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Samstag, 21. April 2018 28° 2

Bürgerversammlung

Kritik am Gymnastikraum der Grundschule

Bei der Bürgerversammlung in Kareth sprach ein Besucher von unzumutbaren Bedingungen. Der Bürgermeister sieht das anders.
Von Josef Dummer

Das Bebauungsplanverfahren für den Umbau des Netto-Markts in Kareth soll voraussichtlich im Mai abgeschlossen werden. Danach könnte mit den Arbeiten begonnen werden, sagte Bürgermeister Hauner auf eine entsprechende Anfrage in der Bürgerversammlung in Kareth. Foto: Dummer

Kareth.Im Pfarrheim Kareth ist die Reihe der Bürgerversammlungen zu Ende gegangen. Wie schon in Lappersdorf und Hainsacker nutzten die anwesenden knapp 80 Bürger die Möglichkeit für Anfragen und Anregungen und auch Kritik sehr intensiv. Nach dem Rechenschaftsbericht von Bürgermeister Christian Hauner fragte Jörg Uhlig wegen der Kinderspielplätze in Hölla-Äcker und bei der Grundschule Kareth nach dem Anbau für den Hort nach. Bauhofleiter Andreas Summer versprach eine Ertüchtigung des Spielplatzes in Hölla-Äcker, „sobald es die Witterung zulässt“, ebenso wird nach Angaben von Bürgermeister Hauner bei der Planung für den Hortanbau, die jetzt aktuell im April im Marktrat vorgestellt wird, auf ausreichend Flächen für einen Kinderspielplatz geachtet.

Zur Anfrage von Hans-Jörg Wein zum Stand der Planungen für ein Wasserkraftwerk am Pielmühler Wehr sagte Bürgermeister Hauner, dass aktuell noch keine Entscheidung getroffen wurde und die Angelegenheit beim Landratsamt liege. Der Marktrat habe sich aber schon eindeutig gegen den Bau ausgesprochen und werde bei einer positiven Entscheidung mit weiteren betroffenen Einrichtungen Klage erheben.

Zu viel Verkehr im Pfälzer Weg

Martin Hausmann schimpfte über die „nicht mehr hinnehmbare Verkehrsbelastung“ am Pfälzer Weg im Bereich der Kreuzung zur Hauptstraße in Kareth. Brigitte Fischer sieht zudem eine Gefährdung für die Fußgänger an dieser Kreuzung. Laut Hauner haben in diesem Bereich schon viele Verkehrsschauen mit Vertretern des Landkreises und der Polizei stattgefunden, die aktuelle bestehende Lösung sei dabei als die geeignetste bewertet worden. Wegen der Geschwindigkeitsüberschreitung einzelner Fahrzeugführer konnte er nur an deren Vernunft appellieren. Die von Hausmann vorgeschlagene Aufstellung einer Geschwindigkeitsmessanlage werde geprüft, sagte Hauner, ebenso die von Hausmann kritisierte mangelhafte Straßenbeleuchtung vom Schelmengraben kommend.

Nach Meinung von Reinhold Breuer sollten sich die Umlandgemeinden gegen ein falsches Meinungsbild in der Stadt Regensburg wehren, der Markt Lappersdorf beispielsweise sei nicht an einer Ersatztrasse für den ÖPNV interessiert. Er forderte die Versammlungsteilnehmer zu einer Abstimmung heraus, um diesem falschen Meinungsbild entgegenzuwirken. Seinen Recherchen nach würde beispielsweise eine Busbrücke am Grieser Steg eine enorme Linienverkürzung bewirken. Auch eine Busfähre wäre für ihn eine gute Lösung. Nachdem die Resonanz auf Breuers Forderung sehr zögerlich ausfiel, meinte Gottfried Schorr, dass die Teilnehmer einer Bürgerversammlung nicht befugt seien, eine Abstimmung durchzuführen. Möglichkeiten, diesen Forderungen Nachdruck zu verleihen, sah er nur in Form von einer Unterschriftensammlung. Geprüft wird nach Aussage von Hauner ebenso die Anregung von Brigitte Fischer, den Grünstreifen am Pfälzer Weg bei der Einbiegung zur Bergstraße wieder mehr als Aushängeschild für diese Straße zu gestalten, nachdem das Unkraut dort sehr überhandgenommen habe.

Sportunterricht nicht möglich?

Ein kontroverser Diskurs mit dem Bürgermeister entwickelte sich, als Josef Enders die seiner Meinung nach unzumutbaren Bedingungen im „Gymnastikraum“ der Grundschule Kareth mit viel zu beengten Verhältnissen kritisierte. Ein geordneter Sportunterricht könne dort nicht stattfinden. Hauner widersprach diesem Einwand „auf das Schärfste“. Ihm sei bei einem Gespräch mit der Schulleitung genau das Gegenteil bestätigt worden. Nach Aussage der Schulleiterin Maria Kehrer-Leierseder sei die Turnhalle für die 1. und 2. Klassen völlig ausreichend. Nachdem laut Enders diese Behauptung nicht stimmt, will Hauner nochmals ein Gespräch mit der Schulleitung führen.

Gisela Reitmeier fragte an, ob neben den Bioabfällen jetzt auch die Ablagemöglichkeit für die Grünabfälle ständig zugänglich gemacht werden könnte. Bauamtsleiter Summer befürchtet dann eine Häufung von „Fehleinwürfen“, wie er in der Bürgerversammlung sagte.

Hauners Bilanz

  • Debatte:

    Bürgermeister Christian Hauner gefielen die sachlichen Diskussionen zu einzelnen, oft auch kontroversen Beiträgen der Bürger. „Das ist gelebte Demokratie.“

  • Besuch:

    Zufrieden ist der Lappersdorfer Bürgermeister auch mit dem „immer sehr guten Besuch“ in den drei Bürgerversammlungen. „Ich finde, es hat alles super geklappt, und wenn Bürger Probleme haben, können sie auch außerhalb einer Bürgerversammlung jederzeit zu mir kommen.“ (ldk)

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