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Feuerwehr

Gründungsfest im Mittelpunkt

Vier Tage feierten die Friesheimer 2017 miteinander. Aber auch 23 Einsätze, darunter ein Dachstuhlbrand, wurden bewältigt.
Von Tino Lex

Das Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Friesheim wurde ein Fest der Superlative. Mehr als 100 Vereine gingen auf dem großen Festzug mit. Foto: Archiv/Lex
Das Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Friesheim wurde ein Fest der Superlative. Mehr als 100 Vereine gingen auf dem großen Festzug mit. Foto: Archiv/Lex

Friesheim.Von 23. bis 26. Juni vergangenen Jahres feierte die Freiwillige Feuerwehr Friesheim ein „Fest der Superlative“, wie damals in der Mittelbayerischen Zeitung berichtet wurde. Bei der ersten Jahresversammlung nach diesem Fest, das tausende von Besuchern in das kleine Dörfchen der Großgemeinde Barbing lockte, ließen Kommandant Martin Fischer, der als Festleiter fungierte, sowie der Vorstand des Vereins, Andreas Lingauer, das Großereignis noch einmal Revue passieren.

Dass die Friesheimer feiern können, ist hinlänglich bekannt. Über zahlreiche Festivitäten konnte in der Vergangenheit berichtet werden, die allesamt in einem guten Licht erschienen. Doch diesmal, beim 150-jährigen Gründungsfest der Freiwilligen Feuerwehr Friesheim, übertrafen sich die Protagonisten einmal mehr. „So ein ruhiges, angenehmes und schönes Fest habe ich selten erlebt“, urteilte damals Bürgermeister Hans Thiel, der als Schirmherr fungierte. „Die Vorbereitungen für dieses große Fest liefen bereits seit vier Jahren. Wenn dann nach vier Tagen alles vorbei ist, bekommt man schon etwas Wehmut“, zeigte sich der erste Vorsitzende der Feuerwehr Friesheim, Andreas Lingauer, am letzten Abend des Festes etwas traurig.

Es wird fleißig geübt

Doch nun geht es weiter und die emsige Feuerwehr widmet sich den alltäglichen Aufgaben wie Bränden und Hilfeleistungen. Hierfür muss ausgiebig und gut trainiert werden. Wie ein Brand im letzten Jahr in Friesheim zeigte, war die Feuerwehr bestens gerüstet und konnte Schlimmeres verhindern. Der Dachstuhl mit der sich darin befindlichen Wohnung brannte völlig aus – ein technischer Defekt löste damals diesen schlimmen Brand aus. Mit Feuerwehr-Kameraden aus der Großgemeinde konnte der Brand damals schnell unter Kontrolle gebracht werden. Das war aber beileibe nicht der einzige Einsatz. 22 weitere Mal mussten die Friesheimer ausrücken, um auslaufende Betriebsstoffe zu binden, Sicherheitswachen abzuhalten, den Brand eines Mähdreschers zu löschen oder bei Verkehrsunfällen Hilfe zu leisten. Aber auch die Stürme im vergangenen Sommer hielten die Feuerwehrfrauen- und -männer auf Trab. Zudem meldeten sich mehrere Kameraden für den Einsatz zum Absperren der Straßen bei der letzten Challenge, die durch das Gemeindegebiet führte.

Kommandant Fischer berichtete von zwölf Monatsübungen und vier weiteren gemeinsamen Großübungen der Pfarreifeuerwehren: „Alle Wehren versuchten Hand in Hand, ob bei technischen Hilfeleistungen in Illkofen, einem Verkehrsunfall in Auburg oder beim Brand einer landwirtschaftlichen Fläche in Friesheim und Eltheim, den Anforderungen gerecht zu werden sowie vor allem das Miteinander zu stärken, um im Ernstfall schneller gemeinsam reagieren zu können“. Das soll auch in diesem Jahr wieder klappen, denn die erste Pfarreiübung wurde bereits absolviert.

30 Kilometer bei Festzügen

Bürgermeister Hans Thiel lobte das intakte Vereinsleben der Friesheimer Wehr und sprach von einem „historischen Fest“. „Was hier auf die Beine bestellt wurde bei einer zahlenmäßig vergleichsweise kleinen Dorfgemeinschaft, ist fast unglaublich“, lobte Thiel ein weiteres Mal. Doch einen kleinen Wermutstropfen musste er anbringen: „Ich hatte bei dem Fest einen Schrittzähler dabei und kann nachweisen, dass ich bei den Festzügen insgesamt rund 30 Kilometer absolviert habe. Sollte ich in 25 Jahren noch mitfeiern können, bitte ich um ein Fahrzeug, das mich mitnimmt“, so Thiel augenzwinkernd. Das werde sich einrichten lassen, so Vorsitzender Lingauer.

Viele helfen zusammen

  • Engagement:

    Die freiwillig geleisteten Stunden der Feuerwehr Friesheim belaufen sich auf rund 5000 Stunden. Die Zahl setzt sich aus allen Anwesenheitsstunden bei Monatsübungen, Weiterbildungen, Versammlungen, Einsätzen, Arbeitseinsätzen, Instandhaltungsmaßnahmen und Vorbereitungen für das Gründungsfest zusammen. Allein Kommandant Martin Fischer leistete 780 Stunden.

  • Technik:

    Josef Lehner überprüfte ehrenamtlich alle technischen Geräte, die im Feuerwehrhaus stehen. Die Anforderungen an die Führungskräfte der Freiwilligen Feuerwehren wachsen ständig. Nur durch die gemeinsame Arbeit der Vorstandschaft und der Aktiven konnte die Freiwillige Feuerwehr den Ausbildungsstand und Ausrüstungszustand erreichen und auch halten. (xtl)

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