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Politik

Laaber spart mit LED-Lampen

Rudolf Straubinger entdeckte eine Alternative zum Angebot des Bayernwerks. Knapp 300 Leuchten sollen umgerüstet werden.
von Ingrid Kroboth

Rudolf Straubinger stellte die LED-Retrofit-Leuchte vor. Foto: Kroboth
Rudolf Straubinger stellte die LED-Retrofit-Leuchte vor. Foto: Kroboth

LAABER.Ein Großteil der Straßenlampen im Gemeindegebiet soll umgerüstet werden. Energieeffizienz steht für den Markt im Vordergrund. Dazu hat das Bayernwerk auch ein Angebot unterbreitet. Rund 150 000 Euro sollte die Gemeinde für 296 neue Lampen bezahlen.

Das schien dem dritten Bürgermeister Rudolf Straubinger (Freie Wählergemeinschaft) dann aber doch zu viel. Er machte sich auf die Suche nach Alternativen – und hat sie auch gefunden. In Niedersachsen stellt die Helecta GmbH reparaturfähige LED-Leuchtkörper her: Der Kaufpreis samt Einbau (durch das Bayernwerk) beläuft sich seinen Worten zufolge auf 92 Euro. Wie Straubinger seinen Ratskollegen in der jüngsten Sitzung vorrechnete, summiere sich die komplette Umrüstung der 296 Kasten- und Pilzlampen somit auf 27 232 Euro, also einen Bruchteil des Bayernwerk-Angebots. Denn die sechseckigen LED-Retrofit-Leuchten von Helecta könnten laut Straubinger problemlos in die vorhandenen Lampenkörper eingesetzt werden.

Die alten HQL-Quecksilber-Dampfleuchten oder die NAV-Natrium-Dampflampen seien einfach zu ersetzen und mit den alten, rein induktiven Vorschaltgeräten kompatibel.

Selbst gegen das oft „kalte“ Licht der LED-Leuchten biete Helecta „warme“ Alternativen, so Straubinger. Die Haltbarkeit der „Retrofit“ sei mit einem „Soll“ von 22 000 Stunden angegeben (Quecksilberleuchten lägen bei 9000 Stunden).

Überzeugend schien den Räten auch der deutlich reduzierte Stromverbrauch. So bezahlt Laaber derzeit 20 203 Euro im Jahr. Mit den LED-Leuchtmitteln soll sich der Jahresverbrauch auf nur noch 4753 Euro reduzieren, so dass die Umrüstung schon nach zwei Jahren refinanziert wäre - „von der CO2-Einsparung ganz abgesehen“, verwies Straubinger auf den zusätzlich umweltschonenden Aspekt. Denn der Strom-Verbrauch reduziere sich von 89 Watt für die WQL- und NAV-Dampfleuchten auf 20 Watt für die Retrofit – „bei gleichem Licht“.

Die erfolgreiche Suche nach Alternativen brachte dem dritten Bürgermeister nicht nur den Applaus seiner Ratskollegen ein, sondern auch den einstimmigen Beschluss für den Einbau der LED-Retrofit-Leuchtmittel. Womit dem Gemeindesäckl über 100 000 Euro einzusparen sind.

In der Sitzung fasste das Gremium auch den Satzungsbeschluss für das Neubaugebiet „Großetzenberg West“. Im Vorgriff auf den nichtöffentlichen Teil und die Haushaltsberatungen in einer der nächsten Sitzungen bereitete Bürgermeister Hans Schmid (CSU) den Marktrat öffentlich schon mal auf einen Gesamtetat von 16,862 Millionen Euro für 2018 vor.

Haushaltszahlen

Der Verwaltungshaushalt steigt auf 8,6 Millionen Euro (7,8 Millionen 2017), der Vermögenshaushalt auf 8,229 Millionen (6,2 Millionen 2017).

Ausschlaggebend ist eine Erhöhung der Kanalgebühren auf 870 000 Euro (bisher 669 000 Euro) und der Ankauf von Grundstücken für zwei Millionen Euro.

Die Gewerbe- und Einkommensteuer steigen ebenfalls an. (lik)

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