mz_logo

Landkreis
Donnerstag, 16. August 2018 30° 1

Jubiläum

Frauenbund feiert das 50-Jährige

Der Zweigverein des Frauenbunds in Neutraubling besteht seit 1968. Beim Festakt am Samstag werden treue Mitglieder geehrt.
Von Julia Falk

  • In den Anfangsjahren des KDFB in der St.-Michaels-Kirche: Gerda Schneider, Rosa Kindl und Helga Wiech mit der Mitgliederfahne Fotos: Archiv/KDFB
  • Einige Mitglieder des Frauenbunds bei einem Ausflug nach Fulda

Neutraubling.Am 12. Mai 1968 entstand der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) in Neutraubling. Für Frauen, die Gemeinschaft und Zugehörigkeit suchten, bot der KDFB eine gute Möglichkeit, um neue Kontakte zu knüpfen. Es entstanden lange und feste Freundschaften zwischen den Mitgliedern bis heute. Am Samstag wird nun das 50. Jubiläum in der Stadthalle in Neutraubling gefeiert, berichtet Vorsitzende Monika Schantl im Gespräch mit unserem Medienhaus.

Vorsitzende Monika Schantl hofft auf neue Gesichter beim Frauenbund. Foto: Falk
Vorsitzende Monika Schantl hofft auf neue Gesichter beim Frauenbund. Foto: Falk

Martha Ledermann wurde 1980 nach Maria Rappl die 1. Vorsitzende des Frauenbunds. Sie verfolgte sozusagen die Gründung des Vereins mit, denn ihre Mutter war damals schon Mitglied. Viele Frauen fühlten sich einsam und hatten keine Beschäftigung.

Gefühl der Zugehörigkeit

Der Frauenbund lieferte den Menschen Abwechslung und ein Gefühl der Zugehörigkeit, denn damals gab es so etwas wie soziale Netzwerke und Mobiltelefone nicht. Man traf sich wöchentlich für Gebete, aber auch außerkirchliche Dinge kamen nicht zu kurz: Glasmalerei, Kräuterbuschen und Palmbüsche binden, Lebkuchenbacken, Kochabende, Kerzen und Adventskränze basteln oder Tanzabende standen auf dem Programm. Die Frauen mochten besonders gerne die Ausflüge, denn damals war nicht jedes Mitglied im Besitz eines Fahrzeugs oder hatte die finanziellen Mittel dafür. Es war zu jener Zeit nicht üblich, dass Frauen alleine fortfahren. So öffnete der KDFB für viele Menschen ganz neue Freiheiten und Möglichkeiten.

Der Frauenbund besuchte verschiedene Städte wie Prag, Wien, Bayreuth, Dresden oder Salzburg. Bis heute gelten die Fahrten als sehr beliebt, ob es eine Stadtbesichtigung oder ein Musicalbesuch sind. Ebenfalls stehen die Wandertage noch genauso auf dem Programm wie Vorträge und Faschingsveranstaltungen. Freundinnen wurden durch den KDFB gefunden und dadurch entstand eine Gemeinschaft, die zusammen wirklich etwas bewirken kann.

Jedes Jahr werden vor Ostern Palmbüsche gebunden, die dann verkauft werden. Der Erlös geht immer an einen karitativen Zweck. Genauso wird der Jahresmitgliedsbeitrag fast komplett gespendet. Beispielsweise haben die Frauen 1992 bei einem Lebkuchenverkauf 2000 DM verdient, die an ein Mutter-Kind-Haus in Zagreb gespendet wurden.

Seit 13. Mai 1969 bis heute trifft man sich an jedem 13. im Monat zum Fatima-Rosenkranz. Einiges hat sich dennoch verändert: Seit 2011 gibt es einmal im Monat ein Kirchencafé, dessen Erlös an die Pfarrei gespendet wird. Gründerin des Kirchencafés ist Renate Loderbauer. Auch gibt es jetzt ein offenes Singen, was jeden ersten Dienstag im Monat stattfindet und von Erika Winkler geleitet wird.

Es fehlt der Nachwuchs

Der Katholische Frauenbund in Neutraubling hat derzeit 202 Mitglieder. Leider fehlt es jedoch an jungen Menschen, die dem Verein beitreten. Vorsitzende Monika Schantl sorgt sich über die Mitgliederentwicklung, denn die meisten hätten keine Zeit mehr für eine Mitgliedschaft im Verein. Das Angebot anderer Vereine ist einfach zu groß und deshalb sei es sehr schwer, junge, neue Mitglieder zu gewinnen.

Schantl hat sich vor zwei Jahren überreden lassen, in den Führungskreis zu gehen, denn es werden immer weniger, die diese Aufgabe übernehmen wollen. Sie organisiert zusammen mit dem Führungskreis Vorträge oder leitet auch Sitzungen und Aktionen. Allerdings koste es viel Zeitaufwand und deshalb werde sie es wohl nicht noch einmal machen, da alles miteinander neben Beruf und Haushalt schwer zu vereinbaren sei.

Schantl und der KDFB würden sich über neue Gesichter freuen. Die Vorsitzende hofft darauf, „denn sonst stirbt der Verein irgendwann aus. Die Älteren kommen gerne, nur können die keine großen Aufgaben mehr übernehmen.“

Bundesweit gehören zum Katholischen Deutschen Frauenbund mehr als 200000 Frauen. Sie organisieren sich in über 2000 Zweigvereinen in 21 Diözesen.

Am Samstag findet ein Jubiläumsgottesdienst in der katholischen Kirche St. Michael in Neutraubling statt, zelebriert von geistlichem Diözesanbeirat Pater Dr. Jakob Seitz. Anschließend feiert man in der Stadthalle. Dabei werden auch Jubilare der Jahrgänge 1968, 1978 und 1993 geehrt.

Die Kommentarfunktion steht exklusiv unseren Abonnenten zur Verfügung. Als Abonnent melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich. Alle anderen Nutzer finden preiswerte Angebote in unserem Aboshop.

Anmelden Registrieren Zum Abo-Shop

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht