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Freitag, 23. Februar 2018 2

Politik

Landtagswahl: SPD nominiert Kandidaten

Die SPD im Regensburger Land schickt Matthias Jobst als Direktkandidat ins Rennen. Er eine die gespaltene Partei.
Von Bettina Mehltretter, MZ

Die SPD-Funktionäre Sebastian Koch (l.), Rainer Hummel (2. v. l.) und Franz Schindler (r.) mit den Nominierten Petra Lutz (3. v. l.), Matthias Jobst (4. v. l.), Karl Söllner (5. v. l.) und Diethard Eichhammer (2. v. r.). Foto: Sabrina Schlecht-Wanderer

Mariaort.Harmonie bei der Stimmkreiskonferenz der SPD im Regensburger Land: Am Montagabend haben die Delegierten den Alteglofsheimer Matthias Jobst einstimmig zum Direktkandidaten für die Landtagswahl im Stimmkreis 304 gewählt. Sebastian Koch, Vorsitzender des SPD-Unterbezirks Regensburg, ist froh über die Kandidatur Jobsts. Der 30-jährige Politikwissenschaftler kenne die Region und als wissenschaftlicher Mitarbeiter der Regensburger Landtagsabgeordneten Margit Wild auch die Themen vor Ort.

„Als Person symbolisiert Matthias Jobst den Neuanfang der SPD.“

Sebastian Koch

Koch rechnet damit, dass Margit Wild bei der Aufstellung der Oberpfälzer SPD-Liste wieder einen der vorderen Plätze erringen wird. Jobst ebenfalls weit vorne platzieren zu können, sieht er aber als große Herausforderung. Dennoch sei die Lage für den 30-Jährigen „nicht aussichtslos“. „Auf ihn werden wir auch in Zukunft setzen. Als Person symbolisiert er den Neuanfang der SPD“, betonte Koch. Zurzeit ist Jobst Kassier im Kreis- und im Alteglofsheimer Ortsverband sowie im Bezirksvorstand für Öffentlichkeitsarbeit zuständig.

Jobst setzt auf Digitalisierung und Wohnungsbau

SPD-Oberpfalz-Chef Franz Schindler gratulierte Matthias Jobst nach der Wahl. Foto: Fred Wiegand

Wie bei jeder SPD-Veranstaltung im Regensburger Raum war Joachim Wolbergs auch am Rande der Nominierungsversammlung Thema. Diesmal vor allem deshalb, weil sich der suspendierte Regensburger Oberbürgermeister am Samstag und Montag in der Mittelbayerischen Zeitung exklusiv über seine Tage in der Psychiatrie, die Haft und seinen Alltag ohne Job geäußert hatte (Lesen Sie Teil eins des Interviews hier und Teil zwei hier). „Joachim Wolbergs spaltet die Partei in Gläubige und Ungläubige“, sagte Koch unserer Redaktion. Allerdings schaffe Direktkandidat Matthias Jobst es, diese beiden Lager zu vereinen. Daher freue er sich auf den Wahlkampf mit ihm. Jobst hatte verkündet, im Wahlkampf vor allem auf das Megathema Digitalisierung und auf bezahlbaren Wohnraum setzen zu wollen.

Als Listenkandidatin für die Landtagswahl haben die Delegierten am Montag die stellvertretende SPD-Kreisvorsitzende Petra Lutz aus Hemau nominiert. Für den Bezirkstag kandidieren der Brunner Bürgermeister Karl Söllner (Direktkandidat) und dessen Deuerlinger Amtskollege Diethard Eichhammer (Listenkandidat). Koch bezeichnete die Nominierung der beiden Gemeindechefs als „gutes Signal“. Beide Bezirkstagskandidaten würden vor Ort in Brunn und Deuerling sehr gute Arbeit abliefern.

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