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Sonntag, 15. Juli 2018 30° 4

Austausch

Freundschaft hält seit 33 Jahren

Mitglieder des TV Barbing besuchten in Frankreich unter anderem Bordeaux und machten eine Schifffahrt auf der Garonne.

  • Die Gruppe verabschiedete sich herzlich von den französischen Gastgebern. Foto: Hans-Peter Landsmann
  • Verabschiedung vor dem Café de la Paix Foto: Hans-Peter Landsmann
  • Das Organisationsteam aus Duras und Barbing Foto: Hans-Peter Landsmann

Barbing.Nein, auch nach 33 Jahren darf nicht Schluss sein mit einer so guten, alten Freundschaft wie der zwischen den beiden Vereinen in Barbing und Duras. Die Barbinger bekräftigten dieses Versprechen mit ihrem Besuch bei den Freunden in Duras. Ein gut gefüllter Bus, der vom Vorsitzenden Hans-Peter Landsmann auch noch zur Hälfte selbst chauffiert wurde, steuerte wieder nach Südwestfrankreich, um den 2017 versprochenen Gegenbesuch abzustatten. Bereits 17-mal waren die Freunde aus der Lot-et-Garonne seit 1985 in Barbing, nun wurde wieder gleichgezogen und 17 Rückbesuche stehen auf dem Austauschkonto.

Traditionell ging es im Hof von Reinhold Bindl los, wo der Bus auf die Gruppe wartete. Bis zum letzten Eckchen wurden Gepäck, Gastgeschenke, Jacken mit dem Austauschlogo, bayerische Spezialitäten und bayerisches Bier gepackt und mitgenommen. Und am Pfingstsamstagnachmittag fuhr die Gruppe mit lautem Hupen in das Städtchen Duras ein und wurde auch schon von den liebgewonnenen Freunden im Café de la Paix erwartet. Nach vielen herzlichen Umarmungen und Begrüßungsküssen wurde die Gruppe auch von Bürgermeisterin Bernadette Dreux aus Duras im Schloss von Duras empfangen.

Ausflug in die „Cité du Vin“

Beim Picknick Foto: Hans-Peter Landsmann
Beim Picknick Foto: Hans-Peter Landsmann

Selbstverständlich ließ es sich auch die Bürgermeisterin von Baleyssagues Roxane Vanrechem-Rossetto nicht nehmen hier mit dabei zu sein und ihren Gruß zu entbieten. Die Gemeinderäte Hans-Peter Landsmann und Martin Laumer überreichten auch im Namen des Barbinger Bürgermeisters ein kleines Geschenk, verbunden mit Grüßen und einem Dankeschön für die langjährige Unterstützung des Austausches von kommunaler Seite. Tatkräftig zur Seite standen von Anfang an Marie-Pierre und Catherine Gerl aus Barbing, die als offizielle Übersetzerinnen fungierten, wo es nötig war.

Kurz vor Ankunft hörte es auf zu regnen und jede Menge blauer Himmel war den Freunden bis zur letzten Minute gegönnt. Gerne traf man sich am Pfingstsonntag zu einer kleinen Feierstunde, um das „Stade“ – also das Sportheim – von Baleyssagues der vor vier Jahren verstorbenen Bürgermeisterin Maryse Guinguet zu widmen. Hans-Peter Landsmann erinnerte an Maryse als die heimliche Mutter des Austausches, die immer dafür sorgte, dass es weitergeht und dazu auch ihr eigenes Haus immer weit offen hielt. Ausflüge nach Bordeaux in die „Cité du Vin“, eine Schifffahrt auf der Garonne, ein Spaziergang mit Schnitzeljagd im Garten von Boissonna von Baleyssagues waren äußerst gut organisiert und motivierten die Teilnehmer sich für Land und Leute zu interessieren – und sich der französischen Sprache anzunähern. Auch ein Ausflug in den Park von Casteljaloux, wo Spiele, ein Hochseilgarten oder ein Spaziergang Entspannung brachten, fand großen Beifall bei allen Teilnehmern.

Ob bei den Spielen, an den gemeinsamen Abenden und Ausflügen oder innerhalb der Gastfamilien, wo allesamt geradezu erster Klasse untergebracht waren, konnte man die große Gastfreundschaft der Franzosen kennenlernen. Alle Teilnehmer – auf französischer wie auf deutscher Seite – trugen natürlich stets die eigens für diesen Austausch angeschafften blauen Sweatjacken.

Neue Organisatoren übernehmen

Beim Abschied auf dem „Platz des 8. Mai“ vor dem „Café de la Paix“ (Café des Friedens) in Duras übernahmen Johanna Böhm und Catherine Gerl, die künftig in die Fußstapfen von Landsmann treten wollen, die Abschiedsrede und betonten ihre Dankbarkeit gegenüber den Gastgebern. „Nach bald 30 Jahren Organisation muss man auch mal an die Zukunft des Austausches denken“, meinte Vorsitzender Hans-Peter Landsmann, „darum freut es mich umso mehr, dass jetzt ein Generationswechsel kommen kann, der den Austausch für die nächsten 30 Jahre sicherstellt“.

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