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Montag, 23. Juli 2018 29° 2

Kabarett

Der Binser reist um die Welt

Zum wiederholten Male begeisterte der Künstler aus Runding beim Zeltfestival.
Von Josef Dummer

Helmut A. Binser begeisterte die Besucher beim Zeltfestival. Foto: Dummer
Helmut A. Binser begeisterte die Besucher beim Zeltfestival. Foto: Dummer

LAPPERSDORF.Helmut A. Binser, genannt der Binser, weiß, dass er sich auf sein treues Publikum beim Lappersdorfer Zeltfestival verlassen kann. Deshalb hat er bei seinem Auftritt am Mittwochabend die Atmosphäre im Zirkuszelt gewählt, um von seinem neuen Programm „Ohne Freibier wär das nie passiert“ eine aktuelle Live-CD-Aufnahme machen zu lassen, die demnächst in den Handel kommt.

Er lobte speziell die vielen „guten Lacher“ im sehr gut besetzten Zirkuszelt und dankte seinem „Förderer“, Festivalveranstalter Alex Bolland, der ihm mit der Möglichkeit zu vielen Auftritten erst diese Chance als Künstler eröffnet habe. Mittlerweile ist der Binser zu einem der beliebtesten Oberpfälzer Musikkabarettisten geworden, der sich eine immer größer werdende Fangemeinde aneignet. Begonnen hat er als Praktikant bei Martina Schwarzmann, danach hat er sich in kürzester Zeit mit seiner spitzbübischen Art und Schlitzohrigkeit zu einer festen Instanz auf den bayerischen und österreichischen Kabarett- und Wirtshausbühnen etabliert. In seinem vierten Bühnenprogramm beginnt er als Weltreisender, der schon in Paris war und den Eiffelturm und den Big Ben gesehen hat, aber dann feststellt: „In Lappersdorf ist es am schönsten“. Auch an der Regensburger Uni war er schon, und hat dort „ein Zimmer ausgemalt“.

Aber am liebsten hält er sich immer noch in seinem Heimatort in Runding bei Cham auf, auch wenn der Binser hin und wieder Probleme mit seinem Nachbarn bekommt. Dem hat er sogar ein Lied geschrieben, dessen Titel alles aussagt, was er von ihm denkt: „Mei Nachbar is a Depp, i mog ihn einfach net.“ Auch auf die digitale Welt ist er nicht so gut zu sprechen, denn „alles gibt es zwar im Internet, aber ein Schwarzgreicherts, des findst halt net“. Ob die Damen im Publikum ein Lied als eine Hommage auf ihre Weiblichkeit angesehen haben, ist wohl auch eher fraglich: „Die Oberpfälzer Frau ist schlau, hat einen Hintern – wauu“.

Aber man kann dem „Künstler zum Anfassen“ in seiner sympathischen Art nicht böse sein. Sogar in der Pause mischte er sich unter das Publikum und hielt den einen oder anderen Plausch mit seinen Fans. Als der Binser dann neue Geschichten aus seinem Dorfwirtshaus in Runding mit dem Wirt „Kimm schenk ei“ zum Besten gab oder von seinem imaginären Hund „Alfred“ erzählte, blieb im Zirkusrund kein Auge trocken. Dazwischen nippte er immer wieder von seinem Weizenbier, denn „man kann zwar auch ohne Alkohol Freude haben, aber ich geh‘ lieber auf Nummer sicher“. Am Schluss wurde eine Zugabe nach der anderen gefordert.

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