MyMz
Anzeige

Anwalt

Hitziger Ton bei der Norma-Diskussion

Zwei neue Räte, Infos zum FF-Haus und ein Abbruch der öffentlichen Sitzung – im Gemeinderat Beratzhausen war viel geboten.
Von Ingrid Kroboth

Die Markträte (v.l.) Christian Kraus und Birgit Guth wurden von Bürgermeister Konrad Meier vereidigt. Foto: Kroboth
Die Markträte (v.l.) Christian Kraus und Birgit Guth wurden von Bürgermeister Konrad Meier vereidigt. Foto: Kroboth

Beratzhausen.Zur jüngsten Sitzung des Marktrates legte Bürgermeister Konrad Meier (CSU) seine Amtskette an. Schließlich galt es, zwei neue Ratsmitglieder zu vereidigen: Birgit Guth, die auf SPD-Seite die Nachfolge von Georg Thaler angetreten hat, und Christian Kraus, der bei den Unabhängigen Bürgern (UB) für Michael Eibl nachgerückt ist und auch dessen Fraktionssprecherposten übernommen hat.

Bürgermeister bricht Sitzung ab

Gleich in ihrer ersten Sitzung erfuhren die Neuen, wie man den Bürgermeister auf die sprichwörtliche „Palme“ bringt. Das Reizwort heißt „Wiendlgelände“ kombiniert mit Rechtsanwalt. Gerhard Rinkes, Fraktionssprecher der SPD, hatte am Ende der Sitzung ein vom Gremium schon seit Monaten gefordertes Gespräch der Bürgermeister und Fraktionssprecher mit dem Rechtsanwalt der Gemeinde angemahnt. Thema: die vom Discounter Norma im Grundbuch eingetragene Auflassungsvormerkung für das Wiendlgelände. Konrad Meier erklärte den Räten, dass beim Anwalt „momentan fast kein Termin zu bekommen“ sei. Diana Hehenberger-Risse (Grüne) hatte kein Verständnis, da die gleiche Kanzlei mit Verkaufsunterlagen befasst sei, die anschließend im nichtöffentlichen Teil der Sitzung behandelt werden sollten. Mit einem aufgebrachten „Schluss jetzt!“ und ohne Terminzusage brach Meier die öffentliche Sitzung ab.

Gas-Leitung

  • Plan:

    Robert Hammer erklärte den Markträten, das geplante Neubaugebiet „Zehentberg VI“ soll an die Erdgasleitung angeschlossen werden. Doch dafür brauche das Bayernwerk eine freie Trasse von der Schlesierstraße her.

  • Die Lösung:

    Der Garten an der nördlichen Spitze des künftigen Baugebietes wird verkürzt und dafür eine 1,50 bis 1,80 Meter breite rad- und fußläufige Verbindung vom bestehenden zum neuen Wohngebiet geschaffen – als Gasleitungstrasse.

  • Effekt:

    Dieser Beschluss werde wohl 90 Prozent der Neubürger veranlassen, sich für Gasanschluss zu entscheiden, sagte Diana Hehenberger-Risse voraus. Leider würden damit von künftigen Bauherren andere, regenerative Energien voraussichtlich kaum in Erwägung gezogen.

Ein harter Schnitt nach einem sonst ausgewogenen Verlauf. Denn beim Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Beratzhausen waren sich Bürgermeister und Räte einig. Immerhin tagt dazu im 14-tägigen Rhythmus ein “Planungsstab“, der sich zusammensetzt aus den Vorsitzenden und Kommandanten der Wehr, dazu Bürgermeister, Bauamtsleiter, Baureferent Georg Fromm, sein Vorgänger Martin Tischler und Matthias Beer. Bisher sei das Gremium mit Lösungssuche und Ausschreibungs-Vorbereitung beschäftigt gewesen, berichtete Beer. Georg Fromm lud auch die Fraktionssprecher zur nächsten Sitzung am 23. Juli von 17 bis 19 Uhr ein.

Professionelle Hilfe

Der nächste Schritt sei nun die Beauftragung eines Architekten. Der soll zum Jahresende einen „einreichungsfähigen Bauplan“ vorlegen.

Bürgermeister Meier wies auf die Möglichkeit hin, sich in die Schlauchwaschanlage Parsberg „einzukaufen“. Dort sei die Anlage für viel mehr Schläuche als vorhanden ausgelegt. Das wird laut Meier auch von Kreisbrandrat Wolfgang Scheuerer favorisiert. Geklärt sei indes, so der Bürgermeister, dass für den Neubau weder der Flächennutzungsplan geändert noch ein Bebauungsplan aufgestellt werden müsse: „Das ist wie ein Einzelbauvorhaben zu werten“, so Meier. Für all die Nutzer des Schlossergeländes seien teils schon Lösungen gefunden.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht