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Politik

Gemeinderat lehnt neue Ampel ab

Die Anlage hätte bis zu 30 000 Euro gekostet. Die beiden möglichen Standorte fanden keine Mehrheit im Gremium.
Von Ralf Strasser

Hier hätte eine Ampelanlage realisiert werden können. Der Gemeinderat entschied sich dagegen. Foto: msr
Hier hätte eine Ampelanlage realisiert werden können. Der Gemeinderat entschied sich dagegen. Foto: msr

Holzheim.Die Gemeinde bekommt keine neue Ampel. Der Gemeinderat entschied sich in seiner Sitzung gegen den Plan, in der Ortsdurchfahrt eine Lichtzeichenanlage aufzustellen. Die Debatte darüber wurde kontrovers und emotional geführt. 20 000 bis 30 000 Euro würde die Ampel kosten, rechnete Bürgermeister Andreas Beer vor. 50 Prozent davon müsste die Gemeinde zu tragen. Als favorisierter Standort galt bislang der Kreuzungsbereich an der Dornauerstraße beim ehemaligen Edeka-Geschäft.

„Wir benötigen dafür beidseitig mehr Platz, aber es ist nicht mehr sicher, ob wir dafür den nötigen Grund bekommen“, erklärte Beer, der sich im Lauf der Versammlung für mehr Sicherheit durch eine Anforderungsampel als Querungshilfe für den aufkommenden Verkehr aussprach.

Andere Maßnahmen seien nicht möglich, weder eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf der Staatsstraße noch Zebrastreifen oder Straßeninseln. Als Alternative zum Standort im Zentrum Holzheims galt die Kreuzung an der Josef-Frank-Straße und der Kirchenstraße. Für beide möglichen Standorte sahen Hans Dirnhofer und Martin Maier keinen Bedarf. „Ich bin absolut dagegen, so viel Geld auszugeben für eine Ampel, die keiner benutzt“, betonte Dirnhofer. „So viel Verkehr haben wir nicht, dass man nicht ungefährdet die Straße überqueren kann.“

Das sah Florian Karl differenzierter. „Wir müssen auch an Kinder, ältere Leute oder Menschen mit Behinderungen denken. Für sie müssen wir eine sichere Möglichkeit bieten“, forderte Karl. Auch bei der Standortfrage wurde diskutiert. Für Günther Jobst und Martin Maier ist der beengte Platz an der Dornauerstraße zwar zentral, aber im Begegnungsverkehr von Lastkraftfahrzeugen denkbar ungeeignet. „Wenn da zwei Lastwagen an der roten Ampel warten, kommt keiner mehr aneinander vorbei“, ergänzte Doris Kerres.

Eine Ampel an der Kirchenstraße sei dagegen „zu weit vom Schuss“, argumentierte Micheal Dobler, der sich eine zentrale Lösung vorstellen könnte, zumal sich Polizei, Verkehrsaufsicht und Staatliches Bauamt in einer Verkehrsschau für den Standort in der Ortsmitte ausgesprochen hätten. Letztendlich entschieden sich die Gemeinderäte in der Mehrheit gegen eine Lichtzeichenanlage, sowohl zentral als auch ortsversetzt.

Vor Ort machten sich die Gemeinderäte ein Bild von Friedhof und dem Anton-Feuerer-Platz. Einmal zum Umgriff des Platzes, zum anderen zur Gestaltung des Friedhofs. Wurden Wegebau, Beleuchtung, Kanalanschluss, Brunnen oder Kreuzgang bereits erörtert, stand jetzt die Errichtung einer Sammelgrabstelle im Fokus. Die Begutachtung mündete in zwei Beschlüssen. Es wurde beschlossen, in der hinteren Grabreihe eine Sammelgrabstelle für Urnen mit Grabeinfassung und Grabstein zuzulassen, entsprechend wurde die Satzung geändert.

Wasserversorgung

Umweltschutz: In das Mischbauwerk zwischen Holzheim und Burglengenfeld müssen Aktivkohlefilter einbaut werden. „Das wird über Herstellerbeiträge finanziert“, sagte Bürgermeister Andreas Beer.

Kosten: Für ein durchschnittliches Wohngebäude ist ungefähr mit Kosten in einem mittleren dreistelligen Bereich zu rechnen. Hausbesitzer in Holzheim und Hirschhof sind betroffen.

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