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Justiz

Dealer aus Wiesent muss ins Gefängnis

Der 39-Jährige wurde wegen Drogenhandels in nicht geringer Menge zu zweieinhalb Jahren Haftstrafe verurteilt.

Weil er mit erheblichen Mengen an Drogen gehandelt hat, muss ein 39-jähriger Wiesenter ins Gefängnis. Foto: Oliver Berg/dpa
Weil er mit erheblichen Mengen an Drogen gehandelt hat, muss ein 39-jähriger Wiesenter ins Gefängnis. Foto: Oliver Berg/dpa

Regensburg.Ein 39-jähriger Wiesenter, der wegen Drogenhandels in nicht geringer Menge angeklagt war, ist vor dem Regensburger Landgericht zu einer Freiheitsstrafe von zweieinhalb Jahren verurteilt worden. Der Mann hatte zu Prozessauftakt am Dienstag gestanden, 283 Ecstasy-Tabletten, 237 Gramm MDMA und über ein halbes Kilo Amphetamin in einem Erdbunker im Gemeindegebiet Wiesent versteckt zu haben, um die Drogen anschließend gewinnbringend zu verkaufen. Zudem hatte die Polizei in seinem Zimmer im Haus seiner Großmutter und im Kofferraum eines von ihm zuvor gesteuerten Autos in der dortigen Garage weitere 200 Gramm MDMA, 273 Gramm Amphetamin, 133 Gramm Marihuana sowie Heroin und Kokain sichergestellt.

Wie unsere Zeitung berichtete, war der mehrfach einschlägig vorbestrafte Mann aus dem Maßregelvollzug geflüchtet, wo er wegen seiner Drogensucht untergebracht war. Er tauchte danach mehrere Jahre lang unter, lebte wechselweise im In- und im Ausland und finanzierte seinen Lebensunterhalt und seine Sucht hauptsächlich durch Rauschgiftgeschäfte. Als er eine Zeitlang bei seiner Großmutter in Wiesent untergeschlüpft war, geriet er im April letzten Jahres in eine Verkehrskontrolle. Die Beamten stuften den Fahrer als drogenverdächtig ein. Kaum hatten sie festgestellt, dass er per Haftbefehl gesucht wird, suchte der Mann durch den Garten seiner Oma das Weite und entkam. Deren Haus wurde danach durchsucht und beobachtet. Monate später, im August letzten Jahres, konnte der 39-Jährige schließlich gefasst werden.

Beim Strafmaß kam dem Dealer sein umfassendes Geständnis zugute, dem besonderer Wert zukam, da die Verteidigung auf Geltendmachung von Verwertungsverboten verzichtete. Verteidiger Helmut Mörtl hatte zuvor angemahnt, dass die Polizei nach der Flucht des Angeklagten das Haus seiner Großmutter eigentlich nur nach dem Enkel, nicht aber nach Drogen hätte durchsuchen dürfen. Strafmildernd wirkte sich weiter aus, dass der Wiesenter „nur“ weiche bis mittelharte Drogen verkaufte. Die harten, wie Heroin, waren für seinen Eigenkonsum bestimmt.

Strafschärfend wertete die Kammer die Menge der sichergestellten Rauschmittel sowie die massiven Vorstrafen des Angeklagten. Dieser hofft, nach einiger Zeit im Gefängnis eine stationäre Drogentherapie antreten zu können. Die Staatsanwaltschaft hatte zwei Jahre und neun Monate beantragt. (mov)

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