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Echt Narren gönnen sich keine Pause

Mit dem Geldbeutelwaschen endete die närrische Saison der Saturnalia Neutraubling. Die Garden bleiben aber im Training.

Funktioniert der Aberglaube? Mit dem Geldbeutelwaschen hoffen die Narren für die neue Faschingszeit auf pralle Börsen. Foto: Daniel Engl
Funktioniert der Aberglaube? Mit dem Geldbeutelwaschen hoffen die Narren für die neue Faschingszeit auf pralle Börsen. Foto: Daniel Engl

Neutraubling.Zum Geldbeutelwaschen als letzte „Amtshandlung“ trafen sich die Neutraublinger Narren der Saturnalia am Hotel am See. Am Vorabend hatten sie sich standesgemäß mit einem bayerischen Begräbnis vom Fasching 2018 verabschiedet.

Ein durchaus ungewohntes Bild bot sich am Mittwoch den Spaziergängern am Neutraublinger See. Die Saturnalia hatte die Aktiven noch einmal zusammen gerufen, galt es doch quasi als Faschingsausklang die Geldbeutel zu waschen. So standen sie dann auch bewaffnet mit den urigsten Gerätschaften am See und badeten ihre leeren Geldbehältnisse in der Hoffnung, dass rechtzeitig zur nächsten Faschingssession diese wieder den zum Feiern doch so notwendigen Inhalt aufweisen mögen. Dabei hatten sie sich aber nicht einmal eine ausreichende Nachtruhe gegönnt, denn am Vorabend boten sie rund 200 Gästen in der Stadthalle noch einmal das Programm 2017/18 und als Finale hieß es dann um Mitternacht wieder nach altem Brauch: Grab mern ei oder grab mern net ei?

Beim abschließenden Fischessen hatte Tanztrainer Hans-Jürgen Schöke alle Hände voll zu tun, um seine Prinzenpaar-Schützlinge zu trösten und bei den Prinzessinnen die Tränenflut einzudämmen. „Der gar nicht so lange Fasching 2017/18 hat unsere Mannschaft wie erwartet wieder besonders herausgefordert“ resümiert Saturnalia-Boss Karl Brückl, wohl wissend, dass die Anzahl der Auftritte deswegen nicht weniger wird, sondern nur die Auftrittsdichte steigt.

So häuften sich auch die Mehrfachauftritte pro Tag und auch der ein oder andere Wochentag war mit Veranstaltungen belegt, anders wären die gut 50 Einsätze nicht abzuleisten gewesen. „Nachdem wir heuer den Regensburger Faschingszug zusätzlich besuchten, war unser Fahrzeug insgesamt an vier Zügen im Einsatz“, wusste Vizepräsident Werner Huber als Verantwortlicher für die mobile rote Saturnalia-Kappe zu vermelden. Dabei glänzten die Neutraublinger regelmäßig mit starker persönlicher Präsenz, denn sowohl in Regensburg wie auch in Köfering, Alteglofsheim und Sarching nahm fast die gesamte Mannschaft teil, die sonst das Bühnenprogramm bestreitet – immerhin gut hundert Personen.

Cheftechniker Reinhardt Finger war voll des Lobes für „seinen“ Vorstand, der ihm für die abgelaufene Session ein vierstelliges Sonderbudget zur Verfügung gestellt hatte, um die funkgesteuerten mobilen LED´s für die Tänzerinnen anschaffen zu können. So ausgerüstet waren die Mädchen dann selbstverständlich der „Hingucker“ schlechthin in der Mitternacht-Show der Saturnalia.

„Nach dem Spiel ist vor dem Spiel“ erinnerte Chefchoreographin und -trainerin Sylvia Hann ihre Künstler daran, dass sie vor Ideen für die neue Show nur so strotze und kein Anlass bestehe, im Trainingsfleiß nachzulassen. So gönnen sich die „Großen“ der Saturnalia schon seit Jahren keine Pause mehr zwischen den Sessionen und füllen die Trainingszeiten bis zum Feststehen der Choreographien mit Aufbautraining und muskelerhaltenden Übungen. „Die Personalien in Sachen neuem Prinzenpaar sind schon ziemlich fortgeschritten“, verrät Programmchef und Hofmarschall Daniel Engl. „Hier werden wir zeitnah eine Entscheidung treffen, damit sich die Paare entsprechend vorbereiten können.“ Dabei weiß er auch, dass es bei den Prinzenpaaren nicht allein um das Einstudieren des Prinzenwalzers geht. „Unsere Prinzessinnen verwenden regelmäßig schon einiges an Zeit auf die Auswahl ihrer Garderobe“ verrät er mit einem Schmunzeln.

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