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Kirche

Das ist Hemaus neuer Pfarrer

Berno Läßer wird im September die Nachfolge von Thomas Gleißner antreten. Der Vorarlberger ist derzeit Kaplan in Nabburg.
Von Beate Popp, MZ

Noch ist der Geistliche Berno Läßer als Kaplan in Nabburg tätig. Zum 1. September wird er der neue Stadtpfarrer in der Pfarrei St. Johannes in Hemau. Foto: Popp
Noch ist der Geistliche Berno Läßer als Kaplan in Nabburg tätig. Zum 1. September wird er der neue Stadtpfarrer in der Pfarrei St. Johannes in Hemau. Foto: Popp

Nabburg.Mit der Ankündigung seines Wechsels hat Stadtpfarrer Thomas Gleißner viele Gläubige in der Tangrintelstadt ganz schön verwirrt. In seiner Sonntagspredigt vor wenigen Tagen teilte der Hemauer Stadtpfarrer den Gottesdienstbesuchern seine Entscheidung mit. „Ich versuchte stets nach bestem Wissen und Gewissen die Pfarrei zu leiten und die mir anvertrauten Menschen immer näher an Christus zu führen“, so Gleißner. „Für mich hat in Hemau eine sehr spannende neue Zeit und zugleich auch eine herausfordernde Aufgabe begonnen. Vieles wurde gut gemeistert und an den Herausforderungen bin ich gewachsen und gereift“, so Gleißner. „Auf den Neubeginn ab September freue ich mich und diese Entscheidung habe ich getroffen, weil ich es möchte“, teilte der Pfarrer den erstaunten Gläubigen mit. Wer seine Nachfolge antritt, hat Gleißner auch angesprochen. Es wird Berno Läßer werden, der zurzeit in Nabburg als Kaplan tätig ist.

Bei einem Besuch in Nabburg konnte sich die Mittelbayerische Zeitung mit dem künftigen Stadtpfarrer von Hemau unterhalten. Berno Läßer wurde am 12. März 1977 in Sulzberg im Vorarlberg geboren und wuchs auf dem elterlichen Bergbauernhof mit seinen vier Geschwistern auf.

Von Siemens ins Priesterseminar

Franz-Xaver Ziegaus (Kirchenverwaltung und Nachbarschaftshilfe): „Ich hoffe, dass er aufgeschlossen ist für die Jugend und eine moderne Richtung in Glaubensangelegenheiten hat.“
Franz-Xaver Ziegaus (Kirchenverwaltung und Nachbarschaftshilfe): „Ich hoffe, dass er aufgeschlossen ist für die Jugend und eine moderne Richtung in Glaubensangelegenheiten hat.“

Nach Schule und Ausbildung arbeitete er zunächst einige Jahre als Techniker bei der Firma Siemens. Doch dann hat sich Berno Läßer anders entschieden. Der Ruf Gottes wurde für ihn zur Berufung. Nach einem Aufenthalt in Polen, wo er mit Drogenabhängigen arbeitete, trat er ins Priesterseminar von Regensburg ein. Dort absolvierte er ein fünfjähriges Theologiestudium und wurde am 8. Dezember 2012 zum Diakon geweiht. Sein Praktikum absolvierte Läßer in Erbendorf in der Pfarrei Mariä Himmelfahrt. Am 29. Juni wurde er im Regensburger Dom Sankt Peter durch Bischof Dr. Rudolf Voderholzer zum Priester geweiht.

Seinen Primiz-Gottesdienst feierte der Neupriester in seiner Heimatpfarrei Sulzberg und viele Gläubige wünschten ihm dazu eine gute Hand bei seinem Wirken im Weinberg des Herrn, der ihn zunächst nach Roding führte. Berno Läßers Primiz-Spruch findet sich in Matthäus 28,20: „Seid gewiss: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt.“ Die Wahl dieses Primiz-Spruches erklärte er folgendermaßen „In allen Situationen unseres Lebens dürfen wir die Gewissheit haben, dass es jemanden gibt, der uns liebt und der uns nie alleine lässt – Gott selbst.“

Kein Osterritt ohne Kaplan

Cilly Huber Mendl (Katholischer Frauenbund): „Ich würde mir wünschen, dass die Gottesdienste in den Altenheimen Bestand haben und er für die Senioren immer ein offenes Ohr hat.“
Cilly Huber Mendl (Katholischer Frauenbund): „Ich würde mir wünschen, dass die Gottesdienste in den Altenheimen Bestand haben und er für die Senioren immer ein offenes Ohr hat.“

Die Entscheidung, Priester zu werden, begründet der Geistliche nach eigenen Worten folgendermaßen: „In meinem Leben wurde ich von vielen Menschen begleitet, die mir durch ihr Leben und ihre Liebe glaubwürdig bezeugt haben, dass man Gott vertrauen kann, weil er ein Gott ist, der treu ist und den Menschen liebt. Um diese Liebe Gottes den Menschen zu verkünden, wollte ich Priester werden.“ Als Berno Läßer seine Kaplanstelle in Nabburg in der Pfarrei St. Johannes der Täufer antrat, machte ihn der Vorsitzende des Nabburger Reit- und Fahrvereins gleich mit den Nabburger Gepflogenheiten vertraut: kein Osterritt ohne Kaplan im Sattel. Berno Läßer ließ sich nicht zweimal bitten. Er setzte da voll und ganz auf seinen Lehrmeister, der den Kaplan mit den Grundbegriffen vertraut machte und mit ihm Richtung Josefi-Kapelle ausritt. Bei der zweiten Reitstunde klappte das schon ganz gut, obwohl Berno Läßer keinerlei Reiterfahrung hatte. Bei der Pferdeprozession des Reitvereins zeigte sich, dass er nicht nur bibel-, sondern auch sattelfest war.

Rosemarie Sturm (Vorsitzende des Schützenvereins): „Mit Pfarrer Thomas Gleißner war ich sehr zufrieden. Von unserem neuen Pfarrer erhoffe ich mir Offenheit und Durchsetzungskraft.“
Rosemarie Sturm (Vorsitzende des Schützenvereins): „Mit Pfarrer Thomas Gleißner war ich sehr zufrieden. Von unserem neuen Pfarrer erhoffe ich mir Offenheit und Durchsetzungskraft.“

Und die sportliche Betätigung ist dem Geistlichen auch weiterhin wichtig. Mit seinen Ministranten förderte er die gute Gemeinschaft und die sportliche Aktivität. Sie spielen gemeinsam Volleyball und Fußball und machen Stand-up-Paddeln (SUP) auf der Naab. Läßer wechselt im September zwar die Örtlichkeiten der Pfarreien, aber der „Stadtpfarrkirche St. Johannes“ bleibt er treu. Von seiner künftigen Stadtpfarrkirche hat sich Pfarrer Läßer bei einem Besuch in der Tangrintelstadt schon mal ein erstes Bild gemacht.

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