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Montag, 16. Juli 2018 29° 8

Kirche

Eine Passion mit viel Emotion

Pfarrer Markus Lettner wertet die Christustage als Erfolg. Er will mit solchen Aktionen die Gotteshäuser besser füllen.
Von Josef Dummer

Das Passionsspiel der Jugendlichen war einer der Höhepunkte bei den Christustagen in Hainsacker. Foto: Klemens Hasenmaile
Das Passionsspiel der Jugendlichen war einer der Höhepunkte bei den Christustagen in Hainsacker. Foto: Klemens Hasenmaile

HAINSACKER.Auf Initiative von Pfarrer Markus Lettner fanden die diesjährigen Christustage der Karwoche in der Pfarreiengemeinschaft Hainsacker statt. „Ich habe in den letzten Jahren für 1,6 Millionen Euro die Kirche renoviert, jetzt will ich auch etwas tun, um sie zu füllen“, erläuterte der Geistliche seine Motivation bei der Begrüßung von über 70 Jugendlichen, zwei Frauen des „Regnum Christi“ und fünf Ordensleuten der „Legionäre Christi“.

Lettner bedankte sich bei vielen Gastfamilien, die die Besucher in der Pfarrei „liebevoll aufgenommen haben“. Das Programm der begleitenden Priester umfasste Haus- und Krankenbesuche sowie die Spendung der Krankenkommunion. Zur Aussendungsmesse am Eröffnungstag, die von einem Projektchor der Teilnehmer musikalisch gestaltet wurde, kam Weihbischof Dr. Josef Graf aus Regensburg. Die Jugend traf sich mit Andreas Sauter, der von seinem persönlichen Weg zum Glauben sowie seiner Arbeit mit Flüchtlingen berichtete.

Für die Christustage war ein vielfältiges Programm geplant: Neben der Feier der Liturgie in den Pfarreien und den Hausbesuchen fanden Begegnungen im örtlichen Kindergarten, Behindertenwerkstatt und Altenheim, eine Aktion Kilo für das Thomas Wiser Haus in Regenstauf sowie das von den Jugendlichen selbst entworfene und gestaltete Passionsspiel am Karfreitag statt. Weit über 200 Besucher kamen in die Sporthalle Hainsacker, um das Passionsspiel zu sehen.

Unter der Leitung des Kölner Studenten Jonas Schäfer zeigten rund 60 Jugendliche in etwa 75 Minuten auf, wie sie sich ganz persönlich mit der Passion Jesu auseinandersetzen. Die Texte und Szenen hatten die jungen Leute selbst entworfen und in einer Rekordzeit von nur zwei Tagen eingeübt. Unterstützt wurden sie dabei tatkräftig von der Pfarrgemeinde Hainsacker mit zahlreichen Helfern. Bei Besuchen im Bischof-Wittmann-Kinderhaus Hainsacker, im Senioren-Servicehaus und in der Behindertenwerkstätte der Lebenshilfe in Lappersdorf kamen die Teilnehmer in Kontakt mit sehr unterschiedlichen Lebenssituationen.

Bei einem Vortragsabend berichtete Pfarrer Lettner den jungen Gästen von seinem Glaubens- und Berufungsweg: Der gelernte Bauingenieur aus einer gläubigen Familie im Schwarzwald kam erst über die Umwege von Hilfstätigkeiten in Südafrika und Konzertreisen nach Japan zum Priestertum und war lange Jahre Beauftragter für Berufungspastoral im Bistum Regensburg. Ohne Umschweife gab er zu, dass auch er Krisen und Fragen im Glauben durchlebt hat, und doch sah ihm jeder der Zuhörer an, dass er gerne und überzeugt Christ und Priester ist.

Ruck für Neuanfang

  • Resümee:

    Pfarrer Markus Lettner kam in seinem Rückblick auf die Christustage aus dem Schwärmen nicht mehr heraus. Seine Aussagen reichten von einer „Explosion“ bis zu einem „Feuerwerk des Glaubens“. Er spürte regelrecht einen „Ruck für einen Neuanfang“ durch die Pfarrgemeinde gehen, womit das Ziel der Christustage voll und ganz erfüllt worden sei.

  • Rückmeldung:

    Lettner freute sich über die Rückmeldungen der Pfarreimitglieder bei den Christustagen, die ausschließlich positiv gewesen seien. (ldk)

Bei einer Aktion „Kilo“ in fünf Supermärkten wurden Lebensmittel für Bedürftige gesammelt. Durch die Unterstützung von vielen großzügigen Einkäufern kamen so über eine Tonne Lebensmittel zusammen. Diese übergaben die Sammler persönlich an das Thomas-Wiser-Haus in Regenstauf.

Durch die Begleitung der Christustage von drei Priestern der „Legionäre Christi“ konnte die Feier der Kar- und Osterliturgie auch auf die Filialkirchen von Oppersdorf und Lorenzen ausgeweitet werden. Doch nicht nur zu den Zeiten der Gottesdienste waren die Kirchen gut besucht und die Mesner stark gefordert. Jeder Tag begann mit einem Morgenlob, das von den Jugendlichen zeitgleich in allen drei Kirchorten gestaltet wurde, und jeweils in einer Kirche setzte sich das Gebet dann den ganzen Tag über in einer eucharistischen Anbetung fort. Besonders emotional war der Moment, als sich die Jugend nach der Osternacht spontan zu einem Osterlob in der Kirche einfand. Den Abschluss der Christustage bildete ein festlicher Gottesdienst, den der Hainsackerer Kirchenchor mit der Krönungsmesse von Mozart gestaltete.

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