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Landkreis
Mittwoch, 15. August 2018 27° 3

Eilsbrunn-Thumhausen

Kulturnachmittag der Frauen in Eilsbrunn

Unter dem Motto „Wir sind stolz auf unser Dorf“ veranstaltete der Frauenbund Eilsbrunn-Thumhausen

Dr. Werner Chrobak führte die Gruppe in Eilsbrunn. Foto: lpe
Dr. Werner Chrobak führte die Gruppe in Eilsbrunn. Foto: lpe

Eilsbrunn-Thumhausen.einen Kulturnachmittag. Die Fertigstellung der Eilsbrunner Dorfmitte und das jetzt dadurch besonders ins Auge tretende Ensemble von Kirche und Wirtshaus veranlasste die Vereinsführung, der Geschichte beider Gebäude im Rahmen eines Kulturnachmittags auf den Grund zu gehen und durch die Erzählungen von Heimatpfleger Dr. Werner Chrobak erlebbar zu machen. Rund 30 Teilnehmer wurden von Dr. Chrobak darüber informiert, dass der Ort Egilisprunna und die Ortskirche im Jahre 1031 erstmals in der Güterbeschreibung des Klosters Emmeram erwähnt wurden und neben Matting die älteste Wolfgangskirche des Bistums ist. Sie ist Begräbnisstätte des Landadels derer von Schönhofer, Reisacher, Roschenbusch und Sauerzapf. Per Verpfändung ging Mitte des 17. Jahrhunderts die Pfarrei Eilsbrunn an das Kloster Prüfening über. Anschließend wurde der Turm barockisiert und eine Erweiterung der Kirche um ein Querhaus und Chorempore durchgeführt und mit einem neuromanischen Altar und farbigen Glasfenstern ausgestattet. Der größte Teil der Kirchenausstattung stammt aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts und ist seit den 1960er Jahren und der Renovierung 1999 zu neuen Ehren gekommen und wieder „barock“ geworden. Weiter führte Dr. Chrobak die Geschichte und die Legenden zu den Kirchenheilgen St. Wendelin, St. Leonhard sowie Nepomuk und der Hl. Katharina aus, die die Kirche zieren. Auch die Geschichte der Pfarreizugehörigkeit von Alling, Mariaort, Riegling und ehemals auch Viehhausen zu Eilsbrunn gehörten zum Kulturnachmittag. Dann widmete sich die Teilnehmergruppe der Geschichte des Röhrl-Wirtshauses. Aus einer Tafernwirtschaft, erstmals erwähnt im Jahre 1580, entwickelte sich ein Gasthof mit Brauerei und Fremdenzimmern, der in den Nachkriegsjahren gerne Anlaufpunkt von Sommerfrischlern aus dem Rheinland und Ausflugsgaststätte für den Regensburger Naherholungsraum war. Nach der Stilllegung der Brauerei 1971 wurde nur noch der Gasthof betrieben. Anfang dieses Jahres wurde der Gasthofbetrieb um ein Hotel erweitert, welches durch den Umbau des ehemaligen Sudhauses entstand. (lpe)

Geschichte

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