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Donnerstag, 21. Juni 2018 29° 8

Baugebiet

Fernwärme: Ein neues Konzept

Die Naturstrom AG bessert in Tegernheim ihr Angebot nach. Im Juni will der Gemeinderat über die Technik entscheiden.
Von Theresia Luft

Im Tegernheimer Südwesten soll gebaut werden. Archivfoto: Jaumann
Im Tegernheimer Südwesten soll gebaut werden. Archivfoto: Jaumann

Tegernheim.Zur Mai-Sitzung des Gemeinderats waren noch einmal Vertreter der Naturstrom AG geladen, um für das geplante Neubaugebiet in Tegernheim Süd/West ihr Fernwärmekonzept vorzustellen. Die Naturstrom AG hatte bereits einmal ihr Angebot dem Gemeinderat präsentiert, wobei sich herausstellte, dass das Konzept mit Solarthermie und Biomassekessel preislich nicht konkurrenzfähig sei. Deshalb stellte Naturstrom bei der Sitzung als neue Technik ein Kaltwärmenetz vor.

Thilo Jungkunz von Naturstrom AG stellte das Unternehmen und das entsprechende Angebot vor. Bei einem Kaltwärmenetz erfolgt die Temperaturanhebung auf ein höheres Niveau dezentral durch kleine Wärmepumpen bei jedem Nutzer. Vorteil sei, dass kein Wärmeverlust entstehe, da erst im jeweiligen Haus aufgeheizt werde. Für den Endabnehmer würden Kosten von ca. 8,3 Cent pro Kilowattstunde entstehen. Die im Haus eingebaute Technik sei nicht größer als ein Briefkasten. Ab der Heizperiode 2018/19 könnte diese Variante bereits Wärme liefern, erklärte Jungkunz.

Erweiterung ist möglich

Zur Technik erklärte er weiter, dass eine rund 1,4 Kilometer lange Leitung notwendig wäre, die auf ungefähr 4500 Quadratmetern in rund drei Metern Tiefe verlegt werde. Die Leitung bestünde aus dauerhaften Rohren mit 20 Millimeter Durchmesser. Auf Dauer werde eine eigene Heizung in den Häusern teurer sein.

Bürgermeister Max Kollmannsberger fragte nach, ob eine Erweiterung für neue Baugebiete noch möglich sei und möchte genauere Zahlen haben, um die verschiedenen Angebote vergleichen zu können. Jungkunz erläuterte, dass eine Nachverdichtung bis zu einem gewissen Maß möglich sei. Al-fred Federl (CSU) meinte, er habe noch nie von dieser Technik gehört, obwohl überall im Umkreis sehr viel gebaut werde. Stefan Adler, (CSU) fand, dass diese Technik interessant klinge.

Zur weiteren Vorgehensweise wird C.A.R.M.E.N (Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk) mit Sitz in Straubing die Angebote auswerten und die Ergebnisse in der Sitzung am 21. Juni vorstellen. Dann soll der Gemeinderat einen Beschluss fassen, ob in Tegernheim Süd-West ein Fernwärmenetz umgesetzt wird und mit welchen Anbieter.

Zur Thematik Offene Ganztagsschule in der Grundschule Tegernheim beschloss der Gemeinderat einstimmig, eine offene Ganztagsschule mit einer oder mehreren Kurzgruppen je nach Bedarf in der Grundschule einzuführen. Die Kurzgruppen bieten eine Schülerbetreuung bis 14 Uhr. Sie seien eine schulische Veranstaltung und schließen direkt an den stundenplanmäßigen Unterricht an. Bisher gab es eine Mittagsbetreuung und nach Aussage des Bürgermeisters könnten die beiden Kräfte nach einer Fortbildungsmaßnahme in die offenen Ganztagsgruppen übernommen werden. Eltern und Kinder seien sehr zufrieden mit den beiden Kräften.

Nach Umfrage durch Rektor Georg Schaffer-Falter haben sich 30 Kinder für eine Betreuung bis 13.15 Uhr und 20 Kinder bis 14 Uhr gemeldet. Bisher mussten die Eltern für die Mittagsbetreuung zahlen. Hingegen fallen bei der offenen Ganztagsbetreuung nur Essenskosten an.

Die Schule wird erweitert

Markus Weber von Architekturbüro Schnabel und Partner stellte die Kostenberechnung zur Erweiterung der Grundschule Tegernheim vor. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 2,1 Millionen Euro. Wobei die Kosten für die technischen Anlagen rund 520 000 Euro betragen werden und das Bauwerk ohne Technik mit 1,5 Millionen kalkuliert wurde. Laut Zeitplan sind die Ausschreibungen für 2018 geplant und mit der Fertigstellung sei im Dezember 2019 zur rechnen.

Die geplante E-Ladesäule am Parkplatz bei der Mehrzweckhalle wurde mit einer Gegenstimme genehmigt. Bürgermeister Kollmannsberger stellte den Standort und die anfallenden Kosten dazu vor. Die Kosten für die E-Ladesäule und die notwendige Beschilderung werden sich auf rund 10 000 Euro belaufen.

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