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Brandschutz

Kinder sollen zur Feuerwehr

Der Hohenschambacher Verein will den Nachwuchs früh integrieren. Eine Kinderfeuerwehr wäre für das Dorf eine Bereicherung.
Von Bernhard Seiberl

  • Eine Kinderfeuerwehr soll schon bald in Hohenschambach gegründet werden. Archivfoto: Denise Ackermann
  • Gottfried Pollinger will eine Kinderwehr gründen. Foto: Seiberl

Hemau.Der Hohenschambacher Feuerwehr-Vorsitzende Gottfried Pollinger bestätigte anlässlich der Generalversammlung, „wir haben eine Top Feuerwehr, in Hohenschambach können die Bürger ruhiger schlafen“. Im gut besuchten Nuber-Saal setzte Pollinger mit der geplanten Kinderfeuerwehr ein Zeichen für die Zukunft des Vereins. „Dieses Thema wollen wir künftig intensiv bearbeiten“, sagte der Vorsitzende. Bereits ab sechs Jahren sollen Kinder in der Kinderfeuerwehr mit Themen wie zum Beispiel leichte handwerkliche Tätigkeiten, Basteln oder auch einer Verkehrserziehung frühzeitig an den Verein gebunden werden.

Jetzt gilt es Personen mit pädagogischer Erfahrung oder auch Eltern für diese Idee zu gewinnen, auch für das Dorfleben wäre eine Kinderfeuerwehr eine Bereicherung, so Pollingers Appell. „Etwas besser könnte die Beteiligung der Aktiven an den verschiedensten Aufgaben sein, hier stelle ich fest, dass einige immer dabei sind und manche eher selten“, sagt er. Andere Teile dürfen sich nicht ausschließen, ein sozialer Unfrieden sei dann vorprogrammiert, darüber müssen wir noch reden. Ich hoffe, dass bei den Renovierungsarbeiten des Gerätehauses viele mit anpacken, so der Vorsitzende.

Bevölkerung sensibilisieren

Für Kreisbrandinspektor Bernhard Ziegaus ist die Nachwuchsproblematik nicht unbekannt. Es gelte ständig, die Bevölkerung für den Feuerwehrdienst zu sensibilisieren. Im Landkreis habe man zurzeit 21 Kinderfeuerwehren, die Übergangsquote zur Jugendfeuerwehr liege bei 80 Prozent. „Ich wünsche den Hohenschambachern viel Erfolg bei der Gründung einer Kinderfeuerwehr“, so Zeigaus. Eine Information zur Digitalen Alarmierung, nach heutigen Kenntnisstand, wird diese nicht vor 2022 erfolgen, so Ziegaus. Kreisbrandmeister Andreas Freihart appellierte, die angebotenen Schulungen und Weiterbildungen des Landkreises kontinuierlich zu nutzen. Kommandant Matthias Kümmel berichtete über das abgelaufene Vereinsjahr mit 40 Einsätzen und 38 Übungen. Bei den Einsätzen erfolgten 22 mit Alarm, drei Brandeinsätze, elf technische Hilfeleistungen, sieben Verkehrsunfälle, zwei Unwettereinsätze und Sonstige.

„Beim Atemschutzleistungswettbewerb in Hemau haben wir mit zwei Gruppen teilgenommen und das Bronzeabzeichen erworben. Insgesamt wurden bei den 38 Übungen zirka 888 Arbeitsstunden geleistet.“ Jeder Aktive sollte das Jahr über an mindestens vier bis fünf Übungen teilnehmen, so die Mindestforderung des Kommandanten. Vorfreude machte sich bereits bemerkbar bei der Ersatzbeschaffung des neuen Löschgruppenfahrzeug LF 10. Nach Antrag vom Oktober 2017 und positiver Beschlussfassung des Hemauer Stadtrates im Februar 2018, kann mit einer Inbetriebnahme im Jahr 2020, spätestens aber 2021 gerechnet werden, berichtete Kümmel.

Den Blick voraus

Martin Hofmann informierte über die neue Homepage des Vereins, sie wurde von Christoph Kümmel neu erstellt, alle Termin und Informationen über den Verein sind darin aufgeführt, für die Pflege übernimmt Robert Woznik Verantwortung. Kassier Andreas Paulus berichtete über den aktuellen Zahlenstand, mit dem Kassenbestand liegen wir etwas über den Vorjahreszahlen, so seine Bilanz.

Beeindruckt von allen Berichten zeigte sich Bürgermeister Hans Pollinger und zollte großes Lob für die Informationspolitik. Die stellvertretende Stützpunktfeuerwehr arbeite professionell, den Blick voraus zu haben und zu handeln und dabei auch nicht den gesellschaftlichen Bereich nicht zu vernachlässigen, zeichne die Feuerwehr aus.

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