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Kultur

Kultur-Events auf Rekordkurs

Das Jahresprogramm des Landkreises Regensburg wartet mit 51 tollen Veranstaltungen auf – darunter ein Casanova-Abend.
Von Christof Seidl

Weiberer und Gelehrter: Giacomo Casanova ist eines von 51 Themen des Landkreis-Programms „Kultur.Erbe 2018“. Symbolfoto: Jerry Lampen/dpa
Weiberer und Gelehrter: Giacomo Casanova ist eines von 51 Themen des Landkreis-Programms „Kultur.Erbe 2018“. Symbolfoto: Jerry Lampen/dpa

Regensburg.Giacomo Casanova war nicht nur das, was man in Bayern einen Weiberer nennt, er war auch Gelehrter. Um diesen Gelehrten und seine Ansichten als Europareisender wird es am 1. Juli im Schloss Alteglofsheim gehen. Die Sopranistin Franziska Roggenbuck wird die Lesung mit Liedern aus der Zeit des Venezianers begleiten.

Der Abend ist Bestandteil des Programms „Kultur.Erbe 2018“ des Landkreises und geradezu typisch für das Konzept der Reihe, die in diesem Jahr mit 51 Veranstaltungen einen neuen Rekord aufstellt. Viele der Veranstaltungen thematisieren den Bezug zwischen Lokalem und Europa, egal ob es sich um Kunstausstellungen, Theater, Musik oder Tanz handelt. Und so finden der Zwiefachen-Tag in Hemau, Lieder aus England und Deutschland in Wörth oder das Brückenfest in Kallmünz ein gemeinsames Dach.

Lob für das Projekt

Den Casanova-Abend organisiert das Kulturforum Schloss Alteglofsheim. Dessen 2. Vorsitzender Wolfgang A. Vogt lobt die Veranstaltungsreihe des Landkreises ausdrücklich. „Das ist ein toller Mantel, unter dem man ganz verschiedene Sachen machen kann.“ So habe das Kulturforum 2017 das Motto „Landschaften“ mit einer Schlossparkführung in Alteglofsheim und anschließendem Cembalokonzert mit floraler Musik des 18. Jahrhunderts umgesetzt.

Zu „Kultur.Erbe 2018“ gibt es eine 104-seitige Broschüre. Sie ist kostenlos im Landratsamt und in vielen Rathäusern, Museen, Gaststätten und Veranstaltungsorten erhältlich. Sie können die Broschüre hier online aufrufen! Fünf Veranstaltungen speziell an Kinder und Jugendliche sind extra gekennzeichnet.

Der zweite positive Effekt ist für Vogt der Werbeeffekt des Landkreisprogramms. „Wir erreichen dadurch Menschen im ganzen Landkreis.“ Darunter seien auch viele, „die wir sonst nicht erreichen würden“. Die Veranstaltung im vergangenen Jahr sei sehr gut besucht gewesen.

Landrätin Tanja Schweiger und Kulturreferent Dr. Thomas Feuerer stellten die neue Broschüre „Kultur.Erbe 2018“ vor. Foto: Claudine Pairst
Landrätin Tanja Schweiger und Kulturreferent Dr. Thomas Feuerer stellten die neue Broschüre „Kultur.Erbe 2018“ vor. Foto: Claudine Pairst

Diese Erfahrung würden auch viele andere Veranstalter machen, sagt Dr. Thomas Feuerer, der als Kulturreferent des Landkreises für das Programm von „Kultur.Erbe 2018“ verantwortlich zeichnet. Es seien bisher zwar keine konkreten Besucherzahlen festgehalten worden, aber die meisten Veranstalter würden einen guten bis sehr guten Besuch rückmelden.

Dieser Aspekt ist für Feuerer auch der Grund für das zunehmende Interesse an der jährlichen Kulturreihe. Waren es im vergangenen Jahr noch 39 Veranstaltungen an 26 Orten, so sind es 2018 bereits 51 an 31 Orten. „Das ist schon ein beachtlicher Anstieg“, betont Feuerer. Die Veranstalter hätten inzwischen erkannt, dass sie unter dem Dach der Kulturreihe nicht nur ein größeres, sondern auch ein anderes Publikum erreichen als mit Werbung im lokalen Umfeld.

„Diese Kulturreihe ist ein toller Mantel für verschiedenste Angebote.“

Wolfgang A. Vogt, Kulturforum Alteglofsheim

Um das Programm möglichst abwechslungsreich zu gestalten, kann jeder Veranstalter nur einmal pro Jahr mitmachen. Trotzdem gibt es Schwerpunktorte. Spitzenreiter ist in diesem Jahr Kallmünz mit sechs Angeboten. Nicht alle machen immer mit. So pausiert das „PettenDorftheater“ heuer aus Termingründen. „Es gibt durchaus Wechsel“, sagt Feuerer, der am liebsten noch mehr Veranstalter an Bord holen würde. Wichtig sei ihm, dass es sich möglichst nicht um Standardveranstaltungen handelt. „Ich versuche schon, zu motivieren, dass etwas Besonderes entsteht.“

„Das ist unser Beitrag zum Europäischen Kulturerbejahr 2018“, betont Landrätin Tanja Schweiger. Unter dem Motto „Sharing Heritage“ sei jeder dazu eingeladen, das eigene kulturelle Erbe und seine europäischen Bezüge bewusst zu erleben.

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