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Freitag, 23. Februar 2018 2

Kultur

Kleinkunst im Sommerkeller

In Wiesent existiert seit zehn Jahren ein lockerer Zusammenschluss. Er zieht Maler, Musiker und Kabarettisten an Land.
von walter schiessl

Die Couplet-AG heimste bei ihrem Auftritt im Wiesenter Sommerkeller großen Applaus ein. Foto: Julia Müller

Wiesent.Seit über zehn Jahren ist der Arbeitskreis Kultur in der Gemeinde aktiv. Er wurde 2007 als Teil des Bürgerforums gegründet. „Wir unterstützen mit unserer ehrenamtlichen Arbeit die Gemeinde in allen kulturellen Aufgaben“, sagt Eduard Ebenbeck, der dem Zusammenschluss als Sprecher voransteht. Alle vier bis sechs Wochen werden durch ihn hochwertige Veranstaltungen aus den Bereichen,Musik, Kabarett, Theater und Literatur geboten. Der AK nutzte anfangs den Hudetz-Turm, seit Mai 2011 finden die Events hauptsächlich im neu renovierten Sommerkeller statt. Darüber hinaus gibt es in den Sommermonaten in unregelmäßigen Abständen auch auf der Ruine Heilsberg Veranstaltungen.

1225-Jahr-Feier war Auslöser

„Es war 2007“, so erinnert sich Eduard Ebenbeck, „dass wir im Rahmen des Bürgerforums, das Leben in die Gemeinde bringen sollte, den Arbeitskreis ins Leben riefen.“ Eine Mannschaft von zehn Leuten machte sich Gedanken, was man in Wiesent alles tun könnte, um den kulturellen Sektor zu verbessern. Die Debatten waren anfangs breit gefächert, Die Mitglieder um Annette Schramm, Eduard Ebenbeck, Ali Stadler und Altbürgermeister Hans Rösch trafen sich an verschiedenen Orten, um die Szene zu beleben. „Natürlich hatten wir durch die Ausstellungen, die bis dahin schon im Hudetzturm stattfanden, schon einige Kulturschaffende, die in Wiesent vorab aktiv waren“, erinnert sich Eduard Ebenbeck. Hans Rösch, damals der Bürgermeister, zählt auf, was damals schon stattgefunden hatte, so gab es einen Ökomarkt, Kunstausstellungen in den Banken oder Wein-Seminare in Kruckenberg.

Auslöser für die Gründung war die 1225-Jahr-Feier der Gemeinde 2005, sagt Ali Stadler. Man wollte den Schwung, den die Gemeinde erfasst hatte und der sich auch auf dem kulturellen Sektor niedergeschlagen hatte, unter anderen durch einen Festzug und eine Theateraufführung im Schlosshof. „Die einzelnen Beiträge mussten nun zunächst einmal vom Arbeitskreis gebündelt werden“, sagt Ali Stadler. Anfangs hatte Annette Schramm als Sprecherin das Kommando. 2014 hat Eduard Ebenbeck das Amt übernommen. Vom Elan aus dem Gemeindejubiläum blieben auch noch die AKs Aktive 55 plus und Kinder und Familie bestehen.

In den zehn Jahren wurden viele Highlights nach Wiesent gebracht. Die Besucher wie auch die Künstler erinnern sich noch heute gerne an die Auftritte, meist im Sommerkeller, den die Gemeinde 2010 von einem Privatmann gekauft und dann saniert hat.

Auch die Künstler schwärmen

Die Verhandlungen mit den Künstlern oder deren Agenten führen Rudi Gritschmeier und Eduard Ebenbeck. „Das macht uns schon Spaß“, sagen der hauptberufliche Busfahrer und der BMW-Bedienstete. Es mache sie schon etwas stolz, für Wiesent ein so prächtiges Kulturprogramm auf die Beins zu stellen. Eingebunden seien auch der Hudetzturm, in dem es immer wieder Kunstausstellungen gibt und die Burgruine Heilsberg, auf der es im sommer stets ein Burgwochenende gebe.

Den Künstlern, die in Wiesent ihr Programm darboten, bleibt die kleine Gemeinde meist stets in bester Erinnerung. So schwärmte Sebastian „Wast“ Daller noch lange von der guten Stimmung, auf die er im Schellerer-Saal gestoßen sei. Auch der Couplet AG, die am Freitag im Sommerkeller auftrat, hatte es der Sommerkeller mit seinenn 110 Gästen angetan. „Des war scho gigantisch“, schwärmte Jürgen Kirner, „des war wia in am Wohnzimmer und in ana Tropfsteinhöhle zugleich!“

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