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Landkreis
Freitag, 23. Februar 2018 2

Neujahrsempfang

Eine glänzende Glücksmünze für 2018

In Pentling hatte Kaminkehrer Guis Hois einen Talisman für jeden Gast dabei. Und manche Bürger wurden noch besonders geehrt.
Von Gabi Hueber-Lutz

  • Neujahrsempfang in Pentling: erst Händeschütteln mit der Bürgermeisterriege, dann mit Kaminkehrer Guido Hois Foto: Hueber-Lutz
  • Die geehrten Gerhard Eckert (vorne rechts) und Reinhold Stahl (vorne links) mit den Laudatoren Wilhelm Haubner, Sebastian Hopfensperger und Jürgen Neumüller (hinten, von links) und Bürgermeisterin Wilhelm. Foto: Hueber-Lutz

Pentling.190 Mal Glück. Kaminkehrer Guido Hois hielt es in Händen und verteilte es großzügig an die Besucher des Pentlinger Neujahrsempfangs. Jeder Besucher bekam eine glänzende Münze als Unterpfand für ein glückliches 2018.

Beim Defilee im Bürgersaal am Neujahrsempfang erwartete auch die Bürgermeisterriege die Teilnehmer. Bürgermeisterin Barbara Wilhelm und ihre beiden Stellvertreter Sebastian Hopfensperger und Wilhelm Haubner schüttelten Hände und fanden gute Worte für all die Gäste.

Nicht nur das politische Pentling, die Geistlichkeit, die Vereine und Vertreter der Wirtschaft sind geladen. Der Neujahrsempfang steht jedem Bürger offen. So war denn auch der Bürgersaal sehr gut gefüllt, und ein reges Stimmengewirr zeigte, dass sich die Menschen viel zu sagen hatten. Der Empfang bietet auch regelmäßig ein Podium, um Menschen mit der Bürgermedaille auszuzeichnen, die sich um die Gemeinde besonders verdient gemacht haben. In diesem Jahr waren dies Gerhard Eckert und Reinhold Stahl.

Das größte Netz im Landkreis

In ihrer Ansprache zeichnete Bürgermeisterin Wilhelm das Bild einer intakten Gemeinde, deren Lebensbedingungen gut bleiben, beziehungsweise noch verbessert werden sollen. Pentling sei eine attraktive Wohngemeinde, in deren Infrastruktur investiert werde. Junge Eltern müssten sich in Pentling keine Gedanken um die Unterbringung ihrer Kinder machen, sagte Wilhelm. Und was den Glasfaserausbau betrifft, so habe man mit dem größten Netz Zeichen im Landkreis gesetzt. Im nächsten Jahr werde auch der soziale Wohnungsbau die Gemeinde beschäftigen. Ausbauen wolle man auch den Anteil an Gewerbe. Man laufe sonst Gefahr, sogar einheimische Betriebe zu verlieren.

Landrätin Tanja Schweiger gratulierte zu der gut aufgestellten Gemeinde. „Wir dürfen uns glücklich schätzen, in dieser Region zu leben“, sagte sie. Auch wenn die Region noch mit Wachstumsschmerzen zu kämpfen habe, die sich auch in Pentling bemerkbar machen. Hier sprach sie als Beispiel das Thema Wohnen und bedarfsgerechte Nachverdichtung an.

Wie Bürgermeisterin Wilhelm sagte, sei der Neujahrsempfang ein Zeichen für Zusammengehörigkeit und Gemeinschaft. Und er sei dem Dank an diejenigen gewidmet, die durch ihr soziales Engagement der Gemeinde einen besonderen Dienst erwiesen haben.

Ein erfolgreicher Schüler

Einen politischen Seitenblick gestattete sich die Bürgermeisterin aber doch. Es sei höchste Zeit, dass wieder konstruktiv gearbeitet werde, meinte sie mit Blick auf die Bundespolitik. Für die anstehende Landtagswahl wünschte sie sich, dass die Bürger nicht mit unerfüllbaren Wahlversprechen überhäuft würden. Zusätzlich zu den mit der Bürgermedaille ausgezeichneten Pentlingern ehrte die Gemeinde auch die Mitglieder der Nachbarschaftshilfe und des Willkommenskreises Asyl. „Vieles an Menschlichkeit wäre ohne Sie nicht möglich gewesen“, sagte stellvertretender Bürgermeister Hopfensperger in seiner Laudatio.

Eine besondere Auszeichnung bekam Christoph Stescak. Er ist nicht nur Radrennfahrer auf Bundesliganiveau. Beim Wettbewerb „Jugend forscht“ ist der Schüler des Albertus-Magnus-Gymnasiums auch noch Landessieger im Fach Physik geworden. Gemeinsam intonierte die ganze Festgesellschaft am Ende die Bayernhymne.

Die Träger der Bürgermedaille:

Reinhold Stahl: Mit einem Eintrag ins Goldene Buch der Gemeinde und der Bürgermedaille werden seit 2004 verdiente Bürger durch die Gemeinde geehrt. Der Unternehmer Stahl siedelte sich mit seiner Firma 1980 in Pentling an und bietet heute 105 qualifizierte und sichere Arbeitsplätze, wie Laudator Wilhelm Haubner sagte. Neben der großartigen wirtschaftlichen Leistung seien es vor allem seine menschliche Größe, die der Auszeichnung zugrunde liege. Was die Ausbildung betrifft, habe er zum Beispiel die Weichen so gestellt, dass bei ihm auch die Schwächeren zu einem Abschluss herangeführt werden. „Sie haben viel erreicht, ohne dabei die Menschen aus den Augen zu verlieren“, sagte Haubner.

Gerhard Eckert: Der ehemalige Gemeinderat Gerhard Eckert hat sich besonders um die Partnerschaft mit dem italienischen Corciano und dem französischen Civrieux verdient gemacht. Er ist Vorsitzender des entsprechenden Freundeskreises, und Laudator Jürgen Neumüller nannte beeindruckende Zahlen: 62 Mal war Eckert bereits in Corciano und 17 Mal in Civrieux. Er organisiert Veranstaltungen mit europäischem Charakter, führt gemeinsam mit dem Pfarrgemeinderat soziale Projekte durch und hat auch privat eine offene Tür für die Besucher der Partnergemeinden, würdigte der Laudator. Dafür wurden nicht nur er, sondern auch seine Gattin herzlich bedankt. „Merci – gracie – danke!“

Neujahrsempfang in Pentling

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