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Mittwoch, 18. Juli 2018 29° 6

Gewerbebau

Ein Monsterbauwerk entsteht

Unmittelbar neben der Autobahn errichtet die Aumer-Group eine große Halle. Dort wird eine Regensburger Firma einziehen.
von Walter Schiessl

Das Gerüst für den Büroteil steht, an der Halle werden schon die Poren- und Stahlbetonwände eingebaut.Foto: Schiessl
Das Gerüst für den Büroteil steht, an der Halle werden schon die Poren- und Stahlbetonwände eingebaut.Foto: Schiessl

Wörth.Der Bau der 1500 Quadratmeter großen Halle im Gewerbepark Wörth-Wiesent liegt voll im Zeitplan. „Wir kommen gut voran“, sagt Ernst-Matthias Aumer, einer der beiden Geschäftsführer der Aumer-Group, die das Bauwerk samt eines 300 Quadratmeter großen Bürogebäudes erstellt. Zum Jahresbeginn 2019 soll dort dann die Firma Knur, die sich auf die Fertigung von Greiferteilen aus Faserverbundstoffen spezialisiert hat.

Auf dem Teil B7 im Gewerbepark geht es seit einigen Wochen rund. Schwere Kranfahrzeuge hieven lange Teile aus Porenbeton und Metall in die Höhe. „Das muss natürlich in präziser Millimeterarbeit geschehen“, sagt der Vorarbeiter. Er gibt den Kranführern Details an, um ihnen die Präzisionsarbeit zu erleichtern. Die auf der Autobahn vorbeifahrenden Verkehrsteilnehmer können die große Halle nahezu stündlich wachsen sehen.

Verlagerung der Arbeitsplätze

Neben der Halle entsteht ein Bürogebäude, das zwei Geschosse haben wird. Für diesen Teil begannen bereits die Bodenarbeiten, bei denen dicke Rohre neben den Styroporplatten zunächst verlegt werden. Die Räume werden einmal klimatisiert und mittels einer Wärmepumpe beheizt werden. Die große Halle wiederum entsteht in einer Stahlkonstruktion mit Poren- und Stahlbetonwänden mit Betonkernaktivierung.

Gut ein Dutzend Männer ist täglich dabei, das Monsterbauwerk zu errichten. „Da muss natürlich jeder Handgriff sitzen“, sagt der Vorarbeiter, der die Mannen der Aumer-Group koordiniert. Daneben sind weitere Firmen im Einsatz, um die Arbeiten auszuführen. „Ich denke, dass wir alles bis zum Jahresende geschafft haben werden“, sagt Ernst-Matthias Aumer. Dann werde die Halle samt dem Bürogebäude fix und fertig dastehen und die Firma Knur einziehen können. Diese verlagert ihre 40 Arbeitsplätze von Regensburg nach Wörth-Wiesent, wie ihr Geschäftsführer Reinhold Ziewers beim offiziellen ersten Spatenstich sagte, weil man im Gewerbepark genügend Platz habe, was am bisherigen Standort in Regensburg nicht der Fall sei.

Das Grundstück, das die Aumer Group an die Firma Knur vermietet, ist fast 6700 Quadratmeter groß. Die Knur Maschinenbau GmbH ist weltweit erfolgreich als Automatisierer, Systemintegrator und Sondermaschinenbauer für Montage-, Prüf- und Klebetechnik. Das Leistungssektrum des Maschinenbauers reicht von manuell oder automatisch bedienbaren Standoartmaschinen bis zur Planung, Konstruktion und Fertigung von hochkomplexen Sondermaschinen für die Auto- und Elektroindustrie.

Die Aumer-Group hat auch das Nachbargrundstück erworben. Beide Flächen hatte der Zweckverband Gewerbepark zunächst an ein Regensburger und ein Wörther Unternehmen verkauft, die sich aber nicht zum Bauen entschließen konnten und die Fläche im vergangenen Jahr an die Aumer-Group veräußerte. Die Frage, welches Unternehmen sich auf dem zweiten Areal ansiedeln werde, konnte Ernst-Matthias Aumer noch nicht beantworten. „Das ist noch nicht ganz in trockenen Tüchern“, teilte er mit.

Ernst Aumer begann 1978 als Ein-Mann-Unternehmer mit einem kleinen Bagger, ein permanenter Aufstieg folgte und heute führt der Brennberger zusammen mit seinem Sohn Ernst-Matthias die Aumer-Group, eine mittelständische Unternehmensgruppe, deren Tochterunternehmen in verschiedenen Bereichen der Bauwirtschaft aktiv sind.

Gewerbepark ein Erfolgsmodell

Der Zweckverband Gewerbepark wurde vor über zehn Jahren von den beiden Bürgermeistern Anton Rothfischer und Hans Rösch gegründet. Im Januar 2010 unterzeichneten die beiden einen Vertrag, nachdem zuvor die Vorbereitungen gelaufen waren. Die beiden Gemeinden arbeiteten auf interkommunaler Ebene problemlos zusammen, wofür auch von der bayerischen Staatsregierung ausgezeichnet wurden.

Im Herbst 2011 siedelte die Autofirma Hünn als erster im Gewerbepark an, nach und nach folgten weitere Unternehmen an, bis das gesamte Areal inzwischen verkauft wurde. Aufgrund der starken Nachfrage wurde ein von der Verwaltung zweiter Bauabschnitt schon vorbereitet.

Für den ersten Bauabschnitt, der 160 000 Quadratmeter groß ist, mussten die Grundstückskäufer 53 Euro für den Quadratmeter berappen, zuzüglich der Kosten für die Kläranlage, eine Regenwasserzisterne, die Notariatskosten und die Vermessungsgebühren. Der zweite Bauabschnitt für eine Fläche von 110 000 Quadratmetern wird gerade ausgearbeitet. „Die Anhörung der Träger öffentlicher Belange läuft“, sagt der Wiesenter Verwaltungsleiter Klaus Eschbach. Im Winter könnte die Ausschreibung und dann im Frühjahr die Erschließung schon gestartet werden.

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