mz_logo

Landkreis
Freitag, 20. Juli 2018 30° 1

Gemeinderat

Erst bauen, dann asphaltieren

In manchen Baugebieten wird die Straße erst fertiggestellt, wenn alle Häuser stehen. Das wünscht man sich auch in Pfatter.
Von Hans Biederer

Wo im Sommer noch Getreide angebaut wurde, rollen auf dem neuen Baugebiet Pfatter-Süd nun bald die ersten Bagger an. Foto: Archiv/Biederer
Wo im Sommer noch Getreide angebaut wurde, rollen auf dem neuen Baugebiet Pfatter-Süd nun bald die ersten Bagger an. Foto: Archiv/Biederer

Pfatter.Schon bald rollen auf dem neuen Baugebiet Pfatter-Süd die ersten Bagger an. Erschlossen wird das 6468 Quadratmeter große Areal, auf dem sieben Einfamilienhäuser errichtet werden, durch die Michael-Götz-Straße. In der Januarsitzung hatte Architekt Reiner Peter vom ausführenden Ingenieurbüro „Bachmann & Peter“ aus Regensburg die Planungen detailliert vorgestellt.

Mario Schaffer fragte an, ob es nicht möglich wäre, die Asphaltfeinschicht erst dann aufzubringen, wenn alle Baumaßnahmen in den Parzellen abgeschlossen sind. „So erhalten die Anlieger nach Bauende eine schöne neue Straße, ohne dass sie von den Baufahrzeugen beschädigt wird. Durch den Bauzwang wird das Baugebiet schnell fertig sein“, argumentierte er.

Renate Biederer zeigte in der Gemeinderatssitzung dazu zwei gleich gelagerte Beispiele auf. „Sowohl in Neutraubling im neuen Baugebiet im Nordosten als auch in Pielenhofen, wo derzeit 40 Bauplätze erschlossen werden, wird so verfahren“, informierte sie. Der Befürchtung des Architekten, dass der Gehweg oder Mehrzweckstreifen Beschädigungen durch schwere Baufahrzeuge davon tragen könnte, begegnete sie mit dem Vorschlag, diese Stellen mit sperrigen Teilen zu schützen. So wird das beispielsweise in Neutraubling gehandhabt. „In Neutraubling wurden Teile einer Betongleitschutzwand aufgestellt“, entgegnete die Rätin und zeigte den Gemeinderatskollegen entsprechende Bilder. Bürgermeister Jürgen Koch meinte, dass dann die Abrechnung mit der Baufirma erst nach der kompletten Fertigstellung erfolgen könne. Die Gemeindeverwaltung wird sich in dieser Sache jedoch kundig machen, versprach der Rathaus-Chef.

Birgit und Michael Beimler planen eine Umnutzung des Erdgeschosses des Sparkassengebäudes in eine Wohneinheit. Beinhalten wird das Gebäude künftig nach wie vor einen Geldautomaten. Gestattet wird den Bauherren auch der Anbau einer Dachgaube und Balkonanlage sowie der Ausbau des Speicherraumes. Doris und Andreas Hamberger reißen das elterliche Wohnhaus bei Sepperlmühle 1 ab und bauen dort ein Einfamilienhaus mit Doppelgarage und Technikraum.

Eine Bauvoranfrage von Gabriela und Robert Scheibenpflug auf Befreiung der Festsetzungen im Bebauungsplan in der Römersiedlung wurde teilweise sehr kritisch gesehen und länger diskutiert. Das Ehepaar beabsichtigt, anstelle des Baustils von E+D ein Gebäude E+1 zu errichten. Die Wandhöhe vergrößert sich demnach von 4,20 auf 6,22 Meter, wie Bürgermeister Jürgen Koch informierte. Zudem soll die überbaute Grundfläche von 180 auf 205,25 Quadratmeter vergrößert werden.

Bürgermeister Koch verwies auf den gültigen Bebauungsplan, wonach in dieser Häuserreihe ein solcher Baustil nicht erlaubt sei. Außerdem müsse der Schutz der Nachbarn berücksichtigt werden. „Es liegen keine Nachbarunterschriften vor“, ergänzte er. Für Gerd Zirngibl wäre diese Befreiung kein Problem, wenn die Abstandsflächen wegen des höheren Gebäudes eingehalten werden. Mit 5:2 wurde der Bauvoranfrage des Ehepaares Scheibenpflug zugestimmt.

Wasserrahmenrichtlinie an der Donau

  • Im Gemeindegebiet Pfatter

    soll das Altwasser bis spätestens 2021 wieder entschlammt werden. Dies war zuletzt vor etwa 20 Jahren der Fall. Aus der Pfatter heraus soll bis spätestens 2027 nördlich des Donaudamms eine Flutmulde angelegt werden, um bei Hochwasser das Abfließen in östliche Richtung zu ermöglichen.

  • Über die TenneT-Veranstaltung

    in Essenbach erstatteten stellvertretender Bürgermeister Christoph Ebner und Alois Bauer einen Bericht. Ihren Eindrücken nach wird beim Trassenverlauf die Querung der Donau bei Pfatter favorisiert. Gemieden werden FFH-, Natura 2000- und Kiesabbaugebiete. (lbb)

Die Kommentarfunktion steht exklusiv unseren Abonnenten zur Verfügung. Als Abonnent melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich. Alle anderen Nutzer finden preiswerte Angebote in unserem Aboshop.

Anmelden Registrieren Zum Abo-Shop

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht