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Verein

Es kommen keine Jungen mehr

Franz Kummetsteiner, der Bezirksvorsitzende der Wandervereine in der Oberpfalz, hat noch kein Patentrezept.
Von Ralf Strasser

Wenzenbach.Wie ist die aktuelle Situation im Verband?


Nicht gut. Bundesweit haben wir 600 Vereine, aber es waren schon einmal 2500. Bei uns in der Oberpfalz schaut es nicht besser aus. Derzeit sind es nur noch 37 Vereine, davon vier passive. Das Vereinssterben ist sehr groß. Das liegt in erster Linie an der Überalterung. Die Vorstände wollen nicht mehr, es kommen keine Jungen nach, die ein Ehrenamt übernehmen wollen. Aber auch die Auflagen, die gemacht werden, wie die Bayerische Brandschutzverordnung oder Genehmigung der Strecken, kommen dazu.

Wie steuert man dagegen?

Im Juni ist Bundesdelegiertentagung. Dort wird das GPS-Wandern ein Thema, auch die Aktion „Young-Walkers“ für Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren. Aber ein Patentrezept haben wir noch nicht gefunden. Das ist ein bundesweites Problem, das wir da haben.

Wie sehen Sie die Zukunft?

Schwierig. Wir bekommen keinen jungen Nachwuchs. Jung heißt zwischen 40 und 50 Jahren. Darunter rechnen wir ja gar nicht mehr. Wir versuchen, auf Vereinsebene dem Trend entgegenzuwirken. Wir schaffen es derzeit aber nicht, die Menschen von unseren IVV-Wandertagen zu überzeugen. Aber wir geben die Hoffnung nicht auf. Das Präsidium arbeitet an neuen Ideen und Strategien.

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