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SITZUNG

Laaber führt Grundgebühr ein

Das Wasser war das große Thema im Marktrat: Es ging um das Abwasser und die Überschwemmungen im Ortskern.
Von David Santl

Land unter: Am 1. Juni stand der Marktplatz in Laaber unter Wasser. Archivfoto: Alexander Auer
Land unter: Am 1. Juni stand der Marktplatz in Laaber unter Wasser. Archivfoto: Alexander Auer

LAABER.Trotz des sommerlichen Wetters fanden zahlreiche Laaberer den Weg ins Rathaus zur Marktratssitzung.

Dort informierte Erwin Wirth von der EBB Ingenieurgesellschaft mbH zunächst über die Einleitungsgebühren für die Schmutzwasserbeseitigung in den Kläranlagen Laaber und Waldetzenberg. Dabei stellte Wirth dar, wie sich die Einleitungskosten für einen Kubikmeter Schmutzwasser in den Jahren 2018 bis 2021 mit und ohne eine Abwasser-Grundgebühr verhalten würden. Gäbe es keine Grundgebühr, würden die Verbrauchskosten im Durchschnitt je Schmutzwassereinleiter 2,60 Euro pro Kubikmeter betragen. Mit Grundgebühr wären für einen Kubikmeter Schmutzwasser bei 15 Prozent Umlagekosten 2,11 Euro fällig.

So kam die Diskussion auf, ob künftig diese Grundgebühr erhoben werden soll und, wenn ja, wie hoch der Prozentsatz sein soll. Über die Notwendigkeit einer solchen Gebühr herrschte schnell Einigkeit, da dies für alle eine gerechte Lösung darstellt.

Anschließend wurde über die Höhe der Grundgebühr beraten. Zur Debatte im Marktrat standen dabei zehn bzw. 15 Prozent. Bei einem Satz von zehn Prozent würde die Gebühr 36 Euro betragen, bei 15 Prozent wären dies 54 Euro. Hier wurde deutlich, dass beide Vorschläge im Marktrat ihre Anhänger hatten. In der darauffolgenden Diskussion wurden die Vor- und Nachteile der Varianten auch im Hinblick auf die sozialen Aspekte abgewogen.

„Das müssen wir ändern“

Bürgermeister Hans Schmid merkte an, dass jeder Haushalt den eigenen Wasserverbrauch steuern könne. Bei der Abstimmung fand sich schließlich eine Mehrheit für den 15-Prozent-Vorschlag. Die Grundgebühr soll somit künftig 54 Euro und die Verbrauchskosten je Kubikmeter Schmutzwasser 2,11 Euro betragen.

Für Diskussionen sorgte auch die Frage, ob entlang der Staatstraße 2235 ein Geh- und Radweg entstehen soll. Dieser würde der Sicherheit von älteren Leuten dienen. Für den Bau plädierte Maria Scharfenberg: „Neben jede Staatsstraße gehört ein Geh- oder Radweg“, machte sie deutlich. Dennoch wurde dieser Punkt mehrheitlich abgelehnt. Die Komplettsanierung des Ahornweges samt Unterbau war ebenfalls Thema. Dadurch verändert sich der Zustand der Breite, ein Umbau der Einfahrten kann jedoch abgewendet werden. Die Räte stimmten der Ausschreibung dieser Maßnahme zu.

Danach standen die Überschwemmungen an Fronleichnam auf der Tagesordnung. „Das ist ein Zustand, den wir ändern müssen“, stellte Schmid klar, nachdem er Bilder vom überfluteten Marktplatz gezeigt hatte. Von den Anwohnern am Marktplatz gebe es bereits eine Unterschriftenaktion, die den Marktrat zu schnellem Handeln auffordere. In einem Beschwerdebrief beklagten sie, dass die Abwassersysteme den Wassermengen nicht gewachsen seien. Als Reaktion darauf einigte sich der Marktrat, einem Programm der Staatsregierung beizutreten, das die Ursache von Sturzfluten prüfen und anschließend Konzepte zu ihrer Vermeidung erarbeiten soll. Hierfür sollen die Planungen vorangetrieben werden. Zudem wurde angeregt, einen Notüberlauf zu schaffen, damit das Wasser bis zu einer bestimmten Höhe nicht in die Häuser fließt. Auch weitere Ideen, wie man sich für künftige Hochwasser wappnen könne, wurden diskutiert. So kamen die Vorschläge, in Zukunft auch das THW einzuschalten und für den Markt einen Radlader zur Unterstützung der Einsatzkräfte zu beschaffen.

Überschuss bleibt in der Krippe

Ein weiteres Thema auf der Tagesordnung des Gremiums war die Betriebskostenabrechnung der BRK-Kinderkrippe. Die Räte einigten sich darauf, dass der Überschuss in der Einrichtung verbleiben soll.

Zum Abschluss legte Schmid die Anfrage einer Bürgerin vor, ob beim Burgweg ein Geländer angebracht werden könne. Hierfür werde er sich ein Angebot machen lassen, informierte er den Marktrat. „Ein Geländer würde die Sicherheit dort deutlich steigern“, stellte Schmid fest.

Auffüllung: An der Schaggenhofener Straße sollte ein Grundstück aufgefüllt werden, um die danebenliegende Straße zu stabilisieren. Der Rat war jedoch der Meinung, dass der Aufwand zu groß sei, und lehnte das Vorhaben ab.

Ausbau: Die Telekom baut ihre vorhandenen Kabelnetze in Laaber eigenwirtschaftlich aus. (lds)

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