mz_logo

Landkreis
Samstag, 24. Februar 2018 2

Bauen

Eine Straße verändert ihr Gesicht

Der Gemeinderat Obertraubling befürwortet das Industriegebiet im Süden. An der Regensburger Straße sollen Häuser entstehen.
Von Petra Schmid

Die Regensburger Straße verändert weiter ihr Gesicht. Zusätzlich zu beendeten, im Bau befindlichen oder schon länger genehmigten Projekten stimmte der Gemeinderat Obertraubling jetzt dem Bebauungsplanentwurf „An der Regensburger Straße III“ zu. Foto: Jaumann

Obertraubling.Die Gemeinderatsmitglieder hatten am Montagabend in ihrer ersten Sitzung des Jahres ein umfangreiches Programm abzuarbeiten. Dabei brachten sie etliche Bauangelegenheiten eine Hürde weiter.

So wurde die vierte Änderung des Flächennutzungsplans an der Baumschulenstraße in ein Industriegebiet vom Gemeinderat einstimmig gebilligt. Zuvor nahm das Gremium die von den Fachstellen eingegangenen Stellungnahmen und entsprechenden Würdigungen zur Kenntnis. Private Einwendungen waren keine eingegangen und die Träger der Fachstellen hatten überwiegend redaktionelle Anregungen gegeben, die entsprechend eingearbeitet werden.

Dominik Bäumel hatte zuvor nachgefragt, wie es mit dem Schallschutz der bisherigen Anwohner im künftigen Industriegebiet aussehe. Der Planer, der die Würdigungen für die eingegangenen Stellungnahmen formulierte, erklärte: Im Einfahrtsbereich seien Schallschutzmaßnahmen vorgesehen und ein entsprechendes Schallgutachten sei erstellt worden. Der Lärm werde wohl voraussichtlich vom Lkw-Lieferverkehr verursacht und die vorhandene Halle diene ebenfalls als Schallschutz. Bürgermeister Rudi Graß hob hervor, dass er Bäumels Einwand verstehen könne und man die bisherigen Anwohner nicht unnötigem Lärm aussetzen wolle. Geschäftsstellenleiter Reinhard Kilian betonte, dass hier nicht die Lärmschutzanforderungen wie in einem reinen Wohngebiet gelten würden, denn es handle sich um ein Mischgebiet.

Den Einwand eines benachbarten landwirtschaftlichen Vollerwerbbetriebes mit Viehhaltung, dass ein öffentlicher Feld- und Waldweg in die Planung einbezogen sei und somit wohl seine Erschließungsfunktion verliere, würdigte der Planer. Es werde für die künftige Erschließung der landwirtschaftlichen Fläche eine neue, für landwirtschaftliche Fahrzeuge geeignete Überführung am südlichen Ende des Flurstücks über einen Entwässerungsgraben errichtet. Zum vom Landwirt ebenfalls monierten, fehlenden Lärm- und Sichtschutz zu Weidetieren an der Grenze zur geplanten Bebauung sagte der Planer, dass hier keine Störungen zu erwarten seien und im Übrigen kein Rechtsanspruch für einen Lärmschutz für Tiere existiere.

Ohne Gegenstimmen wurden sowohl die Änderung des Flächennutzungsplans und des entsprechenden Bebauungsplans gebilligt.

Das Areal an der Regensburger Straße machte ebenfalls eine Änderung des Flächennutzungsplans notwendig. Auch hier wurde ohne Gegenstimmen der vorgelegte Entwurf gebilligt und die öffentliche Auslegung beschlossen. Im Zuge dieser Änderung stimmte der Gemeinderat dafür, den entsprechenden Bebauungsplanentwurf „An der Regensburger Straße III“ zu billigen.

Das ehemals als Mischgebiet ausgewiesene Gebiet wurde bereits im vergangenen Jahr geteilt in „Sondergebiet Einzelhandel“ und Wohnbebauung.

Das Areal „Einzelhandel“ wurde bereits Ende 2017 gebilligt und nun die Planung für das Wohngebiet behandelt. Franz Aukofer regte an, die textlichen Festsetzungen darauf hin zu ändern, dass der Mindest- und nicht der Maximaldachüberstand angegeben werden solle. Auch kritisierte er die für die Häuser eins bis 29 angegebene Wandhöhe von acht Metern, diese solle man auf sieben Meter reduzieren, schlug er vor. Außerdem fragte Aukofer nach, ob es richtig sei, dass das Niederschlagswasser nicht versickert werde, sondern direkt in den Mischwasserkanal eingeleitet werden solle. Kilian entgegnete, dass dort ein Versickern nicht möglich sei. Aukofer regte weiter an, in dem Baugebiet gleich Leerrohre vorzusehen, denn man sehe jetzt gerade beim Breitbandausbau, wie oft eine Straße unnötig wieder aufgerissen werden müsse und so könne man vorsorgen. Aufkofers Anregungen wurden aufgenommen und die Verwaltung beauftragt, die öffentliche Auslegung durchzuführen.

Zu den vorliegenden Bebauungsplänen der Gemeinde Köfering vermerkte der Gemeinderat Obertraubling, dass mit einem vermehrten Verkehrsaufkommen in Obertraubling zu rechnen sei, da wohl die voraussichtlichen Arbeitsplätze und Einkaufsmöglichkeiten in Richtung Obertraubling, Neutraubling und Regensburg liegen würden.

Die Kommentarfunktion steht exklusiv unseren Abonnenten zur Verfügung. Als Abonnent melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich. Alle anderen Nutzer finden preiswerte Angebote in unserem Aboshop.

Anmelden Registrieren Zum Abo-Shop

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht