemäht wird. Durch den Ausbau des Staufferwegs kamen auf die Gemeinde Ausbaubeiträge in Höhe von 50000 Euro zu. Allerdings ist noch nicht geklärt, ob diese Umlegung so haltbar ist.

Kontrovers diskutiert haben die Versammlungsteilnehmer das Problem „Hundedreck auf der Burg“. Die Gemeinde hat Verbotstafeln aufgestellt, weil im Bereich des Wasserversorgungs-Hochbehälters und des Toilettengebäudes Dutzende von Hundehaufen in konzentrierter Form auffielen. Zwar solle natürlich das Möglichste geschehen, um Hundehaufen zu vermeiden, meinte Hermann Höcherl. Jedoch beklagt er eine zunehmende Hundefeindlichkeit.

Immer mehr Hunde unterwegs

Die Bürgermeisterin widersprach dieser Einschätzung und meinte vielmehr, es würde die Zahl der Menschen, die in Dorf, Wald und Flur mit Hunden unterwegs sind, kontinuierlich steigen. „Wer einmal mit dem Freischneider Grünflächen mähen musste, die von Hundehaufen kontaminiert sind, weiß, was das für eine ekelhafte Sache ist“. Der Idee von Peter Niklas, Tütenspender aufzustellen, kann die Bürgermeisterin nichts abgewinnen.

Eine beliebte Kulisse

  • Miete:

    Sehr beliebt ist die Burg bei Hochzeitspaaren als besondere Kulisse für Trauungen. Burgvermietungen – auch für andere Anlässe – sind bis September möglich, danach beginnt der Bühnenbau für das Herbsttheater.

  • Ausstattung:

    Angeschafft wurden drei neue Gas-Heizstrahler. Auch neue Fahnen hat die Gemeinde gekauft. (lbi)

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