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Tradition

Das nächste Jubiläum wartet

Ramspau feierte erst das 50. Regentalfest. Jetzt wirft der 50. Geburtstag der Trachtenkapelle seine Schatten voraus.
Von Petra Schmid

Es wird auch gesungen bei der Trachtenkapelle. Foto: Theresia Luft
Es wird auch gesungen bei der Trachtenkapelle. Foto: Theresia Luft

Ramspau.Am Pfingstwochenende wurde in Ramspau vier Tage lang groß gefeiert. Die 50. Auflage des Regentalfestes stand an. Mit viel Musik wurde Jubiläum gefeiert. Ein halbes Jahrhundert ist schließlich Grund genug, es ordentlich „krachen“ zu lassen. Am Ende strahlten nicht nur die Organisatoren rund um Festwirt Jürgen Karl, sondern auch die Musiker der Trachtenkapelle Ramspau, die schon seit langem am Pfingstmontag das Regentalfest musikalisch beschließt.

Kein Wunder, dass die Musikanten, ihr Dirigent Jakob Stadlbauer und Vereinschef Markus Islinger ein Lächeln auf den Lippen hatten. Denn für sie lautet das Motto quasi „nach dem Jubiläum ist vor dem Jubiläum“. Sie feiern nämlich im nächsten Jahr den 50. Geburtstag der Kapelle. Das Gründungsjubiläum wird mit „Pauken und Trompeten“ gefeiert. So wie es sich für waschechte Ramspauer gehört, freilich beim Regentalfest.

Am Konzept wird schon gefeilt

Die Trachtenkapelle Ramspau wird nächstes Jahr 50.Foto: Archiv Schmid
Die Trachtenkapelle Ramspau wird nächstes Jahr 50.Foto: Archiv Schmid

Der Dirigent und der Vorsitzende verrieten für unsere Zeitung schon einige Ideen, die sie mit ihrem Team für das Jubiläum im Kopf haben: Am Pfingstwochenende nächstes Jahr feiert die Ramspauer Trachtenkapelle, wie sie heute offiziell heißt, im Rahmen des 51. Regentalfests ihr 50. Gründungsfest. Bereits zum 40. Jubiläum vor zehn Jahren habe man ein ähnliches Konzept verfolgt, erklären die beiden leidenschaftlichen Musiker.

Am Montag wolle man einen Sternmarsch zusammen mit den Gastkapellen organisieren. Auch einen Gemeinschaftschor werde man auf die Beine stellen, der dann auf dem Sportplatz ein kleines Konzert geben wird, verrieten Stadlbauer und Islinger. Man denke an einen kleinen Reigen von Veranstaltungen. Beginnen wolle man im April oder Mai mit einem vereinsinternen Jubiläumsabend, um den treuen und langjährigen Mitgliedern und Musikern „Danke“ zu sagen, erklärten Stadlbauer und Islinger.

Einer der Höhepunkte sei dann sicherlich der Pfingstmontag, kündigten sie an. Nach einer Festmesse werden der Sternmarsch und das Standkonzert folgen. Für die spätere Unterhaltung im Bierzelt beim Regentalfest wolle man eine Gastkapelle verpflichten, damit die aktiven Musiker auch etwas von der Jubelfeier hätten, sagte Islinger augenzwinkernd. Welches musikalische „Schmankerl“ dies sein werde, könne er freilich noch nicht sagen, sagte Stadlbauer.

Einen weiteren Höhepunkt der geplanten Veranstaltungen verrieten die zwei Musiker auch: Im Oktober 2019 plane man ein Gemeinschaftskonzert mit einer befreundeten Kapelle in der Mehrzweckhalle Ramspau. Auch wie die Trachtenkapelle eigentlich vor einem halben Jahrhundert entstand, verrieten sie: Die Idee von Pfarrer Karl Breu, den jungen Menschen seiner Pfarrei die Musik näherzubringen, sei vor 50 Jahren in Ramspau auf fruchtbaren Boden gefallen. Mit den beiden Brüdern Max und Otto Vielberth, zwei ausgesprochenen „Profis“ der Blasmusik in Ramspau, und Rudolf Ebert, ebenfalls ein Vollblutmusiker, war die Ausbildung gesichert. Max Vielberth gehörte in seiner Militär- und Kriegsdienstzeit der Regimentsmusik an und Otto Vielberth war Musikprofessor am Albrecht-Altdorfer-Gymnasium. Zwölf Gründungsmitglieder hoben am 1. Januar 1969 die Ramspauer Jugendblaskapelle aus der Taufe. Bereits einen Monat nach der Gründung wurde mit den Proben begonnen.

Erster Marsch im Repertoire

Der erste offizielle Auftritt war am Pfingstsonntag 1969. Da spielte die Kapelle anlässlich des 2. Regentalfestes beim Festgottesdienst und begleitete den Festzug mit dem ersten gelernten Marsch „Treu Deutsch“, der heute noch zum reichhaltigen Repertoire der Kapelle gehört. Wie bereits in den Anfangsjahren legt die Ramspauer Trachtenkapelle heute noch großen Wert darauf, junge Leute auszubilden und in die Stammbesetzung der Kapelle zu integrieren.

Der heutige Dirigent Jakob Stadlbauer ist Gründungsmitglied und war beim Eintritt in die Jugendblaskapelle gerade mal 16 Jahre alt. Als Kind habe er bereits Akkordeon gelernt und seine Favoriten sind nun Klarinette und Saxophon. Auf die Frage, was denn das Leben für ihn ohne Musik sei, antwortete er: „Langweilig wäre es, denn die Musik fängt einem in jeder Lebenslage auf!“

Der Vereinschef wurde quasi in die Blaskapelle hineingeboren, der Name Islinger ist fest mit der Trachtenkapelle verbunden. Begonnen hat er als Kind schon mit der Trompete, die er heute noch liebt, und eine Ausbildung bei den Domspatzen tat ein Übriges, um die Liebe zur Musik noch zu stärken, versichert er.

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