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Unglück

Havarie auf der Donau: Bergung beginnt

Zwei Schiffe sitzen im Kreis Straubing-Bogen in der Fahrrinne fest. Als erstes muss jetzt die Fracht der Schiffe herunter.

Die festsitzenden Schiffe müssen nun zunächst teilweise entladen werden. Foto: WSA Regensburg
Die festsitzenden Schiffe müssen nun zunächst teilweise entladen werden. Foto: WSA Regensburg

Regensburg.Das mit mehr als 1000 Tonnen Weizen beladene Gütermotorschiff „Kiesfracht“ hat sich am Freitag gegen 17 Uhr auf der Donau bei Pfelling festgefahren. Das in der Slowakei beheimatete Schiff liegt seitdem quer in der Fahrrinne, so dass Schiffe die Unfallstelle nicht passieren können. Am Montag wurde mit der Bergung der Schiffe begonnen. Zunächst muss die Fracht der Schiffe entladen werden.

Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) Regensburg, eine nachgeordnete Behörde des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur, hat die Bundeswasserstraße Donau bis auf weiteres für den Verkehr gesperrt. Ein zweites, ebenfalls in der Slowakei beheimatetes Gütermotorschiff hat sich anschließend wenige 100 Meter unterhalb der Unfallstelle im Uferbereich ebenfalls festgefahren, nachdem es vergeblich versucht hatte, den Havaristen freizuschleppen. Der Außenbezirk Deggendorf des WSA Regensburg hat die Wasserschutzpolizeistation Deggendorf zur Ermittlung der Unfallursachen eingeschaltet.

Eine Bergungsfirma soll nun die beiden Schiffe freischleppen. Davor müssten diese allerdings noch „geleichtet“ werden, wie die Polizei mitteilte.

Das WSA Regensburg steht im ständigen Kontakt mit den Schiffsmannschaften und hat über das Wochenende eine Strategie erarbeitet, mit dem Ziel, den Schiffsverkehr so schnell wie möglich wieder freizugeben. Um die Schiffe freischleppen zu können, muss zunächst ein Teil der Ladung entnommen und auf andere Schiffe umgeladen werden, so dass die Havaristen aufschwimmen und ein Freischleppen erst ermöglicht wird. Fallende Wasserstände und Kiesanhäufungen, verursacht durch die fehlgeschlagenen Befreiungsversuche, erschweren die Bergung. Nach der Bergung werden die Havaristen in den nächst gelegenen Hafen geschleppt und und auf Schäden an Ruderanlage und Antrieb überprüft, ehe die Weiterfahrt gestattet wird.

Das WSA Regensburg rechnet mit einer Aufhebung der Schifffahrtssperre in Abhängigkeit der sich entwickelnden Wasserstandsverhältnisse und dem Fortschritt der Arbeiten in den nächsten zwei bis drei Tagen.

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